Tradingtagebuch – Ein lästiges und nutzloses Vehikel?

Überall ist zu lesen, wie wichtig ein Tradingtagebuch wäre und das jeder Trader unbedingt so ein ominöses Trading-Journal anlegen soll. Ich hinterfrage gerne scheinbar allgemeingültige Dinge. In diesem Post mache ich das mit dem Tradingtagebuch. Meine Sichtweise dazu erfährst du jetzt..

Was ist ein Tradingtagebuch eigentlich?

Der gemeine Trader versteht unter diesem Begriff eine Art Dokumentation seiner Tradingaktivität. Dabei wird meistens empfohlen, technische Details festzuhalten, wie etwa Einstieg- und Ausstiegskurs, Zeitpunkt, long oder short Trade usw. Ebenso mentale Aspekte können im Tradingtagebuch notiert werden.

Der Sinn eines Tradingtagbuchs

Mit diesen Aufzeichnungen soll es dir leichter fallen dein Trading zu verbessern und zwar kontinuierlich. Das alles macht Sinn, denn es ist erwiesen: Performer brauchen Feedback und zwar regelmässig und möglichst direkt. Als privater Trader hast du nun das Problem, dass dir im Alltag kein Coach über die Schulter schaut und das für dich erledigt. Genau das ist der Grund, weshalb ein Tradingtagebuch nützlich sein kann.

Die Auswertung deines Tradingtagebuchs solltest du niemals während deines Tradingalltags vornehmen. Plane dafür Extrazeit ein. Entweder am Tagesende, besser noch am Wochenende. Den Grund dafür erfährst du im nächsten Abschnitt.

Der Haken des Tradingtagebuchs

Soweit so gut. Doch jetzt geht es in die Praxis.

Selbst als erfahrener Trader verspürst du so gut wie keine Motivation, so ein Tradingtagebuch fortlaufend und akribisch zu führen.

Wenn es gut läuft noch am ehesten. Machst du aber Fehler und verlierst dadurch auch noch Geld, verschwindet dieser letzte Rest Motivation in Millisekunden. Es kostet enormen Aufwand, dich noch zum ausführlichen Beleuchten und Dokumentieren deiner Trades durchzuringen.

Der zweite Punkt ist: Je kurfristiger du tradest, desto kontraproduktiver wird das Ganze.

Einige Coaches schlagen vor, sofort nach jedem Trade die Aufzeichnungen zu machen oder sogar noch davor. Damit ist der Eindruck der Situation noch frisch und du bist in der Lage, dich besser an deine Gedankengänge zu einem Trade erinnern zu können. Was natürlich richtig ist. Zum Glück dokumentiert heutzutage eine gute Tradingsoftware wenigstens die technischen Details automatisch. Den Rest musst du weiterhin selbst erledigen.

Tradest du intraday – mit einer recht hohen Frequenz – ist das kaum machbar, ohne das dein Trading darunter leidet. Du verlierst das Gefühl für den Markt und zerstreust deinen Fokus. Dadurch wirst du unsicher und triffst schlechtere Entscheidungen.

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Das Tradingtagebuch ist ein Mythos

Gerade im Bereich des privaten Daytradings ist ein dauerhaft und ausführlich geführtes Tradingtagebuch meiner Erfahrung nach ein Mythos. Nur die allerwenigsten Trader bringen diese Disziplin auf.

Die eigentliche Frage muss sein: Ist das Tradingtagebuch für den privaten Ottonormalo-Trader überhaupt den Aufwand wert?

Vor allem vor dem Hintergrund, dass es für jeden Menschen sehr schwierig ist sich selbst objektiv zu bewerten. Viele schaffen es nicht, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, oder die Notizen richtig zu verwenden, auszuwerten und Lehren daraus zu ziehen.

Genau das ist der Grund, warum ich mit dieser lapidaren Empfehlung von Coaches an Anfängertrader, unbedingt ein ausführliches Tradingtagebuch zu führen, ein Problem habe. Auf einen Anfänger kann das sogar demotivierende Wirkung entfallten, weil es zäh ist, keinen Spaß macht und der Nutzen oft nicht direkt sichtbar wird.

Tradingtagebuch, ja oder nein?

Jetzt wird interessant und ich kann hierbei nur von mir aus gehen. Ich spreche an dieser Stelle ein JA..aber für das Tradingtagebuch aus.

Es muss sehr individuell an deinen Charakter und deine Situation im Trading angepaßt sein. Sprich: Ein Tradingtagebuch muss auf deine aktuellen Ziele abgestimmt sein.

Einfach immer möglichst alles detailliert festzuhalten ist nicht nötig.

