Stats Update Week #47

Number of Trades: 5

Net Profit: +86,17% (since the beginning)

Net P/L: +633,85 € (current week)

Hit Rate: 40%

Average Win: +532,77€

Average Loss: -143,89€

Win/Loss Ratio: 3,70

Marktzeit: 2:20h

Anmerkung: Alle Werte in blau zeigen ein positives Tradingergebnis an. Grüne Werte befinden sich im langfristigen Zielkorridor des Tradingansatzes. Rote Zahlen hingegen machen deutlich, dass sich der Wert nicht im gewünschten Sollbereich befindet.

Note: All values in blue indicate a positive trading result. Green values are in the long term target range of the trading approach. Red numbers make clear, however, that the value is not in the expected reference range.

Fazit: Drei Verlierer, zwei Gewinner – aber zum achten Mal in Folge konnte im Wochenvergleich ein neuer Kontohöchststand erreicht werden. Nur Trade #227 am Donnerstag ist ein wirklich glasklarer Winner gewesen. Auf der anderen Seite stehen zwei unzweifelhafte Verlierer, an den ersten beiden Handelstagen von Woche #47, Spalier. Bei den verbleibenden zwei Trades entschied das verwendete TM über Gewinn oder Verlust. Sehr konservative Gewinntmitnahmen an der jeweils ersten Target Area, und beide Kandidaten hätten ebenfalls ein grünes P/L produziert.

Die richtige Mischung aus schneller-, und weniger schneller Gewinnsicherung zu finden – sprich den jeweils besten Erwartungswert zu traden – ist nur schwer umsetzbar. Warum? Weil dafür wieder sehr präzise Kursprognosen nötig sind, und zwar schon frühzeitig.

Eine Praxis, wie sie die meisten Wirtschaftsinstitute an den Tag legen, um z.B. die Konjunkturentwicklung für einen best. Zeitraum vorherzusagen, wird allenthalben kritisiert. Diese Institutionen justieren ihre Prognosen fortlaufend neu, wenn sich die Gesamtentwicklung zu verändern scheint.

Genau dieses Vorgehen ist auf der anderen Seite aber auch die einzige Chance, überhaupt eine möglicherweise halbwegs taugliche Annahme über die künftige Entwicklung zu treffen. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf einen passenden Artikel zu diesem Thema.

Eine verwertbare Konjunkturprognose für ein Kalenderjahr gibt man jedoch spätestens am 31. Dez. bekannt und lässt sich am 1. Jan. des übernächsten Jahres daran messen. Nur dann hat sie einen tatsächlichen Nutzen für andere, die ihre Planungen daran ausrichten wollen. Gleiches gilt bei Kursprognosen von Finanzinstitutionen, wenn sie am Anfang des Jahres für eine bestimmte Aktie so und so viel Kurspotential erwarten. Kaum sind die Q1 Zahlen draussen, kann sich das ganze Szenario in Luft auflösen und die Banken revidieren dann, wie es immer so schön heisst, ihre Kursziele. Welch ein Mehrwert, wow.  

Auch ich revidiere meine Sicht der Dinge während des Tradings regelmässig, wenn es sein muss. Dafür brauche ich aber auch immer erst neue Informationen – in meinem Fall vom Preisverlauf. Diese stehen mir zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine Gewinnmitnahme an einem best. Level – wie den o.g. Banken am Anfang des Jahres – i.d.R. noch nicht zur Verfügung.

In der Praxis sieht das dann in etwa so aus: Der Kurs rauscht dynamisch an meine TA I heran. Meine Annahme ist, dass der Bund weiteres Abwärtspotential haben wird, ohne vorher mein Stop Loss auszulösen, wenn – und jetzt kommt der entscheidene Knackpunkt – meine erste ZZ möglichst in nächster Zukunft deutlich unterboten werden kann. Zack, da ist das Dilemma.

Ich bin vor dem Auftauchen des nächsten Puzzlesteins (in Gestalt von neuen Preistiefs) dazu gezwungen, Gewinne mitzunhemen, wenn ich sie denn sicher haben will. Ansonsten riskiere ich, dass die Kurse bouncen und mein SL ausgelöst wird.

Und wer mir jetzt sagen will, dass er die Wahrscheinlichkeiten für einen Break unter/über ein wichtiges Preislevel mit Hilfe eines, wie auch immer gearteteten Indikators in der klaren Mehrheit der Fälle, richtig antizipieren kann, der experimentiert einfach noch nicht lange genug mit diesen “Einstiegshilfen” herum, um zu der Einsicht zu gelangen, dass es langfristig schlichtweg nicht funktioniert. Evtl. macht er sich auch etwas vor, und er braucht diese Krücken, um Vertrauen in sein Trading aufzubauen. Dann hätten sie wenisgtens einen guten Zweck erfüllt.

Es bleibt einem Trader also in vielen Fällen, und wenn er es sich möglichst einfach machen will, nur eine angemessene Handlungsoption für dieses Dilemma übrig: Er entscheidet sich im Voraus für eine bestimmte Zielzone, welche innerhalb seines Zeithorizontes aus Erfahrung realistisch erreichbar ist, und managed die Position entsprechend.

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