Fibonacci Retracements richtig nutzen (Praxisanleitung)

Einfach, lukrativ, universal: Das Fibonacci-Retracement

Fibonacci Retracements sind eine Einstiegstaktik mit einem dicken Vorteil für Trader und sie sind echte Universaltalente.

In diesem Artikel erfährst du, wie du die Fibolevels in der Praxis clever ausnutzt und weshalb ich die Fibonacci-Extensions für Zielprognosen nicht benutze.

Retracements eignen sich grundsätzlich für alle Märkte: vom Bitcoin-Trading über Aktien bis hin zu Futures. Es ist eine sehr vielseitige Einstiegstaktik – doch Fibonacci Retracements sind kein Trading-System!

Dieser Unterschied muss dir klar sein!

Sonst tradest du, als ob du in einem Lambo ohne Lenkrad, Gas und Bremse fahren würdest.

3,2,1 und ab geht die Luzi..

Was Fibonacci-Trading generell bedeutet

Zum Start etwas Hintergrund.

In aller Regel wird mit dem Begriff Fibotrading das Traden nach vorbestimmten Korrekturniveaus und Kurszielen verstanden. Diese werden allesamt mathematisch aus der Fibonacci Zahlenreihe generiert. Hier findest du eine ausführlichere Herleitung dazu.

Während einige Trader glauben, es handelt sich bei den Fibonacci Retreacements und Extensions um ein Trading-System, denken wieder andere, es ist eine Art Naturgesetz, nachdem sich die Kurse an der Börse ausrichten. Im schlimmsten Fall glauben sie, beides stimmt.

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Das Mißverständnis mit dem Trading-System wird durch Broker und Signalanbieter geschürt, die teilweise einfache Charttools als System vermarkten.

Ein Trading-System versteckt sich hinter dem Begriff Fibonacci-Trading definitiv nicht. Es geht nur um konkrete Ein- und Austiegszonen im Preischart. Immerhin…

Eine Frage drängt sich auf:

Wie zum Teufel kommt jemand auf die Idee zu glauben, zwischen einer mathematischen Zahlenreihe und dem Verhalten von Börsenkursen besteht ein Zusammenhang?

Selbst erfüllende Prophezeihung & Augenmaß

Auch wenn ich den oben angeführten Zusammenhang zwischen Mathematik und Börse für sehr weit hergeholt halte, so gebe ich zu: Auch ich benutze oftmals ein Fibonacci Retracement für den Einstieg in einen Trade.

Warum das?

Weil heutzutage viele andere Marktteilnehmer auf diese Zahlen achten.

Fibonacci Retracements sind sehr eindeutige Preismarken und bieten dem Trader wenig Interpretationsspielraum. Im Gegensatz zu so manch anderen Tradingtools.

Dadurch kommt es im Bereich dieser Levels – wenigstens sehr kurzfristig – tatsächlich verstärkt zu einer Preisreaktion. Ob sie sich zu deinen Gunsten auswächst weist du dennoch nicht. In Verbindung mit dem entsprechenden Trademanagement, ist es jedoch möglich, mit etwas weniger Risiko in einen Trade zu kommen.

Allerdings behaupte ich auch:

Das Fibonacci Retracement an sich, liefert dir keinen handfesten Richtungsvorteil. Es ist nur ein Mittel zum Zweck, für clevere Trendeinstiege und es könnte jeden anderen Namen tragen.

Die menschliche Veranlagung Dinge ins Verhältnis zu setzen, ist viel offensichtlicher als die Verknüpfung von Mathematik und Börse. Und sie trägt zwangsläufig zu der Attraktivität von Fibonacci Retracements bei.

Ins Verhältnis setzen = Preise vergleichen

Ich denke fast jeder kennt die folgende Situation:

Schauen wir uns einen Preischart an, suchen wir erst nach den Extrempunkten und setzen dann den aktuellen Kurs dazu in Bezug.

Steht der aktuelle Kurs um die Hälfte tiefer als das vorhergehende Kursextrem, glauben wir intuitiv: Schnäppchenalarm.

Die populären Fibonacci Retracements (33 bis 62%) decken sich mit unserem natürlichen, optischen Empfinden zu Korrekturverhältnissen im Preischart. Deshalb nutzen viele Trader gerne bewusst oder sogar unbewusst die Fibonacci Levels für den Einstieg.

Die sich selbtserfüllende Prophezeiung wird damit genährt.

Doch ich habe noch einen viel wichtigeren Grund, weshalb ich Fibonacci Retracements für Einstiege verwende 😉

Hauptvorteil der Fibonacci Retracements: Das CRV

Du kannst die Fibonacci-Retracements benutzen, um in einem Trend zu günstigeren Kursen in die Hauptbewegung einzusteigen.

Diese Art des Einstiegs praktizieren auch viele Markttechnik Trader. Sie nennen das einfach den Handel aus der Korrektur heraus.

Somit ist klar: Fibonacci Retracements können Bestandteil verschiedenster Trading Strategien sein.

Wieso gehen Markttechnik Trader gerne über Fibonacci Retracements in den Markt?

Sie wissen: Die Kurse bewegen sich immer in Trend- und Gegentrend-Bewegungen. Aus diesem simplen Zusammenhang muss es immer wieder zu Korrekturen kommen.

Diese Phasen werden dann genutzt, um das Chance Risiko Verhältnis (CRV) für einen Trendtrade zu verbessern.

Wieso verbessert sich dabei das CRV?

Zum einen liegt das an dem geringeren Abstand vom Einstiegpreis zum charttechnisch sinnvollen Stop Loss Punkt – jenseits des letzten Korrekturextrems.

Zum anderen aber auch am größeren Bewegungspotential in die anvisierte Traderichtung. Schließlich wird die Position vor alten Hoch- oder Tiefpunkten einer übergeordneten Bewegung eröffnet.

Dieses vor- kann allerdings auch in ein nach gedeutet werden. Welche Probleme daraus entstehen, erkläre ich dir gleich.

Die Trefferquote nimmt keinen Schaden

Sinkt bei so einem Einstieg nicht die Trefferquote?

Solange du mit einem intakten Haupttrend tradest, kannst du davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit für neue Kurshochs (Aufwärtrend als Beispiel) sich nicht verschlechtert, wenn die Kurse kurzzeitig in die Gegenrichtung laufen.

Wartest du bis das alte Kurshoch gebrochen werden würde, vergrößert sich der Stop Loss und dein Preis für dieses Trendsetup hätte sich erheblich verteuert.

Du spielst also in beiden Fällen die gleiche Kursbewegung mit annähernd gleicher Gewinnwahrscheinlichkeit, nur mit unterschiedlich guten CRV’s.

Fibonacci Retracements: Die Gefahr

Nun komme ich nochmal auf die ‘vor und nach Deutung’ von eben zurück.

Du musst generell wissen:

Der Einstieg über ein Fibonacci Retracement stellt eine Spekulation auf bessere Preise für ein Trend-Trading Setup dar. Die Gefahr ist dabei, dass du nicht in einen Trade kommst, obwohl du eigentlich rein müsstest.

Wie ist das jetzt gemeint?

Was glaubst du, wie dumm du aus der Röhre guckst, wenn du bei einem 62% Fibonacci Retracement auf der Lauer liegst, doch die Kurse drehen leider schon bei 23% erneut in Haupttrendrichtung ein und starten durch, um den Trend perfekt fortzusetzen?

Siehst du! Jetzt solltest du wissen, auf was ich hinaus möchte. Unterschätze diesen Nachteil nicht!

Dadurch können dir schlimmstenfalls dicke Gewinne entgehen und die Gesamtrendite deines Trading Systems leidet, obwohl der Profit Factor eventuell durch Einstiege über Retracements steigt!

Als erfahrener Trader musst du deshalb gelegentlich auch direkte Ausbrüche traden. Da führt kein Weg dran vorbei.

Fibonacci Extensions: Ein fragwürdiges Prognosewerkzeug

Bevor ich dir im zweiten Artikelabschnitt zeige, wie du Fibonacci Retracements praktisch optimal in dein Trading einbaust, werde ich dir an dieser Stelle kurz den Grund erläutern, weshalb ich Kurszielprognosen mit Hilfe der Fibolevels links liegen lasse.

Gerade die gängige Praktik einem Fibonacci Retracement eine bestimmte Extension zuzuordnen, erachte ich als völlig überzogen.

Was ich meine?

Wenn die Korrektur bei – zum Beispiel – 38,2% zu ihrem Ende kam, werden die Kurse wahrscheinlich das 138,2% Extension-Level anlaufen, so die These.

Den 50% und 61,8% Retracements wird hingegen die Fibonacci Extension von 161,8% zugeordnet.

Was bedeutet diese Zuordnung tatsächlich?