Im Grundsatz darf es für mich nur das Allerwichtigste beinhalten und das sehr einfach und praktisch aufbereitet. Du solltest so wenig Aufwand damit haben, wie irgend möglich. Sowohl beim Führen, wie auch beim Auswerten.

Absolut Pflicht für jeden Trader ist in meinen Augen eine Sache: Die technischen Daten deiner Trades abzuspeichern und zwar in einer Form, dass du daraus jederzeit die wichtigsten Kennzahlen deines Tradingsystems herausfiltern kannst. Wie erwähnt speichern einige Tradingplattformen diese Daten sofort in einem Journal und nehmen dir damit schon die Hauptarbeit ab.

Du musst auf einen Blick sehen können, wie sich diese Systemkennzahlen über einen gewissen Zeitraum entwickelt und verändert haben. In einer aufbereiteten Statistik deiner täglichen Trades siehst du mitunter deutlich besser wie du dein Geld machst und wo Probleme liegen könnten.

Ich habe zu Anfang meiner Laufbahn als Trader nicht mal das gemacht.

Irgendwann konnte ich mich durchringen und schrieb mir ein einfaches und übersichtliches Excelsheet, um meine Tradedaten nach meinen Bedürfnissen auswerten zu können. Schon beim ersten Blick darauf viel mir so einiges auf, was ich vorher überhaupt nicht wahrgenommen hatte.

Zum Beispiel erkannte ich schnell, dass ich insgesamt eine Tendenz zum Shorten hatte. Leider in jeder Marktphase. Ich führte das auf schlechte Erfahrungen mit Longtrades ganz am Anfang meines Livehandels zurück. Im weiteren Verlauf konnte ich diesen Shortbias abschwächen und deutlich mehr gute Longtrades durchführen, da ich jetzt über diese Tendenz bescheid wusste. Hier siehst du den Nutzen von Aufzeichnungen und daraus resultierendem Feedback ‚at its best’.

Je nachdem was du bei deinen Tradedatenreihen festhältst, kannst du aber noch viele andere technische Details aus deinem Tradingalltag herauslesen. Mit diesen Infos ist es möglich, Exitstrategien anzupassen oder ganze Setups auszusortieren, weil sie nicht das hergeben, was du dir von ihnen versprochen hast.

Psychologische Dokumentation im Tradingtagebuch

Für einen sehr aktiven Daytrader halte ich es für nicht zielführend, ständig sämtliche emotionale Stimmungen und Gedankengänge im Tradingtagebuch festzuhalten. Es ist zuviel Aufwand und Ablenkung, egal wie unkompliziert du dein Trading-Journal auch führst.

Desweiteren glaube ich, der psychologische Aspekt spielt für Anfänger noch keine große Rolle. Hier steht die Strategiefindung im Vordergrund und dafür brauchst du vor allem die harten technischen Daten deiner Tradingaktivität.

Eine Vorlage für dein Tradingtagebuch
Ein grundlegendes Tradingtagebuch kann zum Beispiel so aussehen, wie in diesem Beispiel. Es soll dir nur als Inspiration dienen. Passe dein eigenes Trading-Tagebuch genau auf deine aktuellen Bedürfnisse und Ziele an. So bleibt es minimalistisch und relativ einfach in der Handhabung. Wenn du gerne auswertest und analytisch arbeitest, wird es dir zwar nichts ausmachen ein Tagebuch zu führen, aber bedenke: Als Daytrader ist jede Ablenkung eine Gefahr für die Performance. Deshalb immer nur so viele Infos möglichst einfach dokumentieren, wie für deine aktuellen Ziele wirklich notwendig sind. Es macht ohnehin mehr Sinn, Verbesserungen nacheinander anzugehen, nicht auf einmal. Dann siehst du auch genau die Auswirkungen deiner Maßnahmen!

Tradest du mit einer Frequenz von 1 bis 3 Trades pro Tag, fängt es - rein zeitlich – an Sinn zu machen auch auf psychologische Zustände einzugehen. Das Problem der Motivation und objektiven Selbstbeobachtung bleibt aber bestehen. Übrigens genauso wie das Ableiten guter Lösungen, um dich wirklich zu verbessern. Für absolute Anfänger gilt das am meisten.

Genaue mentale Aufzeichnungen sind in meinen Augen daher nur für deutlich fortgeschrittene Trader wichtig, die grundlegend profitabel traden können und nach dem Extrakick Performance suchen.

Ein psychologisches Tradingtagebuch ist nur etwas für fortgeschrittene Trader
So könnte ein Laufzettel für deinen Tradingtag aussehen, der grob deine mentale Verfassung wiedergibt. Die Laufzettel solltest du sammeln und am Ende der Woche zusammen mit den harten 'Faktendaten' des jeweiligen Tages auswerten. Du brauchst weder einen zusätzlichen Laufzettel noch muss er exakt so aussehen. Er kann dich aber auf Ideen bringen. Die Vorlagen findest du direkt hier drunter zum  Download.

