Selbstvertrauen als Trader aufbauen – aber wie?

Wo ist dein Selbstvertrauen geblieben?

Und was ist überhaupt Selbstvertrauen?

Selbstvertrauen ist die Wertschätzung deiner Person und der Glaube an deine Fähigkeiten mit schwierigen Situationen angemessen umgehen zu können.

Nicht wenige Tradinganfänger starten zwar mit viel Selbsvertrauen, weil sie glauben Trading wäre einfach, und sie sind besser als der Rest. Allerdings wäscht diesen Leuten der Markt schon bald gehörig den Kopf und ihr unberechtigtes, teilweise übertriebenes Selbstvertrauen wird diesen Harakiri Tradern in kürzester Zeit ausgetrieben.

Mit dem Grad deines Selbstvertrauens fällt und steigt jedoch deine Performance an der Börse.

Daher musst du wissen, warum dein Selbtsvertrauen schwächelt. Es gibt drei unterschiedliche Quellen eines schwachen Selbstvertrauens beim Trading. Welche das sind und wie du Selbstvertrauen sukzessive aufbauen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel.

Lass uns mit den Quellen deiner Unsicherheit als Trader beginnen…

Erste Quelle: Es fehlt dir an Fähigkeiten

Dir fehlen schlicht und einfach Fähigkeiten, Wissen und Fertigkeiten, die du als Grundlage benötigst, um erfolgreich Handeln zu können. Es liegt hier ein typisches Anfängerproblem vor. Du weißt als Anfänger, du bist noch nicht genug geschult und hast es noch nicht geschafft mit den Widrigkeiten der Börse fertig zu werden.

Dies führt zu regelmäßiger Überforderung.

Eine Eröffnungsstrategie zu traden, fällt beispielsweise vielen Anfängern schwer. Es fehlt dir als Trader einfach an Erfahrungswerten, wie sich Kurse in dieser wichtigen Marktphase verhalten können. Dadurch erleidest du Distress und erfährst negatives Feedback.

Hüte dich in dieser Phase davor, mit großem Risiko und Echtgeld zu traden. Es kann sonst zu buchstäblichen Mini-Traumatas kommen, die deine Verhaltensweisen massiv negativ beeinflussen können.

Solche traumatischen Erlebnisse an der Börse (meist durch unkontrollierte Kontoschwankungen und Verluste hervorgerufen) piesacken dich als Trader nicht selten lange Zeit, denn es ist schwer diese Traumata wieder ‚wegzutrainieren‘. Je länger du sie mit dir herumschleppst desto schwieriger wird es, sie wieder loszuwerden.

Zweite Quelle: Du kannst dir selbst nicht trauen, wie du dich verhältst

Dein Verhalten hat bereits einige emotionale Schäden angerichtet. Du weisst, du warst schon undiszipliniert und hast deine Regeln gebrochen. Du weißt auch: In Zukunft wirst du wohl wieder gegen deinen Tradingplan verstoßen. Die Folgen sind meistens Traden ohne Stopp, Overtrading oder nicht befolgte Tradingsignale.

Dir fehlt schlicht und einfach das Vertrauen in deine eigenen Verhaltensweisen, während du dich mit den Märkten beschäftigst. Wie bei jemanden der dich schon einige Male betrogen hat traust du dir quasi selber nicht mehr über den Weg.

Dritte Quelle: Es fehlt dir an Vertrauen in deine Fähigkeiten

Bei dieser Form fehlenden Selbstvertrauens verfügst du über ausreichend Erfahrung. Das fehlende Vertrauen ergründet sich in diesem Fall eher aus einem Mangel an Selbstwertgefühl.

Du glaubst einen Gewinn an der Börse hast du nicht verdient. Dieses Denken findet meist unbewußt statt. Du bist dir deiner Wertschätzung dir selber gegenüber meistens gar nicht richtig bewußt. Leidest du an dieser Variante von geringer Wertschätzung deiner eigenen Person, äußert sich das häufig in bestimmten Mustern.

Ein typisches Muster: Du gewinnst morgens Geld und verlierst es dann im Laufe des Tages regelmäßig wieder. Manchmal kannst du auch beobachten, wie du als Trader mit geringem Selbstwertgefühl wochenlang diszipliniert handelst und dann alles mit ein zwei Trades wieder verspielst.

