Trading-System oder Vollbluttrader?

Wie du dein passendes Trading System auswählst

Ohne Trading-System kannst du nicht erfolgreich traden.

Wieso?

Weil es dir in diesem Fall sehr schwer fallen wird, reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Der Begriff Trading-System ist lediglich ein Synonym für regelbasiertes Trading. Es spielt keine Rolle, ob du den Computer ranlässt, oder manuell tradest.

Mechanisches System-Trading hat genauso Vor-und Nachteile, wie manuelles, diskretionäres Trading.

Welche das sind und worauf du bei der Auswahl deines persönlichen Trading-Systems achten musst, zeige ich in diesem Artikel. Vorher jedoch noch ein paar Worte zum Grundaufbau eines Trading-Systems. Let’s go..

Ein Trading-System und seine drei Grundpfeiler

Vorsicht! Ein Trading-System ist kein Trading-Setup.

Ein Trading-Setup gibt dir nur die Regeln für deinen Markteinstieg vor. Wohingegen das Trading-System aus drei Basis-Komponenten besteht und dir als Trader damit einen kompletten Tradingansatz liefert, der auf alle tradingtechnischen Fragen eine Antwort liefert.

Diese drei Grundpfeiler sind:

  1. Positionsgrößen-Algorithmus
  2. Trade-Management
  3. Einstiegs-Kriterien

Grundpfeiler Nr.1 : Der Positionsgrößen-Algorithmus

Ich gebe zu, dieser Begriff wirkt abschreckend, gerade auf Zahlenlegasteniker, die bei dem Wort Algorithmus seit der Schulzeit Gänsehaut bekommen.

Aber du kannst dich entspannen, es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Also: Ein Positionsgrößen-Algorithmus gibt dir einfach vor, wie hoch deine Positionsgröße zum Start der Positionseröffnung sein muss.

Hauptkriterium für die richtige Auswahl deiner Positionsgröße, sind deine finanziellen Ziele und deine persönliche Risikoneigung.

Je weniger Draufgänger du bist, desto kleiner sollte deine optimale Positionsgröße ausfallen.

Auf der anderen Seite muss der Positionsgrößen-Algorithmus einen Kompromiss finden, zwischen dem Erreichen deiner finanzielen Ziele und einem möglichen Konto-Crash.

Grundpfeiler Nr. 2 deines Trading Systems: das Trade-Management

Wenn die Rede vom Trade-Management die Runde macht, ist damit der Exit aus einem Trade gemeint.

Ein gutes Trading-System muss erprobte und clevere Regeln für den Ausstieg beinhalten, denn der Exit ist dein Hauptsteuerrad für dein Trading. Mit dem Exit steht und fällt die Gewinnerwartung deines Trading-Systems.

Gute Einstiege in eine Position können durch einen schlechten Exit regelrecht zerstört werden. Aber auch in die andere Richtung entfalltet der Exit seine Wirkung und du kannst als Trader aus einem unvorteilhaften Markteinstieg noch ein akzeptables Ergebnis herausholen.

Der Grundpfeiler Nr.3 deines Trading-Systems

Die dritte Komponente eines Trading-Systems, wird durch die Festlegung der Kriterien für deinen Markteinstieg gebildet.

Diese Komponente deines Trading Systems, ist in der Summe die unwichtigste. Dennoch darf sie nicht außer Acht gelassen werden. Denn wenn du als Trader immer total dämlich einsteigst – ja das ist möglich, grade als Daytrader – machst du dir dein Traderleben extra schwer.

Nachdem du jetzt die drei Grundpfeiler eines jeden Trading-Systems kennst, komme ich nun zum nächsten wichtigen Punkt, über den du Bescheid wissen musst, wenn es um die Auswahl deines spezifischen Trading-Systems geht.

Es handelt sich um die zwei Hauptkennzahlen, mit deren Hilfe du die Qualität eines Trading Systems beurteilen kannst, ohne dafür die konkreten Handelsregeln des jeweiligen Tradingansatzes kennen zu müssen.