 

Zeitlich terminierte Coachingphase statt Tagebuch

Für diese Trader bietet sich jedoch noch etwas Effektiveres an, als einfach ein Tradingtagebuch akribisch und widerwillig zu führen (auch für Anfänger ist das eine zusätzliche Alternative, nur der Schwerpunkt liegt dann auf den technischen Details).

Von Zeit zu Zeit schiebst du eine sogenannte Coachingphase ein. Je nach Frequenz deines Handelsstils kann dafür schon ein Tag ausreichen.

In dieser Zeit arbeitest du mit einer dir vertrauten Person zusammen und musst am Ende des Tages eine Tageszusammenfassung deines Tradings abliefern.

Diese Person fungiert sozusagen als übergeordnete Instanz für dich und rekapituliert mit dir gemeinsam dein Tradingtag. In dieser Coachingphase verpflichtest du dich, auch dieser Person gegenüber, alle mentalen Zustände möglichst direkt nach der Handlung zu protokollieren.

Dafür nutze die umkomplizierteste Methode: nämlich ein Diktiergerät. Sobald du etwas Luft hast und dein Geisteszustand disassoziert ist, bringe deine Gedanken kurz und bündig, in vorher festgelegter Kurzsprache auf Band, beziehungsweise Chip.

Dieser Coach auf Zeit muss nicht mal selbst ein Trader sein, was jedoch von Vorteil ist, weil er dann deine Sprache spricht. Du musst mit ihm vorher genau klären, worauf er achten soll und das er kein Blatt vor den Mund nehmen darf und dich zur Rede stellt.

Diese externe, neutrale Sichtweise, ist einfach das Beste um dich tatsächlich zu verbessern. Du kommst zu zweit oder dritt oftmals auch auf kreativere Verbesserungsvorschläge.

Alleine schon das Gefühl, hier schaut mir einer auf die Finger der dumme Fragen stellt, wird dich pushen und nicht demotivieren.

Idealerweise buchst du dir einen guten Tradingcoach stundenweise und er begleitet dich vor Ort durch deinen Tradingalltag.

Baue eine Trainingsgruppe auf

Die günstigere Alternative ist es, sich mit ein paar Tradingbuddies kurzzuschließen und eine Art Trainingsgruppe zu bilden. So machen das auch viele Leistungssportler. Von Zeit zu Zeit kontrolliert ihr euer Trading gegenseitig.

Hierfür ist Skype hervorragend geeignet.

Entweder in Echtzeit, mit direkter Bildschirmübertragung deines Tradingscreens, oder (so habe ich das auch gemacht), du dokumentierst vorher deinen Tradingtag selbst und verabredest dich dann verbindlich per Skype zu einer Coaching-Session.

Für mich ist diese Art sich zu verbessern die effektivste und auch diejenige welche am meisten Spaß macht. Und diesen Faktor gilt es nicht zu unterschätzen.

Fortlaufend werte ich dagegen nur quartalsweise die technischen Daten der durchgeführten Trades aus, überprüfe die Kennzahlen und suche nach Auffälligkeiten.

Ein Trader, der langfristig handelt und nur wenige Trades pro Monat oder Quartal macht, wird wahrscheinlich freiwillig ein ausführliches Tradingtagebuch führen, damit ihm nicht so langweilig ist. Doch auch hier ist es angebracht, sich hin und wieder mit guten Tradern kurzzuschließen.

Zeitlich terminiertes Dokumentieren

Es ist auch zu überdenken, dein Trading-Tagebuch ebenfalls nur Phasenweise zu führen.

Anbieten würde sich hier vielleicht der Montag und Freitag einer Tradingwoche. Oder aber die letzten fünf Handelstage eines Monats. Im Anschluß ein Tag frei und die Aufzeichnungen auswerten, um daraufhin neu motiviert in den kommenden Monat zu starten.

Schiebst du komprimierte Lernphasen ein, kann das effektiver sein. Wieso? Es fühlt sich nicht so zäh und gezwungen an. Zwischendurch kannst du dich auf das Traden 100% konzentrieren und deine Fähigkeiten besser ausbilden, denn du unterbrichst nicht ständig deinen Flow. Wenn du dann Aufzeichnungen machst, weisst du genau, jetzt zählt's und du fokussierst dich besser.

Schlussglocke

Die Idee eines fortlaufenden Tradingtagebuchs ist gut. Doch im Praxistest fällt das Tradingtagebuch häufig durch. Du bringst die Motivation nicht auf es zu führen. Oftmals fehlt dir die Fähigkeit zur objektiven Selbstreflektion. Gerade Anfängern fällt es zudem schwer, aus den Aufzeichnungen dann auch handfeste Verbesserungen abzuleiten. Deshalb halte dein Tradingtagebuch so einfach und spaßig es geht, indem du es genau auf deine aktuellen Ziele zuschneidest und arbeite von Zeit zu Zeit mit anderen Tradern zusammen, um eine Kontrollinstanz zu installieren, die dich pusht, hinweist und maßregelt, falls nötig. Und ganz wichtig! Versuche mit immer besseren Tradern in Kontakt zu kommen. Pinkel deinem Ego ans Bein und verzichte auf das gute Gefühl, der beste in einer Gruppe zu sein. Suche die Herausforderung und lerne immer wieder von den Leuten, die - wenn auch nur in Teilbereichen - noch bessere Ergebnisse erreichen als du.

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11 thoughts

  1. Dein Coin-Flip-Project wurde ja zumindest anfänglich sehr ausführlich als Art Trading-Tagebuch geführt. Siehst Du das als möglichen Ersatz eines Trading-Tagebuchs an, wenn man sein Trading via Blog oder in Foren öffentlich dokumentiert.
    Wie hoch ist das Risiko, sich selbst zu belügen, auf der Suche nach öffentlicher Anerkennung und man so nicht bereit ist, eigene Fehler offen einzugestehen?
    Wenn Du selbstkritisch zurückblickst, hast Du selbst den ein oder anderen Trade besser dargestellt, als er am Ende war oder warst Du immer ehrlich, vor allem zu Dir selbst?
    Viele Grüße
    DaBuschi

    1. Hi DaBuschi,

      Wenn Du selbstkritisch zurückblickst, hast Du selbst den ein oder anderen Trade besser dargestellt, als er am Ende war oder warst Du immer ehrlich, vor allem zu Dir selbst?

      Bis auf teilweise vernachlässigte Slippage verlief der CFT Test tatsächlich 1:1. Ich hatte da ja auch nichts zu verlieren. Ich musste nicht gewinnen, ein potentieller Gewinn war das Itüpfelchen.

      Wo ich mich allerdings früher schon selbst belogen habe, war beim Testen von Ansätzen im Demotrading. Da hatte ich mir gesagt, ok, den hätte ich jetzt normalerweise nicht genommen. Ich will nur mal gucken, wie dieser Trade laufen würde. jaja, hahaha von wegen! Denn vorher stand genau fest: es ist eine 1:1 Simulation und alles was getradet wird, ist auch echt. Im Laufe der Zeit konnte ich dazu aber die richtige EInstellung entwickeln.

      Ein Blog als Tagebuchersatz, war das jetzt ne Frage?

      Falls ja, würde ich sagen, ist ne Möglichkeit. Intraday würde ich das heute wohl mit einem Vblog machen. Bestimmte Trades voll per Screencapture aufzeichnen und veröffentlichen und die eigenen Grundregeln natürlich anderen Lesern bereitstellen. Du setzt dich damit zumindest unter Druck, unterwirfst dich einer externen Begutachtung, tauschst Ideen aus und der Spaßfaktor steigt durch die Interaktion. Etwas Spielraum zum Selbstbetrug bleibt aber bei allen Formen eines Tradingtagebuchs, wenn man ehrlich ist.

      Wie handhabst du es denn mit den Aufzeichnungen?

      VG
      Ingmar

  2. Hi Ingmar und DaBuschi,

    Darüber dass ein Tradingtagebuch wichtig ist, brauchen wir uns nicht unterhalten:-)
    Und sich selbst betrügen kann man mit oder ohne Blog.

    Ich habe es damals, im Zuge meiner Ausbildung in einem Blog gemacht. Den konnten sowohl die Teilnehmer als auch mein Coach sehen, und ihren Senf dazu geben:-)
    Mir hat das eine Menge gebracht.
    Natürlich muss die Strategie bekannt sein, sonst haben es andere sowieso schwer überhaupt ein Feedback zu schreiben.
    Das Problem im öffentlichen Raum sehe ich allerdings darin, dass es wohl kaum jemanden gibt, der sich das Ganze wirklich ansieht und einem auf die Finger klopft wenn etwas nicht stimmt, und nachfragt warum man den Trade gemacht hat, oder ihn ausgelassen hat.

