Großer Wendepunkt an den Aktienmärkten möglich

An den Aktienmärkten haben die Kurse die Jahreshochs aus dem Frühjahr 2015 versucht zu testen. Trotz starken Aufwärtsmomentums im Oktober und November konnten diese Hochpunkte bisher aber nicht überschritten werden. Mittlerweile haben DAX , S&P500 und auch der EuroStoxx50 wieder wichtige Zwischentiefs auf Tagesbasis unterschritten. Alle drei Märkte sind auf Tagesbasis markttechnisch weiterhin im intakten Abwärtstrend befindlich. Schaffen diese großen Indizes nicht bald neue Höchststände zu erklimmen, ist es durchaus möglich, dass wir gerade Zeugen einer großen Trendumkehr an den Aktienmärkten werden.

Auffallend auch: Mehr als 470 Aktien aus dem 500 Aktien umfassenden S&P500 Index, notieren derzeit mindesten 10% unter ihrem 52 Wochenhoch. Von denen sich wiederum mehr als die Hälfte sogar min 20% darunter befinden (Quelle: Reuters). Nach allgemeingültiger Lesart, signallisiert ein 20% Verlust einen Bärenmarkt. Damit wurde der wichtigste amerikanische Aktienindex im letzten Jahr ausschliesslich von einer kleinen Anzahl an beliebten Indexschwergewichten wie Amazon, Facebook, Netflix und Google vor einem Abdrehen nach unten bewahrt.

Dieser Fakt kann natürlich wie immer unterschiedlich interpretiert werden. Während die einen sagen, 2016 haben jetzt viele Aktien einen Nachholbedarf bei ihren Kursen nach oben, so gibt es auch warnende Stimmen, die darauf aufmerksam machen, wie dünn das Eis an den Aktienmärkten geworden ist. Der breite Markt hat nach Ansicht dieser Analysten bereits in einen Bärenmarkt gedreht und nur die attraktivsten Schwergewichte halten den Index noch über Wasser.

Für mich ist das Big Picture bei der Beurteilung dieser Sachlage ausschlaggebend. Befindet sich ein Index seit geraumer Zeit in einem Abwärtstrend, ist erstere Deutung die wahrscheinlichere. Allerdings geht die Story dann etwas anders! Und zwar in der Art: ‘Der breite Markt steckt noch im Bärenmarkt fest, während die bekanntesten Aktien anfangen zu drehen’. In diesem Szenario kann in der Tat Nachholbedarf bei den weniger bekannten und beliebten Aktien bestehen. Die aktuelle Situation ist aber eine komplett andere. Die globalen Aktienmärkte befinden sich seit einer extrem langen Zeitspanne in einem Bullenmarkt, sind kurstechnisch schon weit gelaufen, haben nun seit fast einem Dreivierteljahr keine Hochs mehr ausbilden können und dümpeln – schon mehr als 14 Monate – per Saldo seitwärts dahin. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir deutlich plausibler, dass der Nachholhbedarf tatsächlich auf der Gegenseite liegt. Es ist folglich nur eine Frage der Zeit, wann sich auch die beliebtesten Indexschwergewichte, einem immer stärker einsetzenden Verkaufsdruck der Investoren, ebenfalls beugen müssen.

Hier die passenden Charts von S&P500, Dax & Stoxx50 auf Tagesbasis:

Die blauen Linien markieren die wichtigen Kurslevel auf dem weiteren Weg nach oben. Je länger diese nicht gebrochen werden können, desto wahrscheinlicher wird eine weitere signifikante Abwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten. Richtig ernst wird es, sobald die August-Tiefs (breiter roter Balken) einem Test unterzogen werden sollten.

Der Volatilitäts-Index für den amerikanischen Aktienmarkt zeigt Mitte 2015 eine auffällige Zunahme. Heißt: Die durchschnittl. Schwankungsbreite der Aktienkurse steigt seitdem tendenziel verstärkt an.

In meinem ‘Aktiengewitter Post’ hatte ich einen ‘Topping Prozess’ bereits am Horizont ausmachen können. Der seit Jahren durch massivste Notenbank Interventionen und Aktienrückkaufprogramme großer Firmen aufgeblasene Bullenmarkt, ist, wie oben erwähnt, für alle sichtbar und unbestreitbar sehr weit fortgeschritten. Auf der anderen Seite fangen die Unternehmensgewinne in den USA in der Summe seit einiger Zeit an zu fallen. Aussicht auf Besserung ist nicht in Sicht! Unternehmensgewinne – und die Aussicht auf diese – bilden aber letzten Endes die Basis für die objetktive Bewertung von Aktienkursen und nicht die Aktionen der Notenbanken. Früher oder später wird sich diese Einsicht wieder bei den Investoren durchsetzen. Zudem könnte in Amerika die Zeit des extrem billigen Geldes demnächst vorbei sein. Keine gute Mischung!

Was allerdings nicht heißen muss, dass die Notierungen nun blitzschnell zu Asche zerfallen. Die aktuell deutlich erhöhten Kursschwankungen – im Verhältnis zu den letzten Jahren – deuten jedoch klar auf bereits gesteigerte Nervosität unter den Investoren hin. Es liegt damit weiter Brandgeruch in der Luft und die Kurse könnten dem ersten heftigen Abwärtsimpuls aus dem August nun doch folgen. Womöglich nur eine weitere massive Überraschungsaktion, von mindestens einer der großen Notenbanken, kann den Aktienmärkten in ihrer jetztigen Phase noch den Treibstoff für erneute Allzeithochs liefern. Konjunkturtechnisch ist das Pulver für weitere Kursphantastereien längst verschossen.

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