Denn es ist so: Regeln können noch so toll klingen und ausgefeilt sein. An der Börse und beim Trading geht es am Ende des Tages nur um die nackten Zahlen. Macht dein Trading System Gewinne oder nicht? Und wenn es Gewinne macht, tut es das, ohne dafür zuviel riskieren zu müssen?

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Die Trefferquote? Eine wertlose Zahlenhülse

Um die Wichtigkeit der beiden Zahlen darzustellen, muss ich erst die vermeintliche Wichtigkeit einer anderen, sehr populären Kennzahl eines Trading-Systems, degradieren. Auch, weil sie von System-Verkäufern und Signaldiensten gerne in den Vordergrund gestellt wird, um besser zu verkaufen. Die meisten Anfänger lassen sich nämlich von dieser vermeintlichen Superzahl beeindrucken.

Die Rede ist hier von der Trefferquote.

Um Anfänger zu beeidnrucken, drehen Trading-Dienstleister nicht selten beim Backtest solange an einem Rädchen herum, bis der gewünschte Wert herausspringt, oder sie veröffentlichen die Trefferquote eines begrenzten Zeitraumes, in dem ihr System sehr gut lief.

Bei der ganzen Geschichte gibt es aber noch einen Haken: Die Trefferquote in ihrer allgemeingültigen Definition, kann dir als Trader gar keine seriöse Auskunft darüber geben, ob ein bestimmter Markteinstieg überhaupt einen echten Richtungsvorteil besitzt.

Wie du die Qualität deines Trading-Systems anhand von zwei Kennzahlen beurteilen kannst

Konzentriere dich daher bei der Beurteilung der Qualität deines Trading-Systems auf die sogenannte Win to Loss Ratio und mit Abstrichen auf den Profit Factor.

Die erste Kennzahl stellt das Verhältnis von tatsächlich getradeten Gewinnen und Verlusten dar. Und zwar im Durchschnitt. Diese Kennzahl weist bei einem gesunden Trading System einen Wert von größer eins auf. Dadurch weißt du, dein Trading System schafft es, die goldene Trading Regel ‚Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen’ erfolgreich anzuwenden.

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Der Profit Factor erzählt die Wahrheit über jedes Trading-System

In die Berechnung dieser Zahl fließt zusätzlich zu den durchschnittlichen Gewinnen und Verlusten auch noch die Trefferquote mit ein.

Wie du jetzt weißt, ist die Trefferquote nicht optimal in ihrer Aussagekraft. Diese Diskrepanz überträgt sich logischerweise  auch auf den Profit Factor. Es ist also durchaus auch beim Profit Factor etwas Skepsis angebracht. Außerdem erhält diese Zahl erst mit zunehmender Anzahl getätigter Trades seine Bedeutung.

Dennoch kannst du dich an ihr soweit orientieren, dass du erkennst, ob dein Trading-System unter den aktuellen Bedingungen langfristig gewinnen wird. Schummeln unmöglich!

Jeder Wert größer als eins sagt dir, dein Trading System ist profitabel.

Der Profit Factor gibt dir Auskunft darüber, wieviel Geld du mit deinem Trading System für einen investierten, bzw verlorenen Dollar zurückgewinnst.

Die Trefferquote kannst du allerdings nicht ganz vernachlässigen. Wenn du einen soliden Exit (inklusive ISL) in dein Trading System implementiert hast und die Trefferquote sehr niedrig sein sollte, ist eine Überprüfung deiner Einstiegskriterien durchaus sinnvoll.

Was eine sehr niedrige Trefferquote ist, hängt durchaus von deinem Tradingansatz ab. 30% können ordentlich sein, oder schon richtig schwach.

Hier die Formeln zu Berechnung von Win to Loss Ratio und Profit Factor:

Win to Loss Ratio =[ Summe aller Gewinne/ Anzahl Gewinne] / [Summe aller Verluste/Anzahl Verluste]

 

Profit Factor = Durchschnittlicher Gewinn x Prozentanteil Gewinner / Durchschnittlichen Verlust x Prozentanteil Verlierer

Da du jetzt die Hauptkennzahlen und deren Qualität für die Bewertung deines Trading-Systems kennst, und deinen Tradingansatz nun objektiv beurteilen kannst, gilt es im nächsten Schritt zu klären, ob du ein mechanisches Trading-System handeln willst, oder ein diskretionäres.