Der Unterschied zwischen Variante eins und drei: Bei Variante drei hast du genug Erfahrung, kannst sie aber nicht ins Spiel bringen, weil dein Selbstwertgefühl es nicht zulässt. Bei der ersten Variante bzw Quelle fehlenden Selbtsvertrauens, fehlt dir jegliche Erfahrung an der Börse und als Trader. Es ist also nichts vorhanden, was du in die Waagschale werfen könntest.

Es ist schön wenn du als Trader nicht über Selbstvertrauen und Tradingpsychologie nachdenken musst. Jetzt weisst du, welche die drei wichtigsten Ursachen für ein schwächelndes Selbstvertrauen als Trader sind. Das ist eine gute Basis um den nächsten logischen Schritt gehen zu können: Nämlich dein Selbstvertrauen aufzubauen!

 

Irgendwann muss jeder Trader das Ding mit dem Selbstvertrauen meistern

Früher oder später führt dich deine Traderlaufbahn an einen Punkt, an dem du die Frage meistern musst, woher kommt denn nun eigentlich ein starkes Selbstvertrauen in deine Person als Trader?

Scheiterst du bei der Beantwortung dieser enorm wichtigen Frage, wirst du dich in die Masse der 95% gescheiterten Trader einreihen müssen. Egal, wie gut dein Trading-System auch sein mag.

Was war eigentlich zuerst da: Erfolg aus dem Zutrauen wächst? Oder wächst der Erfolg, weil Zutrauen da ist?

Träfe das Erste zu, würde es bedeuten, dass der Zufall darüber entscheidet ob du beim Trading Erfolg hast. Keine schöne Vorstellung.

Glücklicherweise ist Selbsvertrauen für dich als Trader aber systematisch aufbaubar. Wieder und wieder.

Hier nun die Zutaten die du brauchst um Selbstvertrauen bzw Zutrauen in dich aufzubauen:

  1. Exakte Selbsteinschätzung
  2. Flexibilität
  3. Beharrlichkeit

Exakte Selbsteinschätzung unterstützt Selbstvertrauen

Was ist damit gemeint?

Schau in deinen eigenen Alltag. Diejenigen Aufgaben bei denen du deine Fähigkeiten exakt einschätzen kannst erledigst du normalerweise am besten. Du weisst was du kannst was dich erwartet und wie du auf bestimmte Sachen reagieren musst. Dadurch fühlst du dich nicht überfordert und triffst die richtigen Entscheidungen leicht und sicher.

Du kannst und solltest aber an die Grenzen deiner Fähigkeiten vorstoßen. Es wäre dennoch unvernünftig wenn du dauerhaft über diese Grenzen zu gehen versuchst. Durch das Antesten deiner Grenzen bist du in der Lage deine Fähigkeiten zu verbessern und auszuweiten.

Trades du jedoch – mangels präziser Selbsteinschätzung – dauerhaft über deinen Fähigkeiten, wirst du ein hohes Stressniveau erleben was dir das Bewältigen der Aufgabe erschwert und zum anderen bekommst du unweigerlich zu viele negative Feedbacks. Diese können wiederum dein Zutrauen in die eigene Person schwächen.

Wenn du andererseits glaubst du bist eine totale Niete und traust dir deshalb viel zu wenig zu, schätzt du deine Fähigkeiten immer zu schlecht ein. So ist es dir nicht möglich deine Grenzen auszuweiten, denn es kann zu gar keinen Grenzerfahrungen kommen.

Um bei dieser Gradwanderung die Balance halten zu können, ist es unabdingbar, dass du dich selbst gut kennst. Mitsamt deinen Stärken, Schwächen und den vorhandenen Defiziten in den verschiedenen Fähigkeitsbereichen.

Deshalb: Willst du ein zuversichtlicher erfolgreicher Trader sein, arbeite als erstes an deinen Möglichkeiten deine eigenen Fähigkeiten exakt einzuschätzen.

Flexibilität lässt dich Hindernisse überwinden

Welche Komponente mischt beim Aufbau von Selbstvertrauen noch mit?

Es ist die Fähigkeit, flexibel zu sein.