    Wichtig finde ich, mit anderen Tradern in Kontakt zu kommen. Vor allem am Anfang hilft der Kontakt zu Tradern die besser sind als man selber, enorm weiter. Und so schwer wie ich mir das am Anfang vorgestellt habe, ist es nicht. Selbst Profis haben eine E-Mail Adresse und die meisten Antworten auch:-)
    Aber auch Trader Freunde zu finden denen ich vertraue, war wichtig für mich. Mit ihnen konnte und kann ich die mentale Seite des Tradings besser besprechen. Im Grunde genommen haben oder hatten sowieso alle Trader ähnliche Probleme, und es gibt meistens eine Lösung die auch auf einen persönlich passt, und die ein anderer schon gefunden hat, oder sonstige Hilfe anbietet.

    LG
    Birgit

    1. Hi Birgit,

      schön, mal wieder von dir zu hören 🙂

      Das Problem im öffentlichen Raum sehe ich allerdings darin, dass es wohl kaum jemanden gibt, der sich das Ganze wirklich ansieht und einem auf die Finger klopft wenn etwas nicht stimmt, und nachfragt warum man den Trade gemacht hat, oder ihn ausgelassen hat.

      So ist es! Und wenn sich jemand dafür interessiert, dann meist nur, um dich a) entweder auseinanderzunehmen und sich selbst dabei zu profilieren und das eigene Ego zu pinseln, oder b), weil derjenige selbst nicht weiter weiss, und hofft, von dir etwas zu lernen. Beide Fälle sind für dein eigenes Fortkommen -gerade am Anfang- nicht optimal. Wirklich gute Leute interessiert es idR nicht was andere machen. Auf die musst du selbst zugehen.

      Ein Tagebuch mittels Blog zu führen, kann dich jedoch motivieren, kontinuierlich zu dokumentieren. Mit etwas Glück baust du eine kleine feine Community auf, die sich wirklich gegenseitig unterstützt. Und vielleicht erwächst noch mehr daraus.

      Hast du dich denn auch schon beim Traden selbst belogen, los sei ehrlich? 🙂 Und wobei hat dir dein Tagebuch am meisten geholfen?

      VG
      Ingmar

  3. @Ingmar: Ich dokumentiere meine Trades mittlerweile nicht mehr für mich selbst. Es gibt in einem Forex-Forum einen monatlichen Contest . Die meisten Handeln im Demo-Konto, nur wenige sind mit nem Live-Konto dabei. So auch ich. Ich mach es am Ende eigentlich nur, weil die Verlierer am Ende 5€ fürs Forum spenden und da ich mit einem Live-Konto nicht das Risiko fahre, dass andere im Demo eingehen (meist mit dem entsprechenden Ergebnis), kann ich so dem Forum was Gutes tun.

    Mit diesem Contest führe ich aber ein Journal, wo ich auch hier und da Kommentare bekomme. Ein User ist dabei auch besonders kritisch. Aber das ist in Ordnung. Es schärft die Sinne. Für diesen Contest habe ich die Regel im EURUSD nur long zu gehen und maximal 4 Trades am Tag zu machen. Durch die Öffentlichkeit des Journals überlegt man sich genau, welche Setups man tradet und wartet dann halt geduldig auf die richtige Gelegenheit. So vermeidet man eben solche Trade, wie Du sie im Demo-Modus oben beschrieben hast und man lernt Geduld, die man sonst nicht haben müsste, wenn alles daheim im stillen Kämmerlein geschieht. Da das Konto mit myfxbook verlinkt und öffentlich einsehbar ist, würden zusätzliche Trades, die man „verschweigt“, sowieso auffallen.

    Bezüglich Trading belüge ich mich persönlich nicht mehr und der Hauptfokus liegt in der Psychologie. Ich weiß, welche Setups eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit haben und ich weiß, dass ich nur geduldig warten muss. Deshalb interessieren mich Beiträge mit neuen Strategien und Setups und EA´s überhaupt nicht. Wenn dann gebe ich maximal Hinweise bezüglich möglicher Schwachstellen, aber ich betreibe kein System-Hopping mehr, wie in meiner Anfangszeit.

    Ansonsten sehe ich es wie Birgit. Wichtig sind Trader, mit denen man vor allem die psychologische Seite des Tradings beleuchten kann. Diese Trader haben ihre Mitte gefunden und wissen, dass die Lösung auf der Suche nach Erfolg nicht im perfekten Setup, sondern in der eigenen Psyche vergraben liegt. Solche Trader zu finden, mit denen man diesbezüglich auf Augenhöhe kommunizieren kann, ist nicht leicht, aber es gibt sie 🙂

    Viele Grüße
    DaBuschi

    1. Hi DaBuschi,

      danke für dein ausführlichen Kommentar.

      Da fängst du ja gleich so einige Fliegen mit einer Klatsche bei deinen Aufzeichnungen.

      Ich weiß, welche Setups eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit haben und ich weiß, dass ich nur geduldig warten muss. Deshalb interessieren mich Beiträge mit neuen Strategien und Setups und EA´s überhaupt nicht.

