Trading Strategien bauen: Komplett-Anleitung (für Ungeduldige)

Blitzstart gefällig? Diese Daytrading Strategie wird dich überzeugen

Du googelst los und liest: Gute Trading Strategien sind die Basis von Tradinggewinnen. Oder: Vertraue deiner Trading Strategie, sonst kannst du nicht erfolgreich traden.

Die unbequeme Wahrheit lautet: Diese Aussagen stimmen.

Na, toll!

In diesem Moment fragst du dich sicher: traden lernen, Forex oder CFD Strategien entwickeln, wie bekomme ich das möglichst schnell hin? Klingt alles ziemlich kompliziert.

Du hast recht!

Eigene Strategien für das Trading selbst auszutüfteln, kann an die Substanz gehen und bei vielen Leuten schon mal zu Verzweiflungstaten führen (auf die ich hier nicht näher eingehen werde).

Damit du deine neuen Tradingschuhe anbehältst und nicht gleich an den Nagel hängst, werde ich dir in diesem Blogpost nicht nur zeigen, wie du eigene Trading Strategien aus dem Boden stampfst.

Nein, du bekommst auch etwas handfestes, fertiges und erprobtes geliefert.

Ok, stechen wir in See! Oder besser erstmal in den Tümpel…

Trading Strategie: Lass uns die Definition festzurren

Als Trader begegnen dir unzählige Begriffe. Viele werden nie genau definiert und völlig willkürlich gebraucht.

Dir fehlt ein grundsolider Tradingansatz?

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Davon halte ich nichts, denn es führt immer wieder zu Unklarheiten.

Meine Definitionen der grundlegenden Begrifflichkeiten zum Thema systematisches Traden sehen wie folgt aus:

Ganz oben steht der Tradingansatz.

Dieser unterscheided dein Trading auf die grundsätzlichste Art und Weise.

Und zwar: in Richtung und keine Richtung (Spekulation auf Kursveränderung vs Spekulation auf Kursstabilität).

In der nächsten Unterscheidungebene ist der Tradingstil angesiedelt.

Hierzu zähle ich im Bereich keine Richtung zB Stillhaltergeschäfte, Differenzarbitrage, Market Making.

Auf der Seite des Richtungstradings sind zu nennen: Trend-Trading, Swing-Trading, Scalping oder eine Mischform daraus.

Konkrete Einstiegssetups wie Chartpattern, Indikatorkonstellationen oder eine Kombi von diesen, laufen bei mir unter Einstiegstaktik.

Fundamentalanalyse kann ebenso zum Ableiten guter Tradingideen beitragen. Aber auch sie macht keine umfassende Trading Strategie aus.

Jetzt weißt du schonmal, was eine Trading Strategie nicht ist.

Was sie tatsächlich ist, verrate ich dir jetzt.

Mit diesen 3 Säulen steht und fällt alles

Ja, diese Aussage ist nicht übertrieben.

Es gibt genau drei Bestandteile, die eine Trading Strategie formen.

Und mit beliebten Bezeichnungen wie Positionstrading oder Daytrading hat das wenig zu tun. Auch der Stil und Ansatz deines Tradings sind dafür nicht von Belang.

Jetzt aber auf den Punkt:

  1. Risiko-Management/Money-Management
  2. Trade-Management
  3. Einstieg

Jede Trading Strategie besteht aus 3 Pfeilern

Präge dir diese Bestandteile gut ein! Sie sind das Grundgerüst für deinen Erfolg an der Börse.

Zum Risikomanagement zählt für mich im engeren Sinne:

Festlegung des Initial Stops und maximales Portfoliorisiko (wenn du mehrere Trading-Strategien gleichzeitig verwendest).

Im weiteren Sinne:

Selbtsmanagement und Worstcaseplanungen für dein gesamtes Tradinggeschäft.

Zum Moneymanagement:

Die Festlegung der Positionsgröße für einen Trade.

Das Trademanagement – fast schon ein heiliger Gral

Das Trade-Management umfasst dagegen alle Aktionen, die nach dem Eröffnen einer Position getätigt werden.

Es geht also um Stopanpassungen jeglicher Art:

  • für direkte Gewinnmitnahmen,
  • um Teilgewinne abzusichern,
  • um Risiko von schlecht laufenden Positionen zu nehmen und so weiter.

Bedenke:

Im Grunde musst du beim TM (Trademanagment) nochmal unterscheiden, zwischen Exittaktiken und grundlegenden Exitstrategien.

  • Exittaktik = zB Trailingstop hinter dem letzten Kerzenextrem nachziehen oder ein Take Profit am nächsten horizontalen Widerstandsniveau setzen.
  • Trailingstops und Take Profits allgemein, sind dagegen grundlegende Exitstrategien. Genauso wie ein Scaleout im Verlust.

Und aufgepasst! Der Tradingstil beeinflusst das Trademanagement mit.

Jeder Stil hat grundlegend vorgegebene Existstrategien, welche angewendet werden müssen. Beim Trend-Trading (Trailingstops) fällt es teilweise ziemlich anders aus, als zB beim Scalping (feste Take Profits).

Dies ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb du unbedingt einen Tradingstil handeln musst, der zu deiner Persönlichkeit passt. Machst du das nicht, wirst du als Trader beim Umsetzen deines Trademanagements immer mit dir ringen müssen.

Dieser Zustand ist alles andere als schön und außerdem erhöht sich deine Fehleranfälligkeit.

Beispiel gefällig?

Kein Problem:

Der eine hasst es, kleinste Gewinne wiederhergeben zu müssen. Ein anderer Trader kommt überhaupt nicht damit klar, wenn die Kurse nach seinem Ausstieg noch weiter zu seinen Gunsten laufen.

Der Entry: Überbewertet aber nicht nutzlos

Die dritte Säule jeder Trading Strategie ist der konkrete Einstieg in den Markt.

Dafür werden bestimmte Setups vordefiniert. Sie enthalten also klar definierte Bedingungen, um einen Trade zu eröffnen. Wobei ein Trader das sehr genau festlegt, ein anderer wiederum etwas weniger streng.

Übrigens habe ich die drei Säulen einer Trading-Strategie nach Wichtigkeit für deinen Tradingerfolg aufgezählt 😉

Lass das schonmal sacken!

Und erkennst du, dass eine Trading Strategie nicht direkt etwas mit deinem Tradingstil oder deiner Einstiegstaktik zu tun hat?

Wunderbar! Aber was ist sie dann eigentlich?

Eine Trading Strategie ist das Bindeglied von Tradingstil sowie Entry- und Exittaktiken, ergänzt um Regeln zur Festlegung der Positionsgröße für einen Trade im Rahmen deines vordefinierten Risikomanagements.

Noch etwas simpler formuliert:

Eine Trading Strategie sagt dir, wann du eine Position eröffnen, wann du sie schließen und wie viel Risiko du eingehen darfst.

Dabei muss die Trading Strategie auch deine Ziele berücksichtigen und sie muss mit einbeziehen, wie du Entscheidungen triffst, welche Fähigkeiten dir liegen und wie viel Risiko du bereit bist einzugehen.

Nicht wenige Trader verwenden den Begriff Tradingansatz und –strategie synonym.

Wie du gesehen hast: Ich tue das nicht.

Damit bin ich in der Lage dazu, jederzeit genau zu wissen, worüber ich mir Gedanken mache und an welcher Schraube ich bei meinem Trading gerade wirklich drehe.

Trading Strategien: Du musst wissen, wann du sie einsetzt

Noch ein ganz wichtiger Punkt, den du unbedingt auf dem Schirm haben musst!

Wann darfst du deine Trading Strategie überhaupt einsetzen?

Beispiel:

In einem klar ausgeprägten Seitwärtsmarkt, wird eine Trend-Trading Strategie bestenfalls keine Verluste produzieren. Im schlimmsten Fall demontiert sie Stück für Stück dein Konto.

Der Auslöser dafür ist nicht deine ausgearbeitete Trading Strategie an sich, sondern vielmehr der zugrundliegende Tradingstil der Gesamtstrategie.

Klar ist nämlich: Kein Tradingstil funktioniert zu jeder Zeit und in jedem Marktumfeld.

Lege also Regeln fest, wann du mit einer bestimmten Trading Strategie aktiv werden darfst.

Dann hast du drei Optionen:

  1. Liegen die Bedingungen für den Einsatz deiner Strategie nicht vor, halte dich mit dem Trading zurück.
  2. Handel die Strategie weiter, aber mit weniger Risiko pro Trade.
  3. Entwerfe mehrere Trading Strategien um verschiedene Tradingstile herum und baue dir ein Strategieportfolio auf.

Logischerweise ist bei der ersten Option viel Geduld gefragt und gute Tradingchancen werden dir durch die Lappen gehen.

