Markttechnik erfolgreich handeln (2018)

Markttechnik Trading lernen: 9 einfache Schritte zum ersten Trade

Du wolltest das Markttechnik Trading lernen und hast es geschafft.  Deine Zuversicht als Trader ist unerschütterlich und dein Konto schwillt unaufhaltsam an.

Möchtest du diese Story Wirklichkeit werden lassen?

Alles klar, dann schnall dich an und genieße!

Jetzt werde ich die Basics dieser effektiven Tradingmethode  auf das Mindestmaß zusammendampfen, kompakt und zahnprothesenfreundlich servieren und dir einen 9 Schritte Schnellstart Plan auf dein Display zaubern, damit du super schnelle Ergebnisse mit dem Markttechnik 1-2-3 Traden erzielen kannst.

Im zweiten Abschnitt teile ich meine praktische Markttechnik Erfahrung mit dir.

Viel Spaß! Und Maz ab…

Was ist Markttechnik?

Beim Markttechnik 1-2-3 Prinzip handelt es sich um das Traden anhand des reinen Preischarts und seinen elementaren Bewegungen.

Merke dir: Ein Chart stellt nichts anderes dar, als die Abarbeitung der einzelnen Kauf- und Verkaufsaufträge im Orderbuch - und zwar in der Rückschau.

Alