Ölpreis – Crash! Erste Aufwärtsdynamik beim Brent Crude seit Juni

Ölpreis - Crash! Erste Aufwärtsdynamik beim Brent Crude seit Juni

Crash beim Öl-Preis dauert schon sieben Monate

Seit Juni vergangenen Jahres kennt der Rohölpreis nur noch eine Richtung – ohne nennenswerte Korrektur nach unten. Innerhalb von rund sieben Monaten hat sich der Preis für ein Faß Rohöl der Sorte Brent mehr als halbiert. Das ist ein handfester Preis-Crash.

Für viele Marktbeobachter kam dieser Preissturz überraschend – war bis Mitte 2014 doch die scheinbare Grundannahme von immer weiter steigenden Ölpreisen in Stein gemeiselt.

Mittlerweile hat sich bei vielen Leuten diese Überzeugung aufgelöst. Ja teilweise sogar ins Gegenteil verkehrt. Nun erwarten nicht wenige Analysten und Rohölexperten, dass der Preis für Brent Öl langfristig niedrig bleiben könnte. Viele Leute scheinen jetzt im Nachhinein so einige schlaue Sachen zu wissen und spekulieren darüber, ob die wichtige Marke von $50 pro Barrel ein ‚Boden‘ oder eine ‚Decke‘ für den Ölpreis darstellt.

Im Chart sind die vier wichtigen Peaks im Brent Ölpreis der letzten zehn Jahre eingezeichnet. Rot sind Hochpreise. Grün markiert sind Tiefpreise. Sehr schön zu sehen sind die heftigen Preiseinbrüche im Jahr 2008, während der Finanzkrise. Und der aktuelle Preis-Crash im Rohöl seit Juni 2014. Einige Leute sagen, es gab noch nie einen Ölpreis-Crash in einer wirtschaftlichen Boomphase. Deshalb kann der jüngste Ölpreis-Sturz durchaus als mögliches Omen gesehen werden. Vielleicht verändert sich auch nur der Markt für Rohöl massiv und der Ölpreis-Sturz befeuert zusätzlich die Weltkonjunktur.

Im Chart sind die vier wichtigen Peaks im Brent Ölpreis der letzten zehn Jahre eingezeichnet. Rot sind Hochpreise. Grün markiert sind Tiefpreise. Sehr schön zu sehen sind die heftigen Preiseinbrüche im Jahr 2008, während der Finanzkrise. Und der aktuelle Preis-Crash im Rohöl seit Juni 2014. Einige Leute sagen, es gab noch nie einen Ölpreis-Crash in einer wirtschaftlichen Boomphase. Deshalb kann der jüngste Ölpreis-Sturz durchaus als mögliches Omen gesehen werden. Vielleicht verändert sich auch nur der Markt für Rohöl massiv und der Ölpreis-Sturz befeuert zusätzlich die Weltkonjunktur.

Die Fakten zum Ölpreis und den Rahmenbedingungen

Börsenpreise raten ist nicht mein Ding. Daher halte ich mich an die Fakten zum Rohöl-Preis.

Brent Öl notierte über den Jahreswechsel kurzzeitig deutlich unter der 50 Dollar Marke. Wohlgemerkt im Juni 2014 stand es noch bei etwa 120 Dollar pro Faß. Seinen vorübergehenden Tiefstpreis hat es im Januar 2015 bei 46,31 markiert. Gestern stand es zum Schlußkurs bereits wieder bei fast 55 Dollar pro Barrel.

Fakt 1: Der Rohöl-Preis erlebte in den letzten beiden Handelstagen, die erste echte Aufwärtsdynamik seit Beginn des Ölpreis-Crash vor mehr als einem halben Jahr.

Fakt 2: Die Spieler im Ölmarkt haben einige Tatsachen die zur Preisbildung beitragen, in letzter Zeit nicht auf dem Radar gehabt und müssen jetzt ihre Einschätzungen zum Ölpreis korrigieren. Daher der Preissturz.

Fakt 3: Wohin der Rohöl-Preis in den nächsten Wochen und Monaten laufen wird, weiss kein Mensch der Welt.

Fakt 4: Die grundlegenden fundamentalen Rahmenbedingungen, die zum Absturz des Rohöl-Preis führten, haben sich noch nicht gravierend geändert. Diese setzen sich aus einer weltweiten Nachfrageschwäche, sowie einem gleichzeitig stabilen bis steigendem Angebot an Öl zusammen. In den USA haben allerdings bereits erste Ölausbeutungsfirmen das Fracking zurückgefahren. Während aber das Opec Kartell seine Förderquoten unverändert lässt und die Weltwirtschaft weiterhin in einem deutlich niedrigeren Tempo wächst, als viele erwartetet hatten. Die Lage in den geopolitschen Krisenherden, wie der Ukraine und dem Nahen Osten – aber auch Nigeria, zeigt weiterhin keine Anzeichen der Entspannung. Auch wenn letzteres keine direkten Auswirkungen auf den Ölpreis zu haben scheint, zeigt gerade diese Tatsache, wie bearish die Einstellung der Akteure am Ölmarkt über die vergangenen Monate geworden ist.