Nutzlose Quacksalberei

Es wird hierbei unterstellt:

Je weniger die Kurse korrigieren, desto weniger Kurspotential haben sie in der nächsten Trendbewegung.

Nenne mir bitte einen guten Grund, der diese Annahme nachvollziehbar stützen könnte?

Aus meiner Tradingerfahrung weiss ich: Sehr oft tritt sogar das Gegenteil ein!

Durch sehr starke Kaufdynamik korrigiert der Markt nur wenig, um dann umso heftiger in die ursprüngliche Trendrichtung weiterzulaufen.

Und gerade weil viele nicht damit gerechnet haben, und auf eine stärkere Korrektur für ihren eigenen Markteinstieg hofften, laufen ihnen dann die Kurse weg.

Nicht wenige Trader müssen – andere meinen es nur zu müssen – jetzt auf den rollenden Zug springen. Dieses Verhalten treibt die Kurse ohne nennenswerte Rücksetzer weit über das alte Hoch oder Tief des aktuellen Trends hinaus.

Die angeblichen Vorteile von Fiboextensions sind für mich einfach nicht gut hergeleitet und ich lasse die Finger davon.

Jetzt geht’s in die harte Fibo-Praxis.

Kleine Zeitrahmen = Easy going

Tradest du Fibonacci Retracements in einem kleinen Zeitrahmen, oder die letzte Bewegung in Trendrichtung viel nicht sehr groß aus, ist alles easy.

Alle Fibonacci Retracements liegen in dieser Ausgangssituation sehr eng zusammen.

Es ist möglich an jedem Fibonacci Retracement long (ich bleibe beim Aufwärtstrend Szenario) einzusteigen. Du kannst den Initial Stop – selbst im ‚teuersten’ Fall (Einstieg bei 38,2% bzw. 23%) – ohne Probleme unter das letzte Reaktionstief aus dem Aufwärtstrend legen.

Egal wo du in der Korrektur einsteigst: Letztendlich liegt der Punkt immer mehr oder weniger auf irgendeinem Fibonacci-Retracement.

Du hast wenig Möglichkeiten eine falsche Entscheidung zu treffen und musst keine wirklichen Kompromisse eingehen.

Das Einzige, was du entscheiden musst, ist:

Wie sicher willst du bei einer weiteren Trendbewegung dabei sein? Umso mehr Kurskorrektur du abwartest, desto größer die Gefahr, eine gute Folgebewegung zu verpassen.

Universaltalente Fibonacci Retracements - so setzt du sie richtig ein
Keine Probleme mit dem Fibonacci Retracement, wenn die Level eng zusammen liegen

Bild:

Kleine Abstände, k(l)eine Probleme

Liegen die Fibonacci Retrcements nicht sehr weit auseinander, kann jedes Level direkt getradet werden. Selbst wenn du sehr aggressiv bei 23% einsteigst, wird der charttechnisch sinnvolle ISL (rote Linie) nicht zu groß. Dies ist für dich als Trader die einfachste Situation. Es macht kaum einen Unterschied aus, wo der Einstieg erfolgt. Das CRV bleibt ähnlich und du kannst praktisch immer kaufen, sobald die Kurse etwas zurückgesetzt haben.

Mittlere Abstände = Größte Herausforderung

Richtig knifflig wird der Einstieg, wenn die Fibonacci Retracements weiter auseinanderliegen.

Dies ist vor allem bei größeren Zeitrahmen und starken Kursbewegungen der Fall.

Ich habe schon den Ratschlag gehört, einfach alle Retracements für einen Einstieg zu benutzen und den ISL jeweils am nächsten wichtigen Fibonacci Korrekturlevel zu platzieren.

Die Nachteile dieser Taktik sind offensichtlich:

  • Dein Initial Stop Loss wird dann im Rauschen des Marktes liegen.
  • Die direkten Tradingkosten steigen durch mehr Transaktionen.
  • Dein Trading wird unruhiger werden, da du mehr Aufwand beim Trademanagement betreiben musst und..
  • ..die mentale Belastung nimmt zu, weil du mehr Entscheidungen zu treffen hast und in einigen Fällen direkt nach einem Verlust erneut eine Position eröffnen müsstest.

Abgesehen davon ist es fragwürdig, einen Exit und Entry hintereinander – auf fast exakten Kursniveaus – durchzuführen.

Einen Vorteil hat diese Taktik allerdings: Du bist mit einer recht großen Wahrscheinlichkeit in einer neuen Trendbewegung dabei.