      Wer an den Punkt kommt, kann in aller Regel wirklich profitabel traden. Und es zeigt auch meine Erfahrung: Geduld ist – vor allem im nicht automatischen Handel – irgendwann mit die wichtigste Fähigkeit, die ein Trader besitzen muss.

      ich betreibe kein System-Hopping mehr, wie in meiner Anfangszeit.

      Das hatte ich komischerweise nie wirklich getan. Ich habe zwar irgendwann meinen Ansatz drastisch verändert, aber eigentl nur einmal und auch erst nach einer – im Nachhinein – zu langen Zeitspanne. Danach gab es bei mir nur noch kleinere Anpassungen, aber keinen Richtungswechsel mehr.

      Was mich noch interessieren würde: Hattest du denn zu Beginn (bzw mal eine Zeit lang) deiner Laufbahn als Trader ein klassisches, ausführliches Journal geführt und wirklich damit gearbeitet? Oder immer nur sporadisch oder konntest dich gar nicht dazu durchringen?

      VG
      Ingmar

  4. Hi Ingmar!

    Ich hatte in dem Sinne nie wirklich ein Trading-Journal. Ich hatte immer Aufzeichungen über meine Trades mit Einstieg, initial SL, Positionsgröße, Ausstieg und hab mir dann die diversen statistischen Kennzahlen ausgewertet.

    2010, während der 6-monatigen Elternzeit für meine Tochter, hatte ich mal ein kleines Projekt, wo ich ein sehr aggressives MoneyManagement hatte und da habe ich in Excel jeden Trade erfasst mit Handelstag, Einstiegskurs, initial SL etc. und das Excel-Sheet hat mir anhand von Einstieg und initial SL meine Positionsgröße ausgerechnet.

    Durch die hohe Menge an Trades habe ich irgendwann angefangen, meine statistischen Auswertungen zu erweitern und hatte dann Gewinn pro Woche, Gewinn pro Monat und sehr interessant, die Profitabilität der verschiedenen Wochentage. Dienstag und Donnerstag waren meine profitabelsten Handelstage.

    Am Ende habe ich aber viel in Foren geschrieben und dort Journale geführt und ich hatte auch mal eine Truppe von ingesamt 5 Trader, wo wir uns täglich während des Tradings ausgetauscht hatten. Wir hatten alle irgendwie unterschiedliche Ansätze, sind aber immer auf die gleichen Probleme gestoßen – die eigene Psyche.

    Am Ende war meine Laufbahn so, dass ich schnell erkannt habe, dass mir Indikatoren nix bringen und ich also am nackten Chart handele. Inspiriert durch andere Trader bin ich zur Elliott-Wellen-Theorie, Markttechnik etc. gelangt und immer wenn ich neues Wissen hatte, hab ich das im Forum geteilt und anhand der jeweiligen Methode Charts analysiert und Trades daraus abgeleitet, oftmals mit Ansage vor dem Einstieg und dann Betreuung während des Trades. Manchmal aber auch den Trade erst nach dem Abschluss erklärt. Dabei kann man sich dann schon selbst belügen, indem man nur seine guten Trades zeigt und die 20 Trades mittendrin, wo man vor lauter Ungeduld mehr verloren hat, als man mit dem guten Trade einspielen konnte, die verschweigt man dann halt öffentlich. Damit belügt man sich am Ende aber selbst, denn wer zu anderen nicht 100%ig ehrlich ist, ist auch mit sich selbst nicht völlig im Reinen.

    Das erklärt wahrscheinlich auch, warum ich in dem Forum irgendwann auch Moderator wurde und irgendwie unantastbar war. Das Absurde ist, dass ich selbst andere Forenteilnehmer in anderen Foren auf ähnliche Weise gesehen habe und mir nicht bewusst wurde, dass es denen evtl. wie mir geht. Sie labern immer klug daher und bringen all die positiven Beispiele und zeigen aber nicht die Schlechten und erwecken so den Eindruck, die Top-Trader zu sein.

    Seit 2012 habe ich aufgrund meiner persönlichen Situation (Haus gekauft, neuer Job etc.) meine Foren- und Tradingaktivität zurückgefahren. Als das Forum aus finanziellen Gründen vom Netz ging, hatte ein Nutzer noch Kontakt mit mir aufgenommen, weil er meine Beiträge gelesen hatte und sich erhoffte, sich durch den regelmäßigen Kontakt zu mir weiterentwickeln zu können. Das war Anfang diesen Jahres.