Auf welche Art und Weise wirkt sich Flexibilität nun auf deine Tradingpsychologie und beim Aufbau von Selbstvertrauen aus?

Willst du ein Hinderniss dutzende Male auf die gleiche Weise überwinden, welche schon beim ersten Versuch nicht wirklich funktionierte, ist es schlicht und einfach Kraft- und Ressourcenverschwendung wenn du es weiter auf die gleiche Art versuchst.

Zudem ist es zutiefst frustrierend und entmutigend wenn du wieder und wieder die gleichen Fehler begehst und ständig Misserfolg als Feedback erhälst. Deshalb…

Stößt du auf Schwierigkeiten ist deine Kreativität gefragt

Du musst flexibel sein und dich der Situation anpaßen – zumindest wenn du Fortschritte machen willst. Und das willst du doch sicherlich, oder?

Aus diesem Grund solltest du den Mut aufbringen neue Möglichkeiten auszuprobieren um unterschiedlich auf Hindernisse reagieren zu können. Experimentiere! Versuche rauszufinden was die beste Methode ist, ein Hinderniss zu umkurven.

Hast du einmal gelernt Problemen flexibel zu begegnen, werden dir neue unbekannte Herausforderungen keine Angst mehr einjagen können.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist dann in dir das Zutrauen gewachsen, dass du immer irgendeine Möglichkeit finden kannst mit dem nächsten Hinderniss fertig zu werden.

Und wenn du doch versagst?

 

„Unser größter Ruhm ist nicht, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen, wenn wir fallen“

 

Konfuzius

Erst die Angst ist es, die dich verkrampfen und dann tatsächlich scheitern lässt. Merke dir das unbedingt!

Damit du dir diese Angst nehmen kannst bedarf es einer bestimmten Sichtweise auf das Leben. Diese Sichtweise muss nicht immer mit der Sichtweise deiner Eltern und dem eigenen Umfeld korrelieren. Emanzipiere dich in deiner Einstellung zum Leben, falls nötig!

Das Erreichen von Zielen ist immer eine Mischung aus Erfolg und Versagen

Wenn du diesen ‚Yin Yan artigen Glaubenssatz‘ verinnerlichst, kann das einen riesigen Befreiungsschlag für deine Psyche bedeuten.

Die eine Seite kann nicht dauerhaft ohne die andere existieren. Ohne Versagen gibt es kein dauerhaften Erfolg. Auf dem Weg zum erfolgreichen Trader gibt es niemanden der nicht auch Zeiten des Versagens erfahren musste.

Erfolgreiche Trader erinnern sich an diese Phasen aber anders, als Trader mit wenig Zuversicht. Und Achtung! Du triffst die Wahl welche Erinnerungen du pflegst.

Es ist hier nicht gemeint diese schlechten Phasen einfach zu verdrängen. Auf keinen Fall sollst du das machen. Du musst sie aber akzeptieren und Lehren für die Zukunft daraus ziehen. Genau das ist der Punkt.

Dinge einfach schönzureden wäre der bequemste Weg. Allerdings wird dich das keinen Schritt voran bringen.

Es ist deine Entscheidung, wie du eine Situation wahrnimmst und bewertest

Die Wahrnehmung ist ein Schlüßel zum Erfolg, wenn sie so gestaltet ist, dass du aus jeder Gelegenheit einen Vorteil ziehen kannst.

Erfolglose Trader neigen dazu nach Gründen zu suchen warum sie schlecht traden und werden unsicher. Erfolgreiche Trader beleuchten eher den Teil ihrer Fähigkeiten, den sie sehr gut können, und bleiben zuversichtlich.

Musst du da noch lange überlegen, welche Tradingpsychologie und Einstellung die richtige für dich ist?

Mache es dir deshalb zur Gewohnheit das Positive gegenüber dem Negativen zu bevorzugen. Gebe Dingen eine Bedeutung. Am besten eine positive.

Beharrlichkeit erzwingt das Glück und den Erfolg

Nun komme ich zur dritten Komponente, die du zum Aufbau von Selbstvertrauen als Trader unbedingt brauchst.

Es ist die Fähigkeit oder der Charakterzug beharrlich an etwas zu arbeiten bzw sich beharrlich mit etwas auseinanderzusetzen.

Um was geht es konkret?