Die zweite Option hat einen Vorteil:

Da du nie genau wissen kannst, wann das Marktumfeld wieder wechselt, bist du auf jeden Fall frühzeitig mit von der Partie, wenn es soweit ist.

Bei Option drei ist zu beachten:

Bis du ein Portfolio an durchdachten Trading Strategien – die wirklich zu dir passen – besitzt, kann einige Zeit ins Land gehen und viel Zeiteinsatz ist dafür erfoderlich.

Daher empfiehlt es sich, erst eine perfekt zum Charakter passende Hauptstrategie zu entwickeln und damit schnellstmöglich in die Praxis zu gehen.

Lerne dich dann selbst als Trader immer besser kennen. Sammel intensive Markterfahrungen und baue grundlegendes Vertrauen in deine Fähigkeiten auf.

Fährst du konstant Gewinne ein (min 50 Trades), bietet es sich an, zusätzliche Trading-Strategien auszuarbeiten, um deine Profitabilität weiter zu erhöhen.

Mit steigender Tradingerfahrung und ein paar Tricks, ist es auch möglich, nicht ganz perfekt zu dir passende Handelsstile erfolgreich anzuwenden.

Der Pfad der Torturen

Ich nenne diesen Absatz so, weil ich dir jetzt die exakten Schritte darlegen werde, wie du deine eigene Trading Strategie herausarbeiten musst. Und die Betonung liegt dabei in der Tat auf ‚herausarbeiten’.

Im letzten Teil des Artikels gebe ich dir dann eine Abkürzung zum Segelsetzen mit auf den Weg.

Zur eigenen Trading Strategie in 5 Schritten

Jetzt verlassen wir den Tümpel in Richtung offene See. Gut festhalten!

1. Lerne deinen Charakter kennen (maximal elementar)

Du musst unbedingt wissen, was für einen Typ Charakter du hast. Nur so bist du dazu in der Lage, den für dich passenden Tradingstil, Money-Management und Einstiegssetups auszuwählen.

Ein hibbeliger, Action liebender Charakter, sollte zB keinen langatmigen Tradingstil umsetzen. Und wenn doch, muss für Ablenkung gesorgt werden.

Bist du allgemein nicht dazu bereit, hohes Risiko auf dich zu nehmen und agierst eher abwartend und rückversichernd, solltest du für mehr Bestätigung bei deiner Einstiegstaktik sorgen und grundsätzlich einen defensiven Positionsgrößenalgorithmus anwenden.

Dieser schützt vor schnellen und starken Kontoschwankungen.

Außerdem solltest du dir klarmachen, ob du ein analytisch, zahlenorientierter Mensch bist, oder eher in Richtung Künstler- Freidenker tendierst.

Gut zu zu wissen:

Für beide Charaktertypen ist an der Börse Platz.

Der Künstlertyp muss eine wesentlich weniger starr festgelegte Trading Strategie verfolgen und liebt den fortlaufend kreativen Prozess des ‚marktlesens’ und ‚ideenfindens’.

Ein Zahlenmensch und Rückversicherer, der ohne eine ausreichende Zahlenbasis kein Vertrauen aufbauen kann, und den das ständige Austüfteln von Systemen berauscht, wird eher mit einer Autotradingstrategie erfolgreich sein.

Auch eine Trading Strategie, welche Fundamentaldaten in Entscheidungsprozesse mit einbezieht, kann für diesen Typ Mensch Vorteile bringen.

Wie du deinen wahren Charakter entdeckst

Beobachte dich, sei aufmerksam bei dem was du tust.

Erinnere vergangene Situationen und Erfahrungen im Leben und stelle dir dann die Frage: Was hat mich genau zu welcher Tat oder Entscheidung bewogen? Was waren die wahren Gründe dahinter?

Höre dir auch die Einschätzung vertrauter Personen über dich an.

Lass deinen beruflichen Werdegang Revue passieren und suche nach Hinweisen für die ausschlaggebenden Charakterzüge hinter deinem Tun.

Außerdem: Trade eifrig in der Demo und notiere eine ganze Weile deine Gefühle während du am Markt bist.

Dabei geht es nicht darum, einen theoretischen Gewinn zu verbuchen. Es zählt nur deine instinktive Gefühlswelt, die du dabei erlebst.

