Trend Trading: Die perfekte Strategie (für Anfänger)

Trend Trading: Einfach, solide, effektiv

Was für einen Tradingstil würdest du einem Anfänger empfehlen, Ingmar? Beginne am besten mit einer möglichst simplen Trend Trading Strategie, ist meine Standardantwort auf diese Frage.

Wieso ich Trend Trading empfehle hat gute Gründe.

Welche das genau sind und auf was du bei deiner eigenen Trend Trading Strategie unbedingt achten musst, erfährst du jetzt.

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Viele Trading-Strategien sind komplex, hohl und fade

Nicht wenige Trader machen sich das Leben an der Börse scheinbar absichtlich schwer.

Da wird versucht, ominöse und völlig subjektive Chartformationen zu erkennen. Dann werden nachlaufende, und vom Preischart abgeleitete Indikatoren benutzt, deren Mehrwert gleich dem eines faulen Eis ist.

Wieder andere Trader hangeln sich im Minutenchart von einer Kerzenformation zur nächsten. Dabei wissen sie nicht einmal, ob diese Formationen überhaupt einen tatsächlichen Richtungsvorteil besitzen.

Die nächsten zählen sogenannte Elliot-Wellen, bis sie vor lauter Wellen das Meer nicht mehr erkennen können. In ihrer Verzweiflung klammern sie sich dann zu guter Letzt an astrologische Vorhersagen zum Kursverlauf.

Wenigtens haben diese Trading-Setups tolle Namen. Anscheinend ist das für viele Trader schon ein echtes Kriterium.

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Hast du mit einer dieser Methoden Erfolg, lass dich bitte nicht von mir oder anderen beeinflussen. Zieh dein Ding durch, egal was andere sagen oder schreiben!

Du kannst auch nur Teile dieser Stile und Strategien für dich adaptieren. Solche, die für dich schlüssig und praktisch anwendbar sind. Ich mache das auch so.

Hinweisen möchte ich jedoch darauf, dass viele Trading Strategien nicht das halten, was sie versprechen. Außerdem sind einige Strategien recht knifflig, kompliziert und auch in der harten Praxis einfach unhandlich im Gebrauch.

Trend-Trading: Der große Nachteil (ganz fies)

Nein, jetzt fange ich nicht gleich an vom Trend Trading zu schwärmen.

Vielmehr weise ich dich lieber direkt auf den einzigen echten Nachteil des Trend-Tradings hin. Ja, fast alles hat Vor- und Nachteile im Leben. Sei stark!

Der Nachteil bezieht sich in diesem Fall auf die Tradingpsychologie.

Tradest du Trends musst du viel Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Und zwar vor allem in Bezug auf das Trade-Management.

Was ich genau damit meine ist Folgendes:

Beim Trend Trading liegt es in der Natur der Sache längerfristige Kursbewegungen mitzunehmen.

Dieser Ansatz ist kein kurzfristiges Rein Raus aus Positionen.

Du musst als Trader fähig dazu sein Gewinntrades mitunter recht lange zu halten. Es darf dir nichts ausmachen bereits angelaufene Gewinne wieder zu riskieren.

Das hört sich für dich gerade vielleicht völlig harmlos an.

Doch wenn du schon mal einen Echtgeldtrade mit mehreren Lots deutlich im Gewinn hattest, wird sich deine Meinung dazu schlagartig ändern.

Machen wir uns nichts vor! Es ist einfach unangenehm dicke Gewinne erneut auf’s Spiel zu setzen. Für jeden von uns.

Also bitte unterschätze diesen psychologischen Knackpunkt beim Trend Trading nicht und bereite dich von Anfang an mental darauf vor.

Trend Trading (eine Begriffsdefinition)

Es ist immer für alle vorteilhaft, wenn die Definition eines Ausdrucks genau geklärt wird.

Also was ist Trend Trading aus meiner Perspektive?

Für mich stellt Trend-Trading einen grundlegenden Trading Stil dar. Dazu gehört die gesamte Erwartungshaltung gegenüber einem Trade.

Betreibe ich Trend Trading, gehe ich schon vor dem Start meines Trades davon aus, mehrere Marktschwünge oder Impulsbewegungen mitzunehmen.

Klassisches Trend-Trading zeichnet sich auch durch ein Trade-Management aus, welches dazu beiträgt den Markt entscheiden zu lassen wann ein Trade beendet wird.

