Pyramidisieren: Turbolader für dein Trading-Konto

Vorsicht wild! Diese Profitaktik hebt dein Konto aus den Angeln

Beim Forex CFD Trading und im Futureshandel, kannst du Trades durch gezieltes Pyramidisieren ausbauen. Dadurch werden  gut laufende Positionen zu wahren Geldbomben herangezüchtet.

Gewinntrades zu klein: Kennst du das Problem?

Meistens hat das mehrere Gründe.

Zum einen werden Gewinntrades zu früh aufgelöst, um kleine sichere Gewinne einzusacken.

Oftmals riskieren Trader auch zu wenig, wenn ein Trade gut startet und sich eine anstehende starke Bewegung andeutet.

Menschlich, aber auch feige.

In diesem Beitrag führe ich dich in die ‘Gewinnpusher Trading Strategie‘ schlechthin ein: Pyramidisieren.

Hast du sie drauf, wird dein Tradingkonto mit Geld geflutet werden.

Jetzt schnall dich lieber an, bevor die Flutwelle aus Talern und Scheinen dich wegspült…

Pyramidisieren heißt: Gewinntrades explodieren zu lassen

Und genau darum geht es dir als guter Trader.

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Du möchtest vielversprechende Trades möglichst bis zum Anschlag ausnutzen, damit dein Tradingkonto nur so mit Goldtalern zugeschüttet wird.

Ruf dir das Bild von Dagobert Duck ins Gedächtnis, wenn er in seinem Geldspeicher rumschwimmt. Einen besseren Vergleich gibt es nicht. Auch er ist durch Pyramidisieren zu seinem Reichtum gekommen. Glaub es mir 🙂

Die Taktik des gestaffelten Markteinstiegs, wie sie auch genannt wird, ist bei Profis daher sehr beliebt. Und bei Anfängern? Eher weniger.

Warum?

Zum einen spielt die Tradingpsychologie eine Rolle.

Die Einstiegstechnik des pyramidisierens, erfordert von dir die Bereitschaft in Höchstkurse zu kaufen bzw in Tiefstkurse zu verkaufen.

Zusätzlich musst du bereit dazu sein, angelaufene Gewinne direkt wieder zu riskieren.

Natürlich auf die Gefahr hin, aus einem sicheren Gewinn einen Verlust zu machen. Börsenneulinge mögen das alles nicht. Sie begnügen sich gerne mit dem Spatz in der Hand und einem guten Gefühl des Gewinns in der Tasche.

Klassisches Pyramidisieren im gehebelten Trading
Klarer Vorteil des Pyramidisierens: Beim klassischen Ausbau von Gewinntrades, hast du immer eine maximale Positionsgröße am Start, wenn sich deine Tradingidee als gut herausstellt. Beim Zukaufen kannst du nochmals massiv pushen, indem du die letzte Position zur vorhergehenden vergrößerst. Hört sich echt pralle an und ist es auch…aber nur wenn deine Tradingidee aufgeht.

Pyramidisieren: Die grundlegenden Ziele

Ziel 1: Vermeidung von frühzeitigen Gewinnmitnahmen.

Durch den Ausbau von Gewinntrades, fällt es dir automatisch leichter, Gewinne weiter anwachsen zu lassen. Du musst dir nämlich erst sehr viel später als bei einer einmalig aufgebauten Position Gedanken über die Gewinnsicherung machen.

Na klar, du bist ja erstmal mit dem Positionsausbau beschäftigt.

Ziel 2: Dein Kapital in sich gut entwickelnde Trades stecken.

In Verbindung mit klar Risiko begrenzenden Maßnahmen im Verlustfall, ist diese Taktik die Vollendung der völlig abgedroschenen aber absolut wahren und essentiellen Börsenweisheit:

‚Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen’

Deren richtige Umsetzung aber vielen Tradern sooo schwer fällt.

Pyramidisieren – eine klare eine Anti Martingale Taktik

Und das ist gut so!

Denn nur diese Vorgehensweise befähigt dich als Trader dazu, langfristig erfolgreich zu sein.