  • Macht es dir zum Beispiel nichts aus, Gewinne laufen zu lassen?
  • Oder fällt es dir schwer, auf den nächsten Trade mehr als 10 Minuten warten zu müssen?
  • Bringen dich schon kleine Verluste aus der Fassung?
  • Überfordert dich zu viel Zahlenkram bei den Entscheidungsprozessen?
  • Findest du es klasse Muster im Preisverlauf zu erkennen, oder verwirrt dich ein Preischart eher?
  • Fällt es dir schwer, eine Position zu eröffnen, wenn du die fundamentalen Zahlen dieses Wertpapiers nicht kennst?
  • Liebst du den Gesamtüberblick, oder gehst du im Klein Klein der Kurse oder Zahlen auf?
  • Erquickt es dein Herz, wenn die Kurse wild und volatil werden?
  • Erlebst du Glücksgefühle bei immer gleichen, langsamen Kursbewegungen und macht es dir nichts aus, lange auf Gelegenheiten zu warten?
  • Magst du es nicht, Entscheidungen ohne statistische Zahlengrundlage zu treffen?
  • Tüftelst du lieber an neuen Strategien, oder genießt du den aktiven Tradingprozess?

Genau diese Fragen musst du Stück für Stück beantworten, um deinem Charakter auf die Schliche zu kommen.

Ich kenne persönlich zwei Trader, die vor dem Traden glaubten, sie wären risikobereite Personen. Nachdem sie sich über einige Wochen genau beim Traden beobachtet haben, waren sie über sich selbst überrascht.

Wieso?

Sie mussten sich eingestehen: Zumindest wenn es um Geld geht, schienen sie richtige Hosenscheisser zu sein.

Jetzt weißt du hoffentlich, wieso du sehr schnell in die Praxis einsteigen solltest.

Gerade wenn es um Geld geht, wird nämlich der Charakter eines Menschen besonders gut sichtbar.

Dafür reicht anfangs auch Demotrading aus.

Um Demotrading ernst zu nehmen, bedarf es allerdings einiger Tricks (dazu werde ich nochmal ein Video aufnehmen).

2. Kenne deine Tradingziele genau (elementar)

Stelle dir folgende Fragen:

– Was möchtest du mit dem Trading allgemein erreichen?

Deine Antworten könnten sein:

  • Altervorsorge,
  • Zusatzeinkommen,
  • Hautpeinkommen,
  • Urlaub dazuverdienen,
  • einfach Spaß haben.

– Möchtest du maximale Rendite in kürzester Zeit, oder eine ordentliche Rendite bei angemessenen Risiken?

Beantworte diese Fragen absolut ehrlich!

Die Antworten darauf bilden das Fundament für die Auswahl des für dich passenden Risiko- und Geld- bzw Money-Managements.

Der Basisfahrplan zum Tradingerfolg in Kurzform:
  • Suche einen für deine Persönlichkeit passenden Tradingstil aus.
  • Lege einen – für deine Ausgangssituation – optimalen Zeithorizont zum Traden fest.
  • Verfeiner den Grundstil anhand eigener Erfahrungen und arbeite nach und nach deinen ganz eigenen Stil heraus.
  • Setze obendrauf ein Money-Management (Positionsgrößensteuerung), welches zu deinen Tradingzielen passt.

Zuvor habe ich es schon kurz angedeutet, aber weil es so wichtig ist: Der letzte Punkt stellt die dickste Stellschraube für deine künftige Performance dar!

Es ist nämlich so:

Du kannst theoretisch mit jeder profitablen Trading Strategie deine finanziellen Ziele erreichen. Entscheidend ist das Design deines Positionsgrößenalgorithmus (Money-Management).

Praktisch sieht das freilich etwas anders aus.

Aber du musst dir dieser Tatsache unbedingt bewusst sein, um dir immer den enormen Einfluss der Positionsgrößensteuerung auf dein Tradingergebnis vor Augen zu halten.

Auf dem Gebiet des MMs (Money-Managements) werden die ‚Game Over’ Fehler beim Traden gemacht!

Das sind solche Fehler, die dein Konto ausradieren- oder, im umgekehrten Fall, deine Gewinne in ungeahnte Höhen katapultieren können.

3. Die Grundidee deiner Trading Strategie in Stein meißeln

Konntest du zu den Punkten Charakter und Ziele aussagekräftige und absolut ehrliche Antworten finden, machst du den ersten Schritt, hin zu einem soliden technischen Fundament für deine Tradingaktivitäten.

Klartext: Du verfasst schriftlich eine Art Tradingmanifest.

Dieses dient dir zur strategischen Planung deiner Tradingmission.