Ich mache es anders und picke mir ein bestimmtes Finonacci Retracement heraus.

Ein Fibonacci Retracement muss nicht exakt getroffen werden

Es ist schwierig, die exakte Ausdehnung einer Korrektur richtig zu antizipieren.

Aus diesem Grund warte ich nicht ab, bis die Kurse ein Fibonacci Retracement-Level exakt treffen. Früher habe ich das getan. Mit der Konsequenz: Viele gute Bewegungen fanden ohne mich statt.

Nicht selten verfehlte ich den Entry nur um wenige Ticks.

So eine Situation ist verflucht ärgerlich und fordert all deine Disziplin heraus.

Aus genau diesem Grund arbeite ich in Zeitrahmen unterhalb des Tagesccharts – bis auf wenige Ausnahmen – auch ohne zusätzlichen Trigger für den Einstieg.

Knallhart gegen den kurzfristigen Trend

Ich kaufe in einem Aufwärtsrend demnach direkt in die Retracement Bewegung rein, sobald die für mich wichtigen Fibonacci Retracements in etwa erreicht werden konnten.

Denn aufgepaßt:

Wartest du ab, bis sich die Kurse in irgendeiner Form zu drehen beginnen, tradest du in den allermeisten Fällen ein schlechteres Chance Risiko Verhältnis. Gleichzeitig verbessern sich   dummerweise die Gewinnchancen für den Trade nicht ausreichend, um diesen Nachteil auszugleichen.

Solltest du für dich einen Trigger gefunden haben, der deine Gewinnwahrscheinlichkeit stark erhöht, kannst du ihn natürlich nutzen.

Ich konnte hingegen nur die Anzahl der 1R Verluste mit einem Trigger (zB Kerzenformation) leicht verringern.

Doch da gibt es noch etwas!

Manchmal bekommst du einfach deinen Trigger nicht!

Im schlechtesten Fall schaust du dann auch hier einer toll antizipierten Trendbewegung hinterher.

Situationen bei denen du unnötigerweise nicht dabei bist, sind nicht selten die teuersten beim Trading und müssen unter allen Umständen vermieden werden.

Das 50% Fibonacci Retracement: Die Richtschnur

Liegen die für mich wichtigen Fibonacci Retracement-Zonen relativ eng zusammen, visiere ich meistens einen Einstieg im Bereich von 50% an.

Hat der Markt viel Dampf, vorher wichtige Preislevel durchbrochen und die letzte Korrektur viel stark aus, spekuliere ich eher auf ein Retracement zwischen 23 und 38,2%.

In diesem Szenario setze ich den ISL dann meistens hinter das 62,8% Fibolevel und nicht hinter ein realtives Kursextrem aus dem natürlichen Trendverlauf.

Hin und wieder musst du als Trader Kompromisse eingehen und den Stop Loss absichtlich kleiner machen, als es chartechnisch sinnvoll wäre. Generell versuche ich das jedoch zu vermeiden.

Gerade als Anfänger mit wenig Markterfahrung, machst du nichts falsch, wenn du auf einen Einstieg im Bereich von 50% abzielst.

Alternative Stoplogik

Du kannst im oben erwähnten Szenario stattdessen aber auch einen volatilitätsbasierten ISL einsetzen!

Hierfür bietet sich die Average True Range an.

Bei der genauen Größe eines solchen Stops scheiden sich die Geister. Ich würde einen Wert zwischen dem zwei bis Vierfachen der Standard ATR wählen.

Mit steigender Markterfahrung bekommst du ein besseres Gefühl für die Ausdehnung einer Trendbewegung.

Dann kannst du bei der Stopsetzung etwas mehr experimentieren und nach Bedarf weniger oder mehr Raum zur Entwicklung des Trades lassen.

In einigen Situationen bietet es sich an, den ISL enger an den aktuellen Kurs zu legen. Dafür sind Barextrema eine gute Marke.

Du solltest das in Erwägung ziehen, wenn der Trend weit fortgeschritten ist. Steigst du frühzeitig ein, gebe ihm tendenziell mehr Luft zum Atmen.

Traden von starken Impulsbewegungen über ein Fibonacci Retracement
Die ungünstigste Situation beim Traden von Fibonacci-Retracements. Gerade dann,  wenn dein Tradingkonto relativ klein ist.