Es ist das Gegenteil des allseits bekannten Martingale Prinzips.

Hah! Wer hätte das jetzt gedacht.

Aber was ist die Martingale Taktik überhaupt?

Bei der Martingale Taktik erhöhst du dein Einsatz, wenn eine Wette oder Trade schlecht läuft. Langfristig endet das meistens im finanziellen Fiasko. Dieses Setzprinzip wurde für den Roulletetisch entwickelt.

Wieviele Roullete Millionäre kennst du?

Wenn du dagegen eine Anti Martingale Taktik anwendest, steht der Schutz deines Tradingkapitals an erster Stelle. Nicht das Bedürfnis gutes Geld einer schlechten Wette hinterherzuwerfen.

Das überlassen wir guten Trader lieber den Politikern und ihren Versuchen, Griechenland zu retten.

Die langfristig besten Börsenspekulanten sind keine Draufgänger, sondern tatsächlich Risikominimierer!

Überleg dir gut, wann du pyramidisierst

Nur Vorteile gibt es nirgendwo.

Was ist beim Pyramidisieren also zu beachten?

Diese Einstiegsaktik stellt sich deinem menschlichen Instinkt entgegen.

Normalerweise neigst du dazu, billig zu kaufen und teuer zu verkaufen.

So macht es jeder Zwischenhändler. Beim Pyramidisieren kommt es dir aber zumindest so vor, als ob du teuer kaufst (auf der Longseite).

Psychologisch ist das heikel.

Du musst dich nämlich überwinden – im Verhältnis zu deinem ersten Kauf – teuer einzusteigen bzw nachzukaufen. Zusätzlich brauchst du einiges an Markterfahrung und Grundverständnis, um – für diese Taktik – wirklich sinnvolle Marktkonstellationen – also Trading Setups – identifizieren zu können.

Verschlechterung des CRV's beim Pyramidisieren
Zur besseren Veranschaulichung wurde eine Zielzone für den Trade am alten Swinghoch angenommen. Diese Grafik macht die Gefahr des gestaffelten Markteinstiegs deutlich: Mit jeder zugekauften Position sinkt das Chance Risiko Verhältnis, denn der Stop Loss bleibt für die Gesamtposition gleich. Dies gilt auch, wenn der Stop schon nachgezogen wurde. Es geht mit jeden Zukauf Kurschance verloren. Es ist deshalb sehr wichtig, dein Vorgehen bei dieser aggressiven ‘Pusher Taktik’ sehr genau zu überlegen.

Pyramidisieren beim Trading: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Zu frühe Gewinnmitnahmen werden erschwert.
  • Die durchschnittlichen Gewinntrades in absoluter Höhe werden vergrößert.
  • Auch mit kleineren Tradingkonten können relativ schnell größere Positionen in vielversprechenden Gewinnszenarien gefahren werden, ohne dabei das Risiko auf die “Bottom Line” (Anfangskapital) des Kontos überstrapazieren zu müssen.

Die Grundzüge der Trading-Strategie entsprechen einem “kontosichernden” Anti Martingale Prinzip.

Läuft deine Tradingidee gut, bist du mit der vollen oder sogar einer überproportionalen Positionsgröße im Markt. Kommt es dagegen zu einem ‘Rohrkrepierer’, ist dieser Trade unterfinanziert und belastet dein Handelskonto weniger, als wenn du eine erhöhte Startposition einmalig aufgebaut hättest.

Käme es mit dieser dann zum Auslösen deines Anfangsstops, würde dich das möglicherweise noch mental destabilisieren, weil du so große Verluste auf einmal nicht gewohnt bist.

Nachteile:

  • Pyramidisieren setzt ein hohes Maß an spezifischer Markterfahrung und gutes Verständnis für Marktbewegungen voraus (ähnlich wie bei der Eröffnungsstrategie), um die Taktik effektiv zum Einsatz bringen zu können.

Wendest du sie blind an, kannst durch das Pyramidisieren auf deinem Handelskonto sogar Schaden anrichten.