Darin beschreibst du grob, was deine Ziele mit dem Trading sind. Weshalb du überhaupt Traden möchtest. Wie und mit welchen Mitteln du deine Tradingziele erreichen willst. Und welchen grundlegenden Tradingstil du umzusetzen planst.

Dafür musst du auch eine Ressourcenliste anfertigen.

Darin sollte Folgendes vermerkt sein:

  • Dein maximal zur Verfügung stehendes Risikokapital.
  • Deine Zeit, die du für den Tradingalltag aufbringen kannst oder willst.
  • Die Vorortsitiution: Sprich, ob du ablenkungsfrei oder wie oft du ablenkungsfrei traden kannst

Warum das nötig ist?

Charakter und Ziele sind elementar für den Zusammenbau deiner Trading Strategie.

Doch ohne deine aktuelle Ausgangslage genau zu analysieren, ist es möglich, an den Feinheiten und der tatsächlichen praktischen Umsetzung deiner Trading Strategie zu scheitern.

Ganz nach dem Motto: Theoretisch perfekt, praktisch für dich leider nicht durchführbar.

Und oberwichtig:

Finde eine richtig gute Antwort auf die oben erwähnte Frage: Warum du wirklich traden möchtest!

Ohne deinen wahren Grund für das Traden zu kennen, verlaufen sich deine Bemühungen wegen Frustration irgendwann im Sand. Garantiert!

Sei dir darüber klar: Eine rein extrinsische ‘schnell Geld machen Motivation’, wird nicht ausreichen, um Erfolg zu haben.

4. Konkrete Regeln aufstellen (Die Trading Stragetie wird zum Leben erweckt)

Du hast jetzt alles zusammen, um die erste Version konkreter Handelsregeln auszuformulieren.

Genau das ist der Punkt, an dem deine Trading Strategie Gestalt annimmt. Natürlich arbeitest du dich nach Wichtigkeit der Punkte vor.

Starte mit den Regeln für die Positionsgrößenbestimmung und dem maximal zulässigen Kontorisiko. Du musst also eindeutig festlegen, wann der Zeitpunkt erreicht ist, an dem du dein Trading einzustellen hast.

In diesem Zusammenhang gilt: Regeln für den höchsten Tagesverlust, Gesamtverlust und pro Trade auszuarbeiten.

Wie du dir jetzt sicher denken kannst:

Hier ist es nicht möglich pauschale Zahlen zu nennen. Es liegt in erster Linie an deinem Charaktertyp und den Zielwerten deiner Trading Strategie.

In vielen Fällen bewegen sich Risikogrenzen im Bereich von 1% bis 5% Höchstverlust pro Handelstag, sowie 10 bis 35% maximalem Kontorisiko (Drawdown).

Entsprechend musst du auch dein Maximalrisiko pro Trade anpassen, respektive vorgeben.

Das Trade-Management in Form gießen

Als nächsten Punkt nimmst du dir das Trademanagement vor.

In diesem Abschnitt legst du die grundlegenden Exitstrategien fest.

Konkret heißt das:

Du brauchst clevere Regeln für sehr schlecht anlaufende Trades. Dann für solala Trades, die aber nicht wirklich von der Stelle kommen. Und zu guter Letzt für gut laufende Trades.

Für mich hat der Exit aus Trades eine weitaus höhere Bedeutung als der Einstieg. Aus diesem Grund der Hinweis: Durchdenke deine Exitstrategien sehr ausführlich.

Gute Exits können schlechte Entries kompensieren, jedoch nicht umgekehrt!

Als Pimaldaumenregel für ein gutes Trademanagement gilt:

  • Bei schlecht anlaufenden Trades, muss möglichst schnell Risiko reduziert werden. Bis hin zur kompletten Glattstellung der Position.
  • Trades, die nicht richtig vom Fleck kommen, sind am schwierigsten zu managen. Grundsätzlich gilt in diesem Fall: Risiko verringern, aber Luft zum Atmen lassen, solange die Tradingidee noch dem Normalverlauf (nicht Optimalverlauf) folgt.

Bei gut laufenden Trades, ist die alles entscheidende Frage: Wann und wieviel Gewinn sicherst du dir ab?

Zur Gewinnsicherung werden nachgezogene Stops und Takeprofit Limit Orders verwendet. Natürlich kannst du das auch mit Market Orders umsetzen.

Auch hierzu gibt es gesunde Grundregeln:

  • Plane niemals vom Start weg weniger Gewinn ein, als du bereit bist für den Trade zu riskieren.
  • Und: Je höher die aktuellen Gewinne das Startrisiko des Trades übersteigen, desto aggressiver solltest du bei der Gewinnsicherung vorgehen.

