Europäische Aktien am Scheideweg

Meine Aktiencrash Ansage aus dem Sommer lag nicht unbedingt falsch. Die Aktienmärkte waren reif für eine deutliche Korrektur und sie war bereits am laufen. Dann kamen jedoch die Notenbanken dieser Welt und eine nach der anderen deutete an: Sollten sich die Marktturbulenzen weiter ausbreiten, werde sie nicht zögern, die Märkte weiter mit Geld zu fluten. Als erster tat sich Fed Banker Bullard hervor, der ein verzögertes Auslaufen der Anleihekäufe in Aussicht stellte. Just an diesem Tag des Statements beendeten die Weltleitindizes den drohenden Crash und drehten ab. Kurz hinterher wurden die Kurse weiter beflügelt, als die japanische Führung verlauten lies, die Bank of Japan „aggressiviert“ ihr Quantative Easing. Auch die EZB kündigte zur etwa gleichen Zeit weitere Schritte bei der Umsetzung ihrer unkonventionellen Mittel an.

Abakadabra und ehe sich die meisten versehen konnten standen die Kurse von Dax und S&P500 Anfang Dezember schon wieder auf einem Allzeithoch. Der einzige Nachzügler unter den wichtigen Leitindizes ist mal wieder der europäische Stoxx50. Er konnte bis heute kein neues Jahreshoch erreichen.

Der Daily-Chart zeigt es: Jahreshoch, relatives Hoch und Swinghigh halten im Stoxx50

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Im Gegensatz zum Dax

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Der S&P500 dagegen ist der klare Kraftmeier dieser Tage mit einem absolut stabilen Aufwärtstrend und neuen deutlichen Allzeithochs

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Als „Aktienbär“ würde ich die Finger vom S&P500 lassen. Anders sieht es in Europa aus. Der Dax konnte bisher nur ein minimal höheres Allzeithoch ausbilden. Solange dieses nicht überboten wird, ist der Dax noch für ein Doppeltop zu haben. Echte Attraction für short selling ist dagegen beim Stoxx50 vorhanden. Auf die Schwachen stürzen sich die Spekulanten und wilden Tiere gerne, um eine eigene Verwundung möglichst klein zu halten. Der Stoxx50 ist so ein schwaches angeschlagenes Tier. Ohne Zweifel. Wer ernsthaft verkaufen will, sollte den Stoxx50 anvisieren.

So lange die im Dailychart markierten Levels standhalten, ist ein Verkauf in der Nähe davon tatsächlich eine Möglichkeit short zu gehen. Die Schwächephase beim Ölpreis sollte ein Shortie ebenfalls im Hinterkopf haben, denn sie könnte ein Vorbote für mehr Ungemach auch in anderen Märkten sein. Ein erneutes Abtauchen des Stoxx50 bis mindestens in den Bereich von 3000-2980 ist derzeit realistisch. Weiter fallende Kurse sind zwar zum jetzigen Zeitpunkt nicht antizipierbar, könnten aber ihren Ausgangspunkt dafür durchaus im jetzigen Kursbereich haben. Selbst wenn die starken Märkte zwischendurch ein weiteres Hoch erklimmen können.

Die Aufwärtsbewegungen der letzten Wochen bei Aktien waren sehr dynamisch und müssen vorerst als neuer Aufwärtsimpuls angesehen werden. Diese Tatsache sollte eine Warnung für das Risikomanagement einer Stoxx50 Shortposition sein.

Der Monatschart des Stoxx50 ist weiter im Uptrend und zeigt: Wenn es bald zu klaren Jahreshochs kommt, muss von einer weiter andauernden Aufwärtsbewegung ausgegangen werden. Mindestens 3500 Punkte sind dann realistisch.

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Der europäische Bluechipindex korrigiert langfristig jedoch immernoch den Downmove der vergangenen Finanzkrise und ist nicht einmal annähernd im Bereich seiner Allzeithochs unterwegs. Im  – hier nicht gezeigten – Quartalschart, dürfte es sich dabei um eine sich entwickelnde ABC Korrektur handeln. Ein Indiz für die – aus globaler Perspektive – krasse Underperformance europäischer Bluechipaktien.

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