Der Ausbau einer Gewinnposition muss wohl durchdacht vorgenommen werden, ansonsten ist der Erwartungswert dieser Strategie möglicherweise schlechter, als wenn du nur eine Standardposition gehandelt hättest.

  • Du musst als Trader bereit sein – wenn es für deine Position gut läuft – sicher angelaufene Gewinne gänzlich zu riskieren, um am Ende einen unsicheren noch viel größeren Gewinn einfahren zu können. Je nach Aggressivität des Positionsausbaus, kommt es sogar erneut zu einem Verlust, obwohl die Startposition schon deutlich im Gewinn war.

Gerade mit dem letzten Punkt haben sehr viele – auch erfahrene Trader – echte Probleme. Du machst im ungünstigsten Fall aus einem Gewinner- mutwillig – einen Verlierertrade.

  • Der Aufwand bei der Umsetzung am Markt ist gegenüber einem einmaligen Einstieg höher, denn du musst sehr konzentriert arbeiten und die Kursentwicklung genau verfolgen.
Es gibt drei Hauptstrategien beim Pyramidisieren - aggressiv-neutral-defensiv
Dir als Trader stehen drei Techniken zum Aufbau von Pyramiden zur Verfügung. Je besser du die Tradinggelegenheit einstufst, desto aggressiver gehst du vor. Bei der defensiven Pyramide, ist die Anfangsposition am größten. Wohingegen bei der aggressiven Pyramide der letzte Zukauf die größte Position darstellt. Die initiale Positionseröffnung findet immer mit deinem Standardrisiko pro Trade statt. Der grüne Pfeil am rechten Rand soll schematisch den Kursverlauf darstellen.

Keine Taktik für Anfänger (und Weicheier)

Als Anfänger solltest du erst Sicherheit im Umgang mit dem einfachen “voll rein voll raus” System erlangen, bevor du dir Gedanken über das Pyramidisieren machst.

Bist du ein ambitionierter erfahrenerer Trader, bietet sich das Pyramidisieren von Gewinnpositionen an. Wenn du es clever anstellst und durchziehst, schraubst du dir mit dieser Trading Strategie einen richtig heftigen Turbolader ins Tradingkonto.

Allerdings nicht ohne Tücken..

grundlegend muss dir nämlich klar sein:

Pyramidisieren von Gewinnpositionen macht mathematisch nur dann Sinn, wenn sich die Wahrscheinlichkeit für ein Aufgehen der Tradingidee – zum Zeitpunkt des Ausbaus deiner Position – eher verbessert und nicht verschlechtert hat.

Denn Achtung!

Dein Chance Risiko Verhältnis ist demgegenüber ganz sicher dann am besten, wenn (gleicher Stop für die Gesamtposition vorausgesetzt) du die erste Standardposition eröffnest.

Diese Tatsache bedingt auch die Notwendigkeit, einen Trade möglichst schnell und aggressiv zu pyramidisieren. Ansonsten kannst du den Nachteil des schlechteren CRV’s nicht ausgleichen und der Erwartungswert der Strategie könnte schlechter ausfallen, als beim einmaligen Aufbau einer Standardposition.

Schlussglocke

Letztlich musst du das Pyramidisieren für dich umsetzbar gestalten. Mach dir dazu frühzeitig klar, welche Vorgehensweise du in der Praxis tatsächlich anwenden möchtest.

Das gilt für die technische Umsetzung (Schnelligkeit, Konzentratiosnfähigkeit) aber auch für die Aggressivität des Positionsausbaus an sich. Wenn du mental absolut nicht damit klarkommst, sehr aggressiv zu pyramidisieren, bringt es nichts, wenn du theoretisch weißt wie es geht. Du würdest bei der Umsetzung nie das Optimum erreichen können. Möglicherweise sogar fehleranfällig werden.

Bist du eher ein defensiv veranlagter Trader, musst du dich für eine etwas zurückhaltendere Varianate des Pyramidisierens im Gewinnfall fit machen. Doch auch eine solche Vorgehensweise, kann sich gewaltig positiv auf deine Rendite auswirken.

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