Am Ende dieser ‚To Do Liste’ für den ersten Entwurf deiner Trading Strategie steht der Markteinstieg auf dem Programm.

Der Einstieg (um zu gewinnen: irrelevant)

..aber wichtig für einen guten Profitfaktor.

Jetzt könnte ich es mir sehr einfach machen und lediglich empfehlen: Werfe eine Münze für die Richtung und fertig.

Provokantes Statement? Dann solltest du dir mein gratis eBook [Klick] runterladen!

Was dabei aber zu kurz kommen würde, ist der Zeitpunkt der Positionseröffnung.

Beim Entry geht es nicht nur um die Richtung, sondern eben auch um den Zeitpunkt des Einstiegs.

Warum ist der Zeitpunkt wichtig?

Weil ein guter Zeitpunkt beim Entry dafür sorgt, dass dein Chance Risiko Verhältnis in einem Trade steigt.

Hä? Ja, ja..ganz ruhig, hier die Erklärung:

Gehst du zeitlich planlos in den Markt, musst du in der Regel einen größeren Stop Loss setzen und die zu erwartende Kurschance wird deutlich unkalkulierbarer.

Außerdem:

Du setzt dein Kapital unnötig lange dem Marktrisiko aus, denn du musst Trades mitunter wesentlich länger halten, bis sie sich entwickeln.

Ein guter Trader bildet durchaus ein Gespür dafür aus, erst dann in den Markt zu gehen, wenn der Zeitpunkt für eine Bewegung, in die anvisierte Richtung, nicht mehr zu weit in der Zukunft liegt.

Aus zigfacher Erfahrung weiss er, wie sich eine Tradingidee vor ihm entfallten sollte, wenn es optimal läuft. Logischerweise weiß er dann auch, wenn sich ein Trade nicht optimal entwickelt und er kann somit frühzeitig mit der Risikoreduzierung beginnen.

Ein handfester Vorteil beim Traden.

Mit einem übergeordneten Trend zu traden, ist auch keine schlechte Idee – gerade als Novize. Wobei du später selbst merken wirst: Der Trend ist nicht unter Garantie dein Freund.

Ansonsten gilt folgende Daumenregel bei der Entrytaktik:

Trade alles was dir zusagt, solange es möglich ist, einen sinnvollen und möglichst engen Stop Loss zu setzen.

Mit zunehemender Erfahrung wird es dir immer leichter fallen, auch eine gute Einschätzung der realistisch zu erwartenden Minimalkursbewegung zu deinen Gunsten abschätzen zu können.

Je besser du das drauf hast, desto höher wird der Erwartungswert deiner Trading Strategie steigen.

Hast du alle bisherigen vier Schritte vollzogen, solltest du nun eine erste sogenannte 80% Version deiner künftigen Trading Strategie zu Papier gebracht haben.

Sie ist die Ausgangsbasis für alle weiteren Anpassungen deiner Strategie.

5. Verbesser deine 80% Version Schritt für Schritt

In diesem Stadium deines Tradings geht es darum, mit wenig Risiko, deine gerade ausformulierte Trading Strategie hart anzutesten (Echtgeldtrading) und weiter zu verbessern.

Erst jetzt wirst du merken, ob deine Trading Strategie tatsächlich zu dir passt und wie gut sie sich umsetzen lässt.

Das ist der Grund, weshalb ich davon schreibe, so schnell wie möglich eine erste 80% Version auszuarbeiten. Nur die Praxisanwendung zeigt, wie gut sich alles zusammenfügt.

Logischerweise kann es zu diesem Zeitpunkt durchaus vorkommen, dass du alles über den Haufen schmeißen musst. Zurück auf Start heißt es dann.

Sehr ärgerlich, wenn du vorher monatelang an einer vermeintlich perfekten Trading Strategie gefeilt hast und nicht in die Puschen kamst.

Mein Motto deshalb:

Starte direkt und solide, aber nicht perfekt!

Wo zum Teufel hol ich das Vertrauen her?

Noch ein wichtiger Punkt!

Beim Thema Trading Strategie darf eine Sache nicht ausgeblendet werden: Das Vertrauen!

Fakt ist:

Solange du kein Vertrauen in deine Trading Strategie aufgebaut hast, bist du zum Scheitern verurteilt. Ganz egal, wie gut du dein Trading System auch austüfteln konntest.