Im Leben allgemein und im Trading im Speziellen reicht es nicht aus einfach nur irgendetwas erreichen zu wollen. Was wollen wir nicht alles? Da fallen den meisten Menschen sicher auf Anhieb genug Dinge ein.

Um etwas aber wirklich erreichen zu können musst du absolut konsequent sein und dich mit deiner Vision committen. Heisst: Dich dazu verpflichten alles zu tun damit deine Vision Wirklichkeit wird.

Du musst bereit sein Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Getreu dem Motto: „Scheitern! Nächster Versuch. Scheiter besser!“

Gute Trader fürchten keine Rückschläge, weil sie wissen, dass ihr langfristiger Erfolg davon abhängt, wie sie mit zwischenzeitlichen Niederlagen umgehen.

Was glaubst du wieviele Fehlschläge hinter berühmten Erfolgen stecken? Wo du hinsiehst mussten Leute vielfach erst auf die Fresse fallen und das mehrmals, bis sie endlich was zustande gebracht haben. Es ist normal! Die Ausnahme ist es, wenn auf Anhieb alles perfekt läuft. Sei dir dieser Tatsache einfach bewusst und ruf sie dir ins Gedächtnis sobald du mal wieder einen derben Rückschlag einstecken musstest. Von nix kommt einfach nix. Zumindest langfristig.

Selbstvertrauen kann nur aus dramatischen Situationen erwachsen

Wenn du es schaffst dich Schwierigkeiten zu stellen und diese dann überwindest, bist du in der Lage, echtes Zutrauen in deine Fähigkeiten und Person als Ganzes zu gewinnen.

Um diesen für das Aufbauen von Selbstvertrauen zwingenden Prozess durchlaufen zu können, bedarf es der Beharrlichkeit.

Im Sport fällt oft der Satz: „Du musst dran bleiben“. Dieser Ausdruck kann synonym für Beharrlichkeit angesehen werden.

Nur wenn du „dran bleibst“ hast du überhaupt die Chance dazu, genügend Referenzerlebnisse zu durchleben, die es dir ermöglichen Erfahrungen zu sammeln und Strategien zu entwickeln, um schwierige Situationen in Zukunft besser meistern zu können.

Sobald du etwas in Angriff nimmst was dir extrem wichtig ist, erwächst die Berharrlichkeit wie von selbst, weil das Erreichen dieses Ziels von so enormer Bedeutung für dich ist, dass es für dich selbstvertsändlich wird „dran zu bleiben“.

Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich: Kein Mensch ist dazu fähig, bei jedem x beliebigen Vorhaben eine stark ausgeprägte Beharrlichkeit an den Tag zu legen. Die Sache muss dir  einfach scheisse wichtig sein. Punkt.

Auch mit meiner Beharrlichkeit wäre es schnell vorbei, würde ich im Strickkurs an den Nadeln scheitern. Es ist mir einfach nicht wichtig genug. Leuchtet ein, oder?

Beharrlichkeit ist der im Menschen verankerte Wesenszug, welcher ihm die notwendige Ausdauer verleiht, seine wahren Bedürfnisse zu befriedigen. So würde es wohl ein Philosoph ausdrücken.

Schlussglocke

Jeder Trader hat von Zeit zu Zeit Probleme mit seinem Selbstvertrauen.

Wenn du die drei Komponenten Selbsteinschätzung, Flexibilität und Beharrlichkeit kennst und weißt, wie du mit ihrer Hilfe Zutrauen gewinnen kannst, wirst du in Zukunft keine Angst mehr vor einem schwächelnden Selbstvertrauen und deiner Tradingpsychologie haben. Lerne aus Fehlern. Fokussiere deine Stärken, trainiere dir – wenn nötig- in sicherer Umgebung dein Zutrauen in deine Fähigkeiten neu an und bleib dran, egal wie mies es läuft.

Je besser du darin wirst mit mentalen Krisen und Fehlern beim Trading umzugehen, desto größer wird dein Vorteil gegenüber deiner Konkurrenz an den Märkten. Technisch kannst du dir – ab einer gewissen Qualität deines Trading-System – kaum noch zuätzliche Vorteile gegenüber anderen Tradern herausarbeiten.

Also nutze die Chance und werde ein Meister der Krisenbewältigung!

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