Mechanisches Trading-System versus diskretionäres Trading

Was bedeuten überhaupt diese beiden Begriffe?

Unter einem mechanischen Trading-System versteht man einen Ansatz, oder Trading- Strategie, deren Regeln gänzlich oder zu einem großen Teil in Programmcode gepackt werden können. Dadurch kann ein Computer dein Trading-System mechanisch, also immer gleich und automatisiert, umsetzen.

Der Begriff diskretionäres Trading steht für das Gegenteil. Als diskretionärer Trader führst du alle Handgriffe selber aus, und bist alleine dafür verantwortlich die Tradingregeln deines Trading Systems einzuhalten.

Bevor du dich für eine Variante entscheidest, solltest du dir die wichtigsten Vor-und Nachteile beider Arten von Trading-Systemen vor Augen führen.

Hier die wichtigsten Vorteile eines diskretionären Tradingansatzes:

  • Maximale Flexibilität beim Trading.
  • Höherer Erwartungswert.

Nachteile:

  • Mehr Zeitaufwand.
  • Bessere mentale Fähigkeiten seitens des Traders erforderlich.

Und jetzt die Vorteile eines mechanischen Trading-Systems:

  • Du verdienst auch dann Geld, wenn du nicht selbst am Markt bist.
  • Die psychologische Komponente beim Handel tritt in den Hintergrund (aber verschwindet nicht!)

Nachteile:

  • Wenig Flexibilität beim Trading.
  • Niedriger Erwartungswert.
  • Programmierkenntnisse und abstraktes-, systematisch-, analytisches Denken erforderlich.
  • Mehr Risikokapital nötig.

Deine Ziele und Fähigkeiten bestimmen die Auswahl des Ansatzes

Du musst dich als erstes fragen: Was stellt Trading für dich dar?

Willst du den Markt spüren und Vollblutrader sein? Dann kann für dich nur diskretionäres Trading die Antwort sein. Denn du bist den ganzen Tag direkt am Markt und aktiv bei der Umsetzung deiner Handelstrategie beteiligt. Du musst dich jeden Tag neu in den Markt reinlesen und kannst aus einem schier endlosen Repertoire an Möglichkeiten schöpfen.

Legst du darauf keinen Wert, ist ein mechanisches System-Trading eine echte Alternative für dich. Egal, ob du programmieren kannst oder nicht. Dazu gleich mehr.

Unter Experten ist es Konsens, dass ein mechanisches Trading-System niemals den Profit Factor eines guten diskretionären Traders erreichen kann.

Die Frage lautet: Ist das so schlimm?

Ein profitbaler, diskretionärer Trader zu werden und auch zu bleiben, ist nicht einfach.Unterschätze das nicht!

Du bist beim diskretionären Trading dem unsicheren Börsenumfeld täglich ausgesetzt. Du brauchst schon einen echten mentalen Vorteil gegenüber anderen Tradern, um hierbei langfristig zu bestehen, und so deinen theoretisch besseren Profit Factor auch tatsächlich praktisch auszureizen.

Traust du dir das nicht zu, ist es für dich besser, das Trading mechanisch anzugehen.

Unter dem Strich ist dann die Chance für dich größer, am Jahresende mit einer besseren Rendite dazustehen, als wenn du diskretionär traden würdest. Da du beim automatisierten System-Trading, deine Regeln konsequent anwenden wirst. Doch hüte dich davor, ständig dein System zu 'overrulen', sonst machst du dir diesen Vorteil zunichte.

Ein Trading-System erzeugt ein teil-passives Einkommen

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl deines Tradingansatzes sind deine übergeordneten Ziele.

Das Programmieren und die weitere Pflege deines mechanischen Trading Systems, kannst du outsourcen. Ein diskretionärer Trader musst du selber sein. Bist du gesundheitlich nicht auf der Höhe, oder hast emotionale Probleme zu bewältigen, kannst du als diskretionärer Trader somit auch kein Geld machen.