Unter dem Strich läuft es beim langfristig erfolgreichen Trading auf unerschütterliches Vertrauen in deine Strategie und Fähigkeiten hinaus.

Dieser Blogpost soll dir damit helfen und die bisher genannten Punkte unterstützen den Vertrauensaufbau in dein eigenes Trading.

Zwei Dinge muss ich dazu jedoch noch auf die Bühne bitten, die nur selten die Chance bekommen, öffentlich aufzutreten:

  1. Glaubenssätze
  2. Training

Mach dir klar:

Zu jeder Trading Strategie gehört ein bestimmtes grundlegendes Mindset (Einstellung). Dieses wird durch Überzeugungen, also Glaubenssätze, gebildet.

Für deine Tradingpraxis bedeudet das:

Du musst unbedingt die wichtigsten produktiven Glaubenssätze übernehmen, die deinen Tradingstil unterstützen.

Tust du das nicht, wird es für dich unmöglich sein, echtes tiefgehendes Vertrauen in dein Trading zu entwickeln und dein Potential voll auszuschöpfen.

Im schlechtesten Fall sabotierst du beständig deine Aktionen, brichst dein Regelwerk und verkrampfst mental.

Was das für deine Performance bedeutet, kannst du dir hoffentlich selbst zusammenreimen.

Glaubst du beispielsweise:

„Heutzutage funktioniert Trend Trading nicht mehr, weil zu viele Computer den Markt zu effizient machen“

brauchst du mit Trend Trading erst gar nicht anfangen.

Deine zwei Optionen sind:

  • Wähle einen anderen Tradingstil aus oder
  • veränder deine Glaubenssätze.

Beides muss zwingend zusammenpassen!

Du möchtest wissen, wie du Glaubenssätze effektiv veränderst? Dann schau dir mein Videotutorial dazu an.

Jetzt zum zweiten Punkt…

Training: Das A und O jeder Performancedisziplin

Training ist ein Muss, wenn es um Vertrauensaufbau als Trader geht.

Wieso?

Du betreibst als Trader eine Performancedisziplin. Mach dir das bitte bewusst!

Jeder Peformer baut Selbstvertrauen nach einem sehr ähnlichen Grundprinzip auf. Training, respektive Übung ist dabei der Dreh- und Angelpunkt.

Nur durch ständige und bewusste Übung erlernen wir spezielle Fähigkeiten so gut, dass wir besser sind als der Durchschnitt.

Trainingsergebnisse müssen regelmässig analysiert– und das daraus enstandende Feedback muss genau ausgewertet werden.

Wenn deine Ergebnisse im Zielkorridor liegen, baut sich automatisch Vertrauen in deine Trading Strategie aber auch in deine eigene Person als Trader auf.

Zahlen lügen nun mal nicht.

Es sei denn, du neigst dazu, dich brutal selbst zu belügen. Dann kann dir nur noch ein Coach helfen.

Vertrauensaufbau als Trader in der Praxis (grob skizziert):
  • Ansatz ausarbeiten
  • Training ohne Risiko
  • Feedback und Analyse (diese kleine Lernschleife muss zur Not vielfach wiederholt werden, wenn die Zahlen nicht gut genug ausfallen)
  • Training mit kleinem Risiko
  • Feedback und Analyse s.o.
  • Risiko auf Standardparamter anheben
  • Feedback und Analyse
  • Sukzessive Optimierung des Tradings in einzelnen Bereichen
  • Fortlaufende Statistik führen und in festgelegten Zeitabständen auswerten (gute Dinge verstärken, bessere Lösungen für nicht gut funktionierende Sachen finden)

Wichtig:

Hast du dich dafür entschieden den Computer handeln zu lassen, kommt das Vertrauen durch Backtests und Montecarlo-Simulationen zustande. Weniger durch Training, da du ja nicht direkt am Markt performen musst und deine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen hast.

Als Autotrader kannst du einfach Training durch Backtests ersetzen.

Trotzdem würde ich persönlich immer mit manuellem Trading starten. So sammelst du intensive Praxiserfahrungen und eignest dir ein Gefühl für grundlegende Marktbewegungen und Tradingstile an.

Aus dem Nichts zur NFP Impuls Daytrading-Strategie (Video)

An dieser Stelle ist es soweit:

Wie versprochen, werde ich dir nun noch eine Abkürzung für deinen Start als Trader mit auf den Weg geben.

Im folgenden Video lernst du eine fertige, erprobte, universell einsetzbare und einfache Daytrading Strategie kennen. Im Grunde ist sie sofort einsatzbereit und du kannst sie für dein eigenes Trading benutzen.