    Als das Forum dann kurze Zeit später wieder online war, war auch ich wieder aktiver, da ich auch gerade nach längerer Pause wieder mit dem Intraday-Trading begonnen hatte. Da ich mittlerweile über den Punkt hinaus bin, dass mir die Anerkennung der anderen wichtig ist, habe ich mein aktuelles Journal von Beginn an so aufgesetzt, dass alles offengelegt ist. Ironischerweise ist der User, der mich ins Forum zurückbrachte, mein größter Kritiker. Ich hatte bei ihm wohl diesen Guru-Status und er war für ihn wohl überraschend, dass ich nur ein Mensch bin, der auch mal Fehler macht und nicht jeden Monat 100% generiert. Aber das ist in Ordnung so.

    Er scheint schon recht fortgeschritten in seiner eigenen Trader-Entwicklung zu sein und ich scheue die Auseinandersetzung nicht, auch wenn er manchmal provokativ ist. Aber am Ende geht es mir nicht besser oder schlechter, wenn andere in dieser Welt besser oder schlechter von mir denken. Im Moment ist es mir sogar wichtiger, den anderen zu zeigen, dass auch Trader, die es vermeintlicht „drauf“ haben, auch jeden Morgen aufstehen, ohne zu wissen, was rechts auf dem Chart passieren wird und das es am Ende auch normale Menschen mit normalen Problemen sind und auch zu zeigen, dass nur der, der sich selbst Schwächen und Fehler eingesteht und sich diesen stellt, sich am Ende weiterentwickeln kann.

    Und damit schließt sich der Kreis bezüglich eines Journals. Ein erfahrener Trader weiß, warum ein Journal bei der eigenen Entwicklung helfen kann. Ein Anfänger wird das ganze Thema mit den Emotionen zwar wahrnehmen und dokumentieren, aber kann noch nicht verstehen, wie man damit umgehen muss und warum das die wirklich wichtigen Informationen sind. Als Anfänger wäre es für mich nur dahingehend sinnvoll gewesen, um am Ende zu sehen, ob ein Setup (denn Money- und Trade-Management waren für mich damals Fremdwörter) funktioniert.

    Deshalb bin ich der Meinung, dass ein Journal durchaus hilfreich sein kann, aber wirklich effektiv ist es nur in der Art, wie Birgit es beschrieben hat, wenn man es mit anderen Tradern und dem eigenen Coach teilt. Es sind die anderen, die den Finger in die Wunde legen und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge lenken – vor allem erfahrene Trader. Dies öffentlich zu tun, muss man aber erstmal abkönnen. Wer es aber abkann, hat in meinen Augen beste Voraussetzungen, es auf lange Sicht zu schaffen.

    Deshalb mein abschließendes Urteil zum Thema Journal – hilfreich, ja, aber wirklich nur effektiv, wenn man sich Feedback von anderen (am besten erfahrenen Tradern) einholt. Dabei ist es nicht mal wirklich entscheidend, ob diese Trader selbst profitabel sind. Es gibt am Ende auch hervorragende Fußball-Trainer, die als Spieler selbst nie Landesmeister wurden oder die Champions-League gewannen.

    Und so kann es auch gute Trading-Coaches geben, die selbst nicht die Überperformance haben, aber am Ende will jeder erstmal wissen, ob der andere es auch kann, bevor er sich coachen lässt. Verständlich und nachvollziehbar, aber nicht immer zielführend.

    Jetzt hab ich schon wieder nen Roman geschrieben, aber jetzt hast Du ne Idee, wie meine Journale so aussehen, wenn ich erstmal ins Schreiben komme 😉

    Viele Grüße
    DaBuschi

    1. Hi DaBuschi,
      jetzt bist du aber in einen Schreibflow gekommen.

      Ich finde es immer toll, andere Tradergeschichten zu hören, klasse! Wobei mir einige Infos zum Journal gereicht hätten 😉

      Ich war – im Gegensatz zu dir – nie richtig in Foren aktiv, sondern habe da meistens nur Kontakte geknüpft und dann eine Skypegruppe gebildet und den gezielten Austausch gesucht. Dazu Bücher studiert und hin und wieder ein Seminar besucht. Später dann auch mal ein bezahlten Coach gebucht. Foren waren mir nie so symphatisch, weil da doch viele Prahler und Dummredner anonym ihr Halbwissen an die noch weniger wissende Gemeinschaft abgesondert haben. Es war einfach schwer einzuschätzen, ob jmd wirklich was drauf hatte. Viele eben nicht, wie du ja selbst auch geschrieben hast.

      Ein Anfänger wird das ganze Thema mit den Emotionen zwar wahrnehmen und dokumentieren, aber kann noch nicht verstehen, wie man damit umgehen muss und warum das die wirklich wichtigen Informationen sind. Als Anfänger wäre es für mich nur dahingehend sinnvoll gewesen, um am Ende zu sehen, ob ein Setup (denn Money- und Trade-Management waren für mich damals Fremdwörter) funktioniert.