Du arbeitest also ohne feste Gewinnziele und befolgst die Regel: Verluste möglichst klein halten und Gewinne möglichst groß machen in seiner urpsrünglichsten Ausprägung.

Das genaue Gegenteil davon ist das sogenannte Scalp Trading. Hierbei möchtest du als Trader nur einen sehr begrenzten Teil einer Kursbewegung einfangen.

Wie du bei beiden Trading-Stilen in den Markt einsteigst, ist dabei völlig irrelevant und läuft unter dem eigenen Thema Einstiegstaktik.

Trend Trading: Ein fast perfekter Ansatz
Trend Trading in der klassischen Variante
Bild 1: Wie Trend Trading funktioniert

Du steigst einfach irgendwo in Trendrichtung ein und ziehst den Stop Loss nach, sobald neue Hochs erreicht werden. Es ist tatsächlich so einfach! Die konkrete Ein- und Ausstiegstaktik ist Geschmackssache und hängt auch von deinen Zielen als Trader ab.

Wie Scalp Trading funktioniert
Ein typischer Scalp Trade mit festem Take Profit und kleinem Kursziel
Bild 2: Der Scalping Vorteil

Deine Trefferquote kann steigen, doch oftmals zu dem Preis begrenzter Gewinne. Läuft der Markt weiter, kannst du mitunter sehr viel Geld liegen lassen. Dreht er im weiteren Verlauf gegen deine Traderichtung, hast du als Scalper gut Lachen und der Trend Trader ist im Nachteil. Als versierter Trader ist es durchaus angebracht, beide Stile anzuwenden. Denn Scalp Trading macht vor allem dann Sinn, wenn du gegen einen größeren Trend traden willst. Die Anzahl deiner Tradingchancen steigt damit und solange diese einen positiven Erwartungswert haben, machst du so auch langfristig mehr Gewinn.

Trend-Trading – Zwei Vorteile, die es in sich haben

Der wohl gravierendste Pluspunkt beim Trend Trading ist die Tatsache, dass sich die Kurse in Richtung des Haupttrends oftmals stärker und weiter bewegen, als gegen den Trend.

Du kennst sicherlich das abgegriffene Sprichwort: ‚The Trend is your Friend’. Daran ist viel Wahres, ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen.

Dies solltest du als Trader natürlich ausnutzen.

Ob du beim Trend Trading auch eine erhöhte Trefferquote erzielst liegt in erster Linie daran, welche Stop Loss Taktik du bevorzugst.

Legst du deinen Anfangsstop clever in den Markt, hat deine Trefferquote eine gute Chance über die Zufallsmarke zu steigen. Wirklich relevant ist das aber nicht.

Der zweite große Vorteil

Ist die Einfachheit desTrend Trading Stils.

Einen Trend zu erkennen ist selbst für Anfänger recht schnell möglich. Eigentlich brauchst du keinerlei Hilfsmittel, außer den reinen Preischart.

Auch wenn einige versuchen diese Einfachheit wieder zu verkomplizieren, indem sie Indikatoren zur Entscheidungsfindung mit heranziehen.

Ich glaube nicht an deren Mehrwert – zumindest kenne ich niemanden der mit technischen Standard-Indikatoren bessere Ergebnisse erzielt, als ich ohne diese hinbekomme.

Für mich liefern Indikatoren nur den Nutzen, dass sie dich als Trader mental bei der Positionseröffnung unterstützen können. Sie gaukeln dir ein erhöhtes Gefühl der Sicherheit vor, damit du besser den Abzug drücken kannst. Wenn es hilft und du sonst weißt was du tust, dann mach es so.

Aber Vorsicht, beraube dich dadurch nicht deiner Flexibilität beim Traden.

Damit meine ich: Du solltest niemals einen guten Trendtrade verpaßen, nur weil ein Indikator nicht ganz den Wert anzeigt, den du dir erhofft hast.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie du den RSI für einen Trendeinstieg benutzen kannst (falls du indikatorsüchtig bist).

Trends richtig erkennen (leicht gemacht)

Jetzt komme ich zur technischen Grundlage dieses Trading Stils.

Willst du Trend-Trading betreiben, benötigst du die Fähigkeit Trends sofort und treffsicher aus den Preischarts herauslesen zu können. Das gilt für das Bitcoin-Trading, genauso wie für den Bund Future oder den Forexmarkt.

Zum Glück ist das total einfach.