Bild:

Mittelgroße Abstände, große Probleme

Die Handhabung von  Fibonacci Retracements wird mit steigenden Abständen zwischen den einzelnen Levels schwieriger. Nicht selten kann nur das 62,8% Niveau direkt gehandelt werden. Als Trader musst du jetzt entscheiden, welches Level du traden möchtest. Mit einem großen Konto (oder niedrigem Hebel) hast du klare Vorteile. In diesem Fall passt du einfach deine Lotgröße an und stopst chartechnisch sauber (rote Linie). Mit kleinerem Konto musst du Kompromisse machen und möglicherweise eine andere Stoplogik verwenden.

Große Abstände = Eigenständige Setups

Auf hohen Zeitrahmen befinden sich die Fibonacci Retracements – in Ticks – zwangsläufig sehr weit auseinander.

Hier bist du fast dazu gezwungen mit einem ‚Trigger’ – im kleineren Zeitrahmen – einzusteigen.

Wieso?

Weil du dir sonst den ISL gar nicht leisten kannst.

Dieser Umstand ist aber besser, als die Situation im vorhergehenden Szenario.

Wieso das?

Jetzt kannst du jedes Fibonacci Retracement als ein eigenständiges Trading Setup innerhalb eines größeren Trends behandeln und dieses auf einem untergeordneten Timeframe traden.

Dir wird damit die knifflige Entscheidung abgenommen, auf welches Fibonacci Retracement du dich für die Positionseröffnung konzenrieren möchtest.

In hohen Zeitebenen ist es noch wichtiger, nicht auf genaue Preise für den Einstieg aus zu sein.

Lege dir einen Preiskorridor um das tatsächliche Fibonacci Retracement fest. In diesem suchst du dann nach einem Einstieg in die übergeordnete Trendrichtung.

Fibonacci Retracements im Daily Chart handeln (als Futuresrader)

Die meisten Trader haben nicht das Konto, einen charttechnisch sinnvollen Stop Loss in einer sehr großen Zeitebene zu setzen.

Daher bietet es sich an, einen untergeordneten Zeitrahmen als Trigger für den Entry aber auch für das Trademanagement zu nutzen.

Da sich auch ein großer Trend immer erst im Kleinen aufbauen muss, kannst du warten bis der Trend auf einem niedrigen Zeitrahmen gebrochen wird.

Sobald dann ein neuer Trend in die übergeordnete Richtung zu starten versucht, eröffnest du deine Position.

 

Jedes Fibonacci Retracement auf dem Daily Chart wird zu einem eigenen, spielbaren Trading Setup

Bild: 

Fibonacci Retracements auf dem Dailychart

Weite Abstände zwischen den Fibonacci Retracements findest du meistens in großen Zeitrahmen. Du brauchst dir in diesem Fall keine Gedanken über die Levelauswahl und Stoplogik zu machen. Warum? Du handelst einfach jedes Level als eigenes trendkonformes Setup. Dein Einstiegstrigger kann ein Trendbruch im untergeordneten Zeitrahmen sein. In diesem solltest du auch deinen ISL setzen (rechter Chartverlauf). Eine Sache musst du jedoch wissen: Ab wann das übergeordnete Hauptsetup (also das Fibonacci-Retracement) hinfällig wird.

Impulsbewegungen und Retracements

Die Fibonacci Retracements verwende ich auch, um von starken Impulsbewegungen zu profitieren. Diese treten oftmals nach News auf.

In diesem Umfeld ist es mir meistens völlig egal, wo der aktuelle Trend verläuft. Ich warte einfach die erste Gegenreaktion der Kurse ab und lege mich mit einer Limit Order in den Markt.

Dem Charakter eines starken Impulses folgend, bietet sich hierbei ein eher aggressiver Einstieg an (23% bis 32% Rücksetzer). Solche Trades sollten sehr schnell ins Plus laufen. Daher verwende ich bei diesen Setups einen engeren ISL als üblich und reduziere schnell mein Risiko.

Schlussglocke

Fibonacci Retraments eignen sich sehr gut um in Trends günstig einzusteigen. In allen Fällen erhöhst du dein CRV – gegenüber einem Breakout Einstieg am letzten Kursextrem – deutlich. Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung tauchen auf, wenn die Fibonacci Retracements weiter auseinander liegen. Die sinnvollste Möglichkeit ist es dann, sich auf ein Level zu konzentrieren und sich dafür nicht tickgenau vom Markt einstoppen zu lassen. Tradest du ein relativ kleines Konto, ist es in hohen Zeitrahmen angebracht, jedes wichtige Fibonacci Retracement als eigenständiges Setup im kleineren Zeitrahmen prozyklisch zu traden.

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