Bedeutet Trading für dich nur ein Standbein von mehreren, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen, drängt sich ein mechanischer Ansatz auf. Du wirst im Alltag wesentlich mehr Freiraum für andere Tätigkeiten haben, wenn du mechanisch handelst.

Natürlich kannst du auch diskretionär traden, wenn du zeitgleich mehrere Projekte beackerst. Doch Vorsicht! Dein Trading wird dann immer mehr zum Glücksspiel, weil es zunehmend schwieriger für dich sein wird, gerade dann Zeit für den Markt freizuschaufeln, wenn du eine gute Tradingchance vor dir hast.

Oftmals kann es auch eine Herausforderung sein, wenn du dich zwischen anderen Aufgaben schnell in den Markt reindenken musst. Als diskretionärer Trader stehst du immer wieder auf’s Neue vor dieser Herausforderung.

Idealerweise bist du in der Lage dazu, einen ganzen Tag oder Vormittag komplett dem Trading zu widmen. Dann kannst du auch diskretionäres Trading als eines von mehreren Standbeinen betreiben.

Ein mechanisches Trading-System zu traden, erfordert eine besondere Herangehensweise

Als diskretionärer Trader kannst du dich auf wenige oder sogar nur einen Markt spezialisieren und dadurch deinen Profit Factor weiter erhöhen, denn du wirst mit der Zeit ein echter Experte für deine Märkte und hast einen beachtlichen Erfahrungsvorteil gegenüber deiner Konkurrenz.

Die Rendite kommt hier also durch Spezialisierung zustande.

Wenn du mit einem mechanischen Trading-System nennenswerte Gewinne machen möchtest, kannst du nicht so vorgehen.

Ein programmierter Computer ist nicht dazu fähig, sich ständig zu verbessern und den Markt vollumfänglich wahrzunehmen, denn es ist einfach zu schwierig, komplexe Strategien in Programmcode zu packen.

Dem muss bei der Planung einer mechanisch umgesetzten Trading-Strategie Rechnung getragen werden.

Die Devise lautet: Diversifikation und Masse

Dein verhältnismäßig simpler mechanischer Tradingansatz, wird eine relativ bescheidene Rendite erwirtschaften. Und um das halbwegs auszugleichen, ist es notwendig, ihn in möglichst vielen, möglichst unkorrelierten Märkten zur Anwendung zu bringen.

Beim mechanischen Trading, kommt die Rendite somit mehr durch Quantität als Qualität zustande.

Da mehr Transaktionen auch höhere Kosten bedeuten, wirkt das wiederum bremsend auf dein Jahresergebnis ein. Gerade als Retailkunde musst du diesen Kostenfaktor genau im Auge behalten, ansonsten frisst er deine Rendite auf.

Genau dieser Kostenfaktor, aber auch der erhöhte Kapitalbedarf durch ein aktiv getradetes Systemportfolio über viele Märkte, erschweren mechanisches System-Trading für dich als Retailkunde.

Ein mechanisches Trading System ist keine Gelddruck-Maschine

Verabschiede dich im Hinblick auf ein mechanisches Trading-System von dem Gedanken an eine Gelddruckmaschine, die du einmal programmierst und dann in deinen Keller stellst und vergisst.

Ein mechnisches System bedarf ebenfalls ständiger Überwachung und kleinerer Anpassungen, damit es weiterhin profitabel ist. Wenn du dich nur auf einen, einmal fixierten mechanischen Ansatz, womöglich noch in nur einem Markt verlässt, wirst du Schiffbruch erleiden.

Wäre es so einfach, gäbe es keine Holzfäller,Maurer und Putzfrauen mehr. Dafür nur noch Börsenmillionäre. Der Markt wäre dann irgendwann leergesaugt und würde zusammenbrechen.