Auch ohne jegliche Vorkenntnisse sieht jeder Trader auf Anhieb den Preistrend eines Wertpapieres. Dazu musst du nur genügend Kursdaten laden und auf einmal auf deinem Monitor anzeigen lassen.

Du schaust einfach ob die Kurslinie in der Tendenz von links unten nach rechts oben oder von links oben nach rechts unten verläuft.

Wie du einen Aufwärtstrend Trend erkennst
Ein solider Aufwärtsrend im Dow ist ohne jedes Hilfsmittel für jeden Laien erkennbar

Im ersten Szenario liegt dem Preisverlauf ein Aufwärtstrend zugrunde, im zweiten dagegen ein Abwärtstrend.

Dat ist nicht schwer, oder?

Je nachdem welchen Zeitrahmen du eingestellt hast, siehst du so auf einen Blick wo der aktuelle Haupttrend hinführt.

Ist bei dieser Betrachtungsweise des Chartbilds kein eindeutiger Trend auszumachen, liegt auch keiner vor. Der Markt befindet sich dann einfach in einer Seitwärtsbewegung.

Range Markt im EURUSD Währungspaar
Einen Seitwärtsmarkt auszumachen ist ebenfalls ziemlich simpel. Wichtig ist, eine Einschätzung gilt immer nur für den betrachteten Zeirahmen.
Chart 2: Rangemarkt

Damit du einen Seitwärstmarkt identifizieren kannst, müssen die Kurse offensichtlich längere Zeit per Saldo auf ähnlichen Preisniveaus handeln. Viele Trader unterscheiden noch verschiedene Seitwärtsbewegungen nach ihrer Ausprägung. Im übergeordneten Rahmen kann diese Rangephase mitunter nur als ‘kurzes’ Verharren der Preise innerhalb eines beispielsweise Kursbars/kerze wahrgenommen werden. Alles bei der Chartanalyse ist relativ und hängt tatsächlich nur von der betrachteten Zeitebene ab.

Und da brauchst du gar nicht lange weiter rum zu interpretieren. In diesem Markt ist in diesem Zeitrahmen kein Trend Trading möglich. Punkt aus!

Trend Trading ist in diesem Zeitrahmen nicht möglich
Wechsel von Trend zu Konsolidierung im Bund Future, nachdem das relative Hoch (weiße Linie) überhandelt wurde.

Für viele unerfahrene Trader ist das natürlich kein akzeptabler Zustand.

Warum?

Trading muss aufregend sein und Action bringen (denkt der Verlierer)

Genau, du bist ja schließlich nicht zum Abwarten an die Börse gekommen, oder?

Exakt aus diesem Grund tendieren sehr viele Greenhorns dazu, doch lieber einen Scalping Stil vorzuziehen. Dieser verspricht deutlich mehr Action und Spaß.

Doch eigentlich ist dieser Stil wesentlich anspruchsvoller und nur für erfahrene Trader überhaupt zu empfehlen.

Wieder so ein typisches Trading-Dilemma, mit dem du als Anfänger zu kämpfen hast.

Trends richtig interpretieren = Must Have Skill für Trader

Trends gut lesen zu können und einzuschätzen, erfordert mehr Background als nur genügend Kursdaten auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen.

Du solltest dich dafür mit der Dow-Theorie vertraut machen. Diese dient nämlich fast allen populären charttechnischen Betrachtungsweisen mehr oder weniger als Vorbild.

Noch etwas verfeinert definiert die sogenannte Markttechnik das Thema der grundlegenden Kursbewegungen an der Börse.

Dies ist aber nicht Gegenstand dieses Artikels.

Heute möchte ich dir vermitteln, wieso du als Trader an Trend Trading kaum vorbeikommst.

Auch wenn du nicht die klassiche Variante des Trend Tradings umsetzen möchtest, solltest du immer die wichtigen Trends in deinem gehandelten Markt kennen und diese Information in deine Tradingideen einfließen lassen.

Es lohnt sich für also in jedem Fall dich mit der Kunst der Trendbestimmung im Preischart vertraut zu machen.

Es kann auch völlig ausreichen, wenn du dich als Trader nur auf Trend-Trading spezialisierst und darin ein echter Meister wirst.

Trend Trading ist ebenfalls sehr gut als Ergänzungsstil zu gebrauchen, weil er in allen Zeitebenen umsetzbar ist.

