Das Geheimnis, warum es so wenige private Vollzeit-Trader gibt

Wer kann vom Traden wirklich leben? Die Frage aller Fragen

Viele angehende Trader stellen sich diese Frage. Das wiederum führt gleich zur nächsten und übernächsten Standardfrage vieler Tradinganfänger: Welche Kontogröße wird gebraucht, um vom Traden leben zu können und wie lange dauert der Schritt in die fast grenzenlose Freiheit als privater Trader?

Um die beiden letzt genannten Fragen befriedigend beantworten zu können, muss ich weiter ausholen. Diese Thematik greife ich in meinem Trading-Newsletter ebenfalls auf.

Übrigens hatte ich mir diese Fragen natürlich auch am Anfang meiner Laufbahn als Trader gestellt. Das ist wohl normal.

Day Trader haben die höchsten Kosten zu tragen

Letztendlich reicht ein Laptop, Handy und Minitablet aus, um Börsenspekulation zu betreiben. Dies ist erstmal ein absoluter Vorteil für den Einstieg in ein neues Business.

Weisst du dann eventuell noch, was ein Fibonacci-Retracement ist, bist du fast schon Millionär 🙂

Spaß beiseite: Je kurzfristiger du als Trader agierst desto mehr Ansprüche musst du an das Equipment stellen.

Wenn du hochgehebelt und schnell tradest, musst du in die Zuverlässigkeit deiner Ausrüstung investieren. Als echter Day Trader hast du somit die höchsten Kosten zu schultern (sowohl einmalige, als auch laufende). Ein längerfristig agierender Positionstrader kann dagegen tatsächlich mit extrem wenig auskommen .

Es fallen bei einem Day Trader auch die täglichen Transaktionsgebühren der Börsen und Broker deutlich mehr ins Gewicht, da beim Day Trading die Rendite tendenziell mehr über die Handelsfrequenz als über die Höhe der durchschnittlichen Gewinne erzielt wird.

Durch diese Tatsache ist schon mal klar: Als Positionstrader kommst du deutlich schneller in die Gewinnzone. Dummerweise brauchst du dann aber auch ein größeres Tradingkonto (du musst deutlich größere Stops verwenden), was vielen Anfängern nicht entgegenkommt.

Bist du einTradinganfänger, wirst du also fast dazu gezwungen als Day Trader zu starten.

Letztlich ist dies wiederum ein Nachteil für dich, denn Day Trading fordert deine Tradingpsychologie heraus. Day Trading ist in der Tat vergleichbar mit Leistungssport. Es ist eine echte Performance-Disziplin, denn viele Entscheidungen müssen in kurzen Abständen und oft unter Zeitdruck getroffen werden.

Es zeichnet sich ein Dilemma ab, was dazu führt, dass viele unterkapitallisierte Anfängertrader – aus der Not heraus – sofort in der „Champions League des Tradings“ mitspielen müssen.

Diese Situation trägt u.a. mit zu den sehr niedrigen Erfolgsquoten privater Trader bei.

Klar: Mittlerweile ist es möglich, mit CFD’s auch kleine Konten zu verwenden, um Trading-Setup in großen Zeitrahmen zu traden. Leider sind CFD’s nicht wirklich das Non plus Ultra. Zum Trainieren, Erfahrungen sammeln und dem gezielten Verdoppeln kleinster Konten, reichen CFD’s hingegen aus.

Wer vom Traden leben will, muss seine individuelle Ausgangsposition analysieren

Nach einem kleinen Umweg komme ich jetzt auf die Ausgangsfragen zurück.

Wenn du eine angemessene Antwort finden willst, musst du deine eigene indviduelle Situation genau unter die Lupe nehmen.

Als erstes musst du dir bewußt machen: Profitabel zu traden und als Vollzeittrader wirklich Fuß zu fassen, sind zwei verschiedene Paar Schuhe, die viele anfangs aber gar nicht als solche erkennen.

Ein profitables Trading-System in der Tasche zu haben und dieses auch erfolgreich umzusetzen, ist eine notwendige keine hinreichende Bedingung, um vom Traden leben zu können.

Vielmehr spielt es auch eine Rolle, welchen Jahresbedarf an Geld du als Person für dein Privatleben brauchst.

Ermittel also erst deinen Jahresbedarf an Geld. Schaue dann, wieviel ECHTES Risikokapital du zur Verfügung hast. Berechne daraus welche Nettorendite nötig ist, diesen Bedarf zu decken. Wäge hiernach ab, ob es für dich realistisch ist, diese Rendite zu erreichen.

Vergesse niemals die Abgeltungssteuer für Trader mit in deine Kalkulation einzubeziehen. Im wahren Leben geht es immer um die Nettobeträge!

Jetzt bist du der Beantwortung der Eingangs erwähnten Fragen einen guten Schritt nähergekommen.

Diese Vorgehensweise zeigt: Es gibt keine allgemeingültige Mindest-Kontogröße, ab welcher du vom Traden leben kannst.

Wer vom Traden leben möchte, braucht Rücklagen

Die Pareto-Regel sowie die Normalverteilungs-Kurve besagen: Als Trader wird es immer Durststrecken geben.

Wenn du nicht bereits mit Rücklagen an den Start gehst, solltest du diese schnellstmöglich bilden. Was wiederum deinen Weg zur echten Freiheit durch Trading in die Länge ziehen wird.

Kannst du noch auf andere Einahmequellen zählen, ohne dass du dein Trading vernachlässigen musst, ist das für dich als Trader ein Riesenvorteil.

Als absoluter Tradingbeginner kalkuliere noch mit einer mehrjährigen Lernkurve, ohne die überhaupt nix geht. Und bedenke ebenfalls: Sämtliche Ausbildungskosten – Lehrgeld inbegriffen – drücken dich als Trader vorne weg in den Verlust, und müssen als Aufwand verbucht werden.

Ich will dich hier nicht entmutigen und jeder hat eine andere Ausgangssituation, aber bitte bleib realistisch!

Je kleiner das Risikokapital ist, und je weniger finanzieller Puffer (Rücklagen, Ehepartner, Eltern, Freunde what ever) dir zur Verfügung steht, desto länger und mühseliger wird deine Reise in die Freiheit als selbständiger Trader werden.

Der Weg zum Vollzeit-Trader ist oft steinig

Langsam wird hoffentlich klar wieso es so wenige echte Vollzeittrader gibt, die es schaffen, tatsächlich ausschließlich vom Traden zu leben.

Es ist eine Mischung aus anspruchsvoller Fähigkeiten, die erworben werden müssen, ohne vorher pleite zu gehen. Gepaart mit einer schwierigen – meistens finanziellen – Ausgangssituation und Rahmenbedingungen, mit denen viele Einsteiger zu kämpfen haben.

Abgeschmeckt wird das Ganze dann noch mit der Gabe zu absolut eigentverantwortlichem Handeln, die du als Trader unbedingt mitzubringen hast. Auch das ist bei weitem nicht jedem in die Wiege gelegt worden und muss notfalls erlernt werden.

Der typische Angestellten-Typ wird sich insgesamt schwer tun, zur geistigen Haltung eines Selbständigen zu wechseln.

Dennoch: Bitte bleibt trotz all den Widrigkeiten zuversichtlich! Jeder hat eine Chance verdient.

Wie du den Weg zur Freiheit als Trader beschleunigen kannst, sowie ein realistisches Praxisbeispiel einer ‚Freiheitskalkulation‘ werde ich im zweiten Teil der Story geben…

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