Es sollte dir dabei jedoch klar sein:

Du hast sie dir nicht selbst erarbeitet und du kannst daher zwangsläufig nicht sofort feste Überzeugung darin aufbauen.

Heißt für dich:

Nutze diese Trading Strategtie als solide Startrampe und sammel unverzüglich deine ersten intensiven Tradingerfahrungen. Nicht mehr nicht weniger.

Diese Strategie wird dir ermöglichen, dich den Märkten – aus dem Stand – mit einem festen Regelwerk zu nähern.

Dein Vorteil:

Du spürst sofort, wie es sich anfühlt nach strikten Vorgaben zu traden und wie schwer es sein kann, die Disziplin dabei aufrecht zu erhalten. Und natürlich: Wie die einzelnen Bestandteile einer Trading Strategie in der Praxis ineinandergreifen.

Jetzt seh dir erstmal das Video an, viel Spaß damit!

Trading-Strategien: Die Takeaways

  • Eine Trading Strategie sagt dir, wann du eine Position eröffnen, wann du sie schließen und wie viel Risiko du eingehen darfst.
  • Die 3 Bestandteile einer Trading Strategie sind:
    • Risikomanagement/Geldmanagement
    • Trademanagement
    • Einstieg
  • Setze schnell Segel und sammel Erfahrungen.
  • Du musst unbedingt wissen, in welchem Marktumfeld du deine Strategien einsetzten kannst
  • 5 Schritte zum Aufbau einer Trading Strategie:
    • Lerne deinen Charakter kennen
    • Kenne deine Tradingziele
    • Grundidee ausarbeiten
    • Konkrete Regeln aufstellen
    • Die 80% Startversion Schritt für Schritt verbessern
  • Nachhaltiges Vertrauen in die Strategie aufbauen durch passende Glaubenssätze und Training.
  • Mit steigender Tradingerfahrung weitere Trading Strategien erarbeiten und dem eigenen Traderwerzeugkasten hinzufügen.

Schlussglocke

Eine Trading Strategie sorgt für einen klar definierten regelbasierten Rahmen, in dessen Grenzen du dich beim Traden bewegen darfst. Du kannst eine einzelne Trading Strategie handeln, oder ein Porfolio, welches aus unterschiedlichen Strategien besteht. Es muss dir klar sein: Es gibt keine Universalstrategie, die in jedem Umfeld Gewinne erzielen kann. Aber ohne Trading-Strategie schaffst du es nicht, duplizierbare Ergebnisse zu erzeugen und musst früher oder später scheitern. Die Entwicklung einer zur Persönlichkeit passenden Strategie, kann sich über einen längeren Zeitraum hinziehen und bedarf einiges an Aufwand. Diese Tatsache muss dir bewusst sein, sonst wirst du garantiert frühzeitig das Handtuch schmeißen.

Nützliche Links:

Wie du dir Trading Strategien sehr systematisch erarbeitest

P.S. Du möchtest eine genial einfache und sofort anwendbare Tradingstrategie für Anfänger haben?

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  • ausführlich und informativ, super! Werde mich an den Schritten orientieren, wenn ich endlich mal meine eigene Strategie angehe. Hoffentlich hält die Motivation. Da hab ich bei mir immer so meine Bedenken 🙁

    Grüße
    Gisbert

    • Hallo Gisbert,
      freu mich zu hören, wenn ich dir Inspiration geben konnte.

      Zu Motivation nur soviel:

      Wenn dir etwas wirklich wichtig genug ist, solltest du dich immer wieder durchringen können aufzustehen. Hört sich hart an, aber den meisten Leuten ist eine Sache eben in den meisten Fällen nicht wichtig genug und sie wissen nicht mal, warum sie etwas überhaupt tun.

      VG

    • Hallo Helga,
      willst du das 2:1 Pro Setup Factsheet runterladen und bekommst diese Meldung, liege ich da jetzt richtig?

      VG

    • Hallo Helga!

      Alles klar. Dann bist du bereits mit dieser Adresse in meinem email Verteiler drin.

      Ich lass das Factsheet gerade neu überarbeiten. Sobald es fertig ist, schicke ich es dir direkt an deine Mail Adresse, die du hier in den Kommentaren eingegeben hast.

      P.S. Ich werde alle PDF’s des CFT Spickzettels in absehbarer Zeit an den alten Teil meiner Abonnenten mailen.

      VG

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