Du kannst ihn so optimal mit weniger flexiblen Stilen kombinieren, welche beispielsweise nur in bestimmten Zeitrahmen oder Märkten Sinn machen.

Trend Trading: Das Standard Programm und die Kür

Bei der einfachsten Variante des Trend Trading benutzt du nur deinen favorisierten Zeitrahmen.

Du guckst dir an ob auf dieser Zeiteinheit ein klarer Trend vorliegt. Ist das der Fall, steigst du in Trendrichtung ein, sobald du mit verhältnismäßig kleinem Stop Loss eine Position eröffnen kannst.

Bist du auf ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis aus, wirst du deine Tradingchancen stärker selektieren.

Du musst die Ausdehnung einer Trendbewegung gut einschätzen können, weil du in stark fortgeschrittenen Trends keine zyklischen Positionen mehr eingehen möchtest.

Zusätzlich kannst du den jeweiligen Leittrend bestimmen und in deiner Zeiteinheit nur Trades in Richtung dieses übergeordneten Trends eingehen.

Als versierter Trendtrader hast du immer das Zusammenspiel der einzelnen Zeiteinheiten im Blick. Du weißt, jeder große Trend muss sich erst im kleinen Zeitrahmen aufbauen.

Ein sehr wichtiger Vorteil dieser Betrachtungsweise liegt darin, besser einschätzen zu können wie weit eine bestimmte Bewegung fortgeschritten ist und in welche Richtung die großen Institutionen traden.

Stell dich nicht gegen die Big Player

Wieso?

Dein Chance Risiko sinkt und die Gefahr von schnellen, größeren Verlusten steigt. Solche Verluste belasten deine Traderpsyche und können dich verunsichern.

Mach dir klar:

Die wirklichen Big Boys an den Finanzmärkten agieren hauptsächlich in den richtig großen Zeitrahmen.

Der Tageschart ist hier an erster Stelle zu nennen. Sie tun das nicht ganz unfreiwillig. Vielmehr zwingt sie schon alleine die schiere Größe ihres verwalteten Kapitals dazu.

In kleineren Zeitebenen würden sie – mit ihren teilweise riesigen Positionsgrößen – die Preise derart bewegen, dass sie niemals zu den Kursen in den Markt und aus dem Markt kommen könnten, mit denen sie geplant haben. Sie würden sich ihre kurzfristigen Trading-Setups sozusagen selbst zerstören.

Versuche immer möglichst oft an der Seite der Big Boys zu traden. Trend Trading eignet sich dafür hervorragend.

Trend Trading auf den Punkt (Takeaways)

  • Viele Trading Strategien halten nicht was sie versprechen – zu kompliziert, nicht universell einsetzbar, aufwendig zu erlernen, kein echter Marktvorteil.
  • Trend Trading verkörpert das Gegenteil: unkomplizierte Regeln, umsetzbar in allen Märkten und Zeiteinheiten, sehr einfach zu erlernen.
  • Trend-Trading weist einen großen Nachteil auf: Es ist für viele Trader mental sehr schwer, signifikante Gewinne erneut auf’s Spiel setzen zu müssen.
  • Aus diesem Grund musst du dich mental gezielt auf diesen Tradingstil vorbereiten und frühzeitig entsprechend produktive Überzeugungen für das Trend Trading übernehmen.
  • Klassisches Trend Trading bedeutet immer in Richtung des Hauptrends zu traden, dabei auf feste Kursziele zu verzichten, sowie den Markt entscheiden zu lassen, wann eine Trendposition beendet wird.
    • Als Trendtrader möchtest du immer mehrere Marktschwünge mitnehmen und sitzt Kurskorrekturen gegen deine Position aus.
  • DIE zwei Hauptvorteile des Trend Tradings: Einfachheit, gutes Chance Risiko Verhältnis.
  • Um Trends im Kursverlauf gut erkennen und einschätzen zu können musst du immer aus dem Chart herauszoomen.
    • Zusätzlich solltest du genaue Kenntnis über die Dow Theorie besitzen und Grundlagen der Markttechnik beherrschen.
  • Um gute Renditen mit möglichst niedrigem Aufwand erzielen zu erzielen, kann es ausreichen sein wenn du dich nur auf Trend Trading spezialisierst und ein echter Meister darin wirst.
  • Durch seine flexible Einsetzbarkeit in allen Märkten und Zeitrahmen kann Trend Trading auch sehr gut als Ergänzung zu andere Stilen dienen.
  • Trend Trading befähigt dich dazu in vielen Situationen an der Seite der großen einflussreichen Marktteilnehmer zu traden. Und nicht gegen sie. Richtig umgesetzt bedeutet das einen echten Vorteil an der Börse zu besitzen.