Fakt 5: Die Saisonalität bei den Preisen für Rohöl wechselt bis Ende dieses Monats. Im Klartext heisst das: Über die letzten Jahrzehnte stiegen die Rohöl-Preise von Februar an eher, als das sie fielen.

Fakt 6: Ist unsere neue europäische Weichwährung, der Euro. Auch ihr Wert hat, im gleichen Zeitraum wie das Öl, stark an Kaufkraft zum Dollar verloren. Öl wird international hauptsächlich in Dollar gehandelt. Würde der Euro weiter im Bereich von 1,35 – 1,40 stehen, wären die Ölprodukte wie Benzin, Heizöl etc dieser Tage sogar noch billiger. Im allgemeinen Ölpreis Tumult bekommt das aber kaum ein Mensch mit. Wie weit der Euro fällt, ist ähnlich schwierig einzuschätzen, wie es beim Rohöl der Fall ist. Die Preisdynamik zeigt sich aber weiter auf der Verkaufenseite, was den Ölpreis-Sturz für Europäer zusätzlich abdämpfen wird.

Fakt 7: Alles im Leben geschieht in Resonanz zueinander. Dadurch koppelt sich der Preissturz im Öl selbst zurück. Längerfristig niedrigere Preise werden Akteure auf dem Ölmarkt dazu zwingen, ihre Unternehmungen bei der Ölgewinnung neu zu kalkulieren. Auf der anderen Seite fangen die Öl Endverbraucher – angestachelt durch den ‚Rabatt‘ auf Benzin & Ölprodukte – an, ihr Konsumverhalten zu ändern. Im ersten Fall kann das Angebot weniger werden, während im zweiten Fall die Nachfrage nach Ölprodukten fast zeitgleich zunimmt. Beides wirkt ab einem bestimmten Zeitpunkt stabilisierend auf die fallenden Ölpreise. Aber aufgepaßt: Diese Tatsache muss nicht zwangsläufig die grundlegende Ausgangslage von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt drehen!

Fakt 8: Da der Ölpreis seit Juni fast ohne Korrektur nur nach unten gelaufen ist, sitzen nicht wenige spekulative Marktteilnehmer auf dicken Gewinnen ihrer Short Crude Positionen. Irgendwann wollen diese Marktakteure natürlich ihre Gewinne versilbern und müssen dafür Öl am Terminmarkt zurückkaufen. Auch das wirkt stabilisierend auf den Ölpreis ein und kann sogar dazu führen, dass es urplötzlich zu starken Gegenreaktionen nach oben kommt.

Dieser Brent-Öl Tageschart macht die einsetzende Aufwärtsdynamik kenntlich (Pfeil). Der mittelfristige Abwärtstrend ist deshalb dennoch weiter intakt (blaue Linie). Reagiert der Ölpreis allerdings heftig nach oben und handelt zügig über 75 Dollar pro Faß, könnte es Autofahrern an der Tankstelle -schneller als ihnen lieb sein wird- wieder den Magen umdrehen. Soweit ist es aber noch längst nicht.

Dieser Brent-Öl Tageschart macht die einsetzende Aufwärtsdynamik kenntlich (Pfeil). Der mittelfristige Abwärtstrend ist deshalb dennoch weiter intakt (blaue Linie). Reagiert der Ölpreis allerdings heftig nach oben und handelt zügig über 75 Dollar pro Faß, könnte es Autofahrern an der Tankstelle -schneller als ihnen lieb sein wird- wieder den Magen umdrehen. Soweit ist es aber noch längst nicht.

Brent Crude & Heizöl – wird jetzt alles wieder teurer?

Fazit: Die Wahrscheinlichkeiten für anziehende Preise im Rohöl steigen gerade. Ob jetzt alles schnell wieder teurer wird, ist dennoch kaum seriös einzuschätzen. Es muss aber damit gerechnet werden, dass das Januartief von 46,31 Dollar, durchaus ein längerfristiges Preisextrem darstellen könnte. Vielleicht wird es in nächster Zukunft nochmal getestet, aber solange es nicht mit starker Dynamik unterboten werden kann, ändert sich an der derzeitigen Einschätzung nichts. Heizöl kaufen, jetzt sofort? Haushalte, die mit Heizöl heizen, sollten sich jetzt überlegen (im Idealfall haben sie schon im Dezember gekauft), zumindest eine Teilmenge Heizöl einzukaufen. Längerfristig muss abgewartet werden, wie sich die Preise in der tendenziell starken Saisonalität (bis zum Frühherbst) verhalten werden. Schafft es der Rohöl-Preis dann nicht, sich stark nach oben zu bewegen, spricht vieles für eine zeitlich ausgedehntere Schwächephase beim Rohöl – in deren Verlauf es möglicherweise sogar zu weiteren Tiefstständen kommen kann.

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