Nebenbei bemerkt, kannst du einen unerwarteten Pluspunkt verbuchen, wenn du diskretionär tradest: dein Trading System oder Ansatz fliegt nicht so leicht auf und die Tarnung ist besser. Wenn du sehr flexibel agierst und nicht immer alle Trades automatisch mit Limit-Order absicherst, ist es sehr schwer - selbst für deinen eigenen Broker - hinter deine Strategie zu kommen.

Vergess aber nicht dein Risiko dennoch zu begrenzen. Ein Worst Case Stop Loss muss trotzdem unbedingt immer irgendwo im Markt liegen.

Ein mechanisches Trading-System muss backtestbar sein

Ein mechanisches Trading-System kann und sollte natürlich backgestet werden. Denn wenn du dein mechanischen Ansatz nicht backtesten kannst, ist er auch nicht programmierbar.

Ein großes Thema hierzu ist die Gefahr der Überoptimierung. Mit Überoptimierung ist eine übertriebene Anpassung des Trading-System an Daten (Kursverläufe) der Vergangenheit gemeint.

Du erzeugst damit zwar ein tolles Ergebnis deines mechanischen Trading-Systems, allerdings sinkt gleichzeitig die sogenannte Robustheit deines Ansatzes im zukünftigen Livehandel an der Börse. Sprich: schon kleine Unterschiede im zukünftigen Kursverlauf, bzw Marktverhalten gegenüber des vergangenen Testzeitraums, können dein mechanisches Trading-System unprofitabel werden lassen.

Mein Rat an dich: Wenn du keine außerordentlichen Kenntnisse beim Programmieren von Trading-Systemen hast, übergebe die Arbeit der Programmierung und des Backtesting an einen Experten.

Du gewinnst dadurch Zeit und kannst dich um produktivere Sachen kümmern. Außerdem erhöhst du so die Chance, vom Start weg Gewinne einzufahren.

Zum Thema Backtesting musst du auch wissen: Ein diskretionärer, variabler Tradingansatz kann niemals backgetestet werden.

Du musst als diskretionärer Trader darauf setzen, dass dein Tradingansatz von Natur aus gesund ist und zumindest kein Geld verlieren wird. Dann kannst du ihn nach und nach weiter verbessern, wenn deine Erfahrungswerte steigen.

Diese Tatsache stellt viele Trader vor eine große Herausforderung.

Der Grund: Viele Trader versuchen sich durch Backtesting eine Sicherheit zu verschaffen und damit die Gewissheit zu erlangen, dass ihr System auch tatsächlich funktioniert.

Deshalb kann die nicht Backtestbarkeit, als ein zusätzlicher Nachteil eines diskretionären Tradingansatzes angesehen werden.

Für einen diskretionären Trader ist es somit enorm wichtig, nicht zu früh mit echtem Geld zu traden. Wenn du über eine Simulationsplattform tradest und nach hundert Trades, unter dem Strich kein Gewinn einfahren konntest, brauchst du erst gar nicht mit Echtgeld an den Start gehen.

Schlussglocke

Du kannst dich als Trader den Finanzmärkten auf zweierlei Art nähern: mechanisch oder diskretionär. Beide Arten von Trading-Systemen haben vor und Nachteile.

Ein echter Vollbluttrader muss immer wieder selber am Markt aktiv sein, sonst ist es für ihn kein echtes Trading. Bist du hingegen technisch versiert, hantierst gerne mit Zahlen und programmierst gerne, ist ein mechanisches Trading-System wahrscheinlich dein Favorit.

Mit beiden Ansätzen ist es ähnlich schwierig, langfristig erfolgreich zu traden. Aus diesem Grund kannst du dich bei deiner Entscheidung für ein Trading-System auch maßgeblich an rein praktischen Gesichtspunkten orientieren.

Wieviel Zeit willst und kannst du für das Trading investieren? Siehst du Trading aus dem Blickwinkel eines Unternehmers oder als Passion? Welche Ressourcen stehen dir zur Verfügung und was für einer Trading-Strategie vertraust du am meisten? Ist sie überhaupt programmierbar?

Diese Fragen musst du dir stellen, um letztlich eine Entscheidung treffen zu können.

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