Schlussglocke

Trend Trading ist zwar von der Tradingpsychologie her nicht der einfachste Stil, dennoch ist er vom technischen Standpunkt aus einer der effektivsten und vor allem stabilsten Tradingstile überhaupt. Es ist ein immergrüner Tradingstil, der die grundlegendsten Marktkräfte ausnutzt. Du schwimmst dauerhaft mit dem aktuell vorherrschenden Strom und strampelst dich nicht ständig für kleine Gewinne ab.

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4 thoughts

  1. Hallo Ingmar,

    Ich kann mich deinem Artikel nur anschließen, gehe aber noch einen Schritt weiter.

    Das Verstehen des Trends ist die Basis des Tradings. Es ist das ultimative Grundmuster. Die meisten Systeme/Tradingstile beruhen auf dem Trend. Dabei ist es egal ob man in Trendrichtung oder gegen die Trendrichtung handeln will. Auch Counter Trading ist am Ende Trend Trading:-) Im Scalp oder Swingtrading handle ich ebenfalls mit dem Grundmuster Trend, auch wenn es dann nur ein bestimmter Teil des Trends ist.

    Zur psychologischen Herausforderung:
    Buchgewinne wieder abzugeben, hat ausnahmsweise nicht zu meinen Baustellen gehört:-)
    Dazu hatte ich von Anfang an eine eigene Sichtweise, weil ich Trading immer mit Pokern verglichen habe.
    Vielleicht hilft meine Sichtweise einigen Tradern die Buchgewinn Abgabe ein bisschen gelassener zu sehen.

    Sobald ich im Trendtrading meinen Stopp so weit nachziehen kann, dass er mindestens auf Breakeven steht, interessiert mich nicht mehr was als nächstes passiert. Geld kann ich durch den Gewinnsicherungsstopp nicht mehr verlieren, ich „spiele“ also nicht mehr mit meinem Kapital.
    Jedes Mal wenn ich dann den Stopp wieder nachziehen kann, ist das vom Gefühl her, wie Traden ohne ein Geldrisiko einzugehen. Mit jedem Nachziehen des Stopps beginnt für mich eine „neue Freetrade Runde“.
    Das bietet kein anderes „Strategie Spiel“ der Welt, da muss ich in jeder Runde Kapital setzen, und eine Gewinnsicherung habe ich auch nicht:-)

    LG
    Birgit

    1. Hallo Birgit,

      vielen Dank für deine Ergänzungen zum Thema.

      Ich kann deine Ausführungen zum Trend nachvollziehen, aber könntest du

      Auch Counter Trading ist am Ende Trend Trading

      nochmal etwas genauer erklären? Wieso sollte Gegentrend-Trading Trend Trading sein? 🙂

      Nicht das es hier zu Missverständnissen kommt.

      Das du keine Probleme damit hast, Gewinne abzugeben um mehr zu gewinnen, ist eine beneidenswerte Fähigkeit. Sehr gut! Da es für mich keine Buchgewinne gibt, hatte ich da schon den ein oder anderen Kampf auszufechten. Aber es ist tatsächlich reine Einstellungssache.

      Schöne Grüße
      Ingmar

  2. Hi Ingmar,

    „Auch Counter Trading ist Trendtrading“

    Beispiel Aufwärtstrend:
    In der Regel wird in Trendrichtung, bzw. übergeordneter Trendrichtung gehandelt. In einem Aufwärtstrend also Long.
    Kommt es dann zu einer Konsolidierung (Rücksetzer), kann man diese Shorten. Man handelt also gegen den Trend.
    Das ist zwar kein klassisches Trendtrading, weil man nur ein bestimmtes Stück des Trends handelt, aber der Trend ist auch hier das Grundmuster, das man kennen sollte.

    LG
    Birgit

  3. Alles schön und hört sich gut an,ich würde aber nie gegen den Trend handeln..in einer Konsolidierungsphase kann es sehr schnell gehen das der Kurs wieder in seine Richtung dreht,und das umso heftiger.Ich warte diese Konsolidierung also ab.
    Gruss

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