      Exakt meine Sichtweise. U.a. deshalb habe ich auch den Artikel geschrieben. Der Anfänger wird mit Infos und Eindrücken überfrachtet und hat nicht mal einen Schimmer davon, wie er davon überhaupt profitieren könnte. Zum Start nur die reinen Zahlen ist in meinen Augen ausreichend als privater Trader.

      effektiv ist es nur in der Art, wie Birgit es beschrieben hat, wenn man es mit anderen Tradern und dem eigenen Coach teilt.

      *unterschreib

      Dabei ist es nicht mal wirklich entscheidend, ob diese Trader selbst profitabel sind

      Wobei es nat. gut ist, wenn er mit Echtgeld profitabel ist. Er kann sich dann noch besser in den Schüler hineinversetzen und kennt sich mit praktischen Problemen besser aus. Aber grundlegend bin ich da auch bei dir. Sogar ein branchenfremder Coach kann dir als Trader helfen, deine Performance zu steigern. Der Coach muss auch keine Ausbildung haben, sondern er muss dich gut verstehen und führen können. Ebenso muss er aber auch den Respekt und das Vertrauen seines Schülers genießen – es ist für mich Teamarbeit, die hier zum Erfolg führt.

      Dienstag und Donnerstag waren meine profitabelsten Handelstage.

      Wirklich ein interessantes Detail, welches einem eben nur durch Statistiken auffällt. Hattest du diese Info denn irgendwie für dein Trading nutzen können?

      VG

  5. Um die Info´s über die Profitabilität für mich Nutzen zu können, hätte ich wahrscheinlich detailliert Analysieren müssen, ob die Outperformance von Einzeltrades verursacht wurde bzw. ob an den schwächeren Tagen irgendein wiederkehrendes Pattern dafür verantwortlich zeichnet.

    Im Forex-Bereich habe ich vor allem im EURUSD die Erfahrung gemacht, dass Extrem-Punkte sich statistisch gesehen mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich mehr als 20% auf je Montag und Freitag verteilen. Annahme ist, dass jeder Wochentag die gleiche Chance hat, ein Wochenhoch bzw. -tief auszubilden. Auswertungen und eigene Aufzeichnungen haben dies aber widerlegt.

    Demnach kann man davon ausgehen, dass der Montag oft ein Richtungskampf ist, wo man schwerer Gewinne machen kann, als wenn der Trend für die Woche bereits etabliert ist. An Freitagen sind Extrema übrigens besonders häufig aufgetreten, was unter anderem mit den NFP-Zahlen zu erklären ist, wo durch die Ausschläge am Freitag sowohl das Hoch, als auch das Tief der Woche ausgelotet wurde.

    Ob dieses Verhalten noch immer so anzutreffen ist, kann ich aber aktuell nicht beurteilen. Das waren statistische Auswertungen, die ich mit Trader-Freunden vor gut 7 Jahren durchgeführt hatte. Damals war die Vola auch noch deutlich höher als sie es heute ist. Tage mit 200 Pips und mehr an Handelsspanne waren da eher die Regel als die Ausnahme.

    Viele Grüße
    DaBuschi

    1. Du hättest dann eigentl auch noch checken müssen, ob du an den anderen Tagen zu mehr Fehlern geneigt hast. Sprich: Ob diese Auffälligkeit in der Performance etwas mit deinem Verhalten zu tun haben könnte. Evtl war es auch einfach eine Momentaufnahme.

      An Freitagen sind Extrema übrigens besonders häufig aufgetreten, was unter anderem mit den NFP-Zahlen zu erklären ist

      Hört sich nicht so abwegig an, ja. Um welche Extrempunkte ging es dabei: Im Tagestrend, 4h, Wochenextrema, oder welche meinst du genau?

      Und was handelst du aktuell für Märkte, nur Forex?

      VG
      Ingmar

  6. Bei den Extrema ging es um die Hochs- und Tiefs der Wochenkerze. Von der Idee her ähnlich wie Dein Ansatz früh am Morgen in den Markt zu gehen, weil man da den längsten Weg der Bewegung mitnehmen kann, wenn der Markt in eine Richtung läuft. Das geht auch auch Wochenbasis, es sei denn Hoch und Tief fallen auf den selben Wochentag 🙂

    Im Moment handel ich bunt gemischt. Langfristig investiere ich in Dividendenaktien zur Generierung von passivem Einkommen. Day- und Swingtrading handel ich Forex und Index-CFDs. Hier und da mal Rohstoffe. Eigentlich alles, wo der Chart vielversprechend aussieht. Aber schwerpunktmäßig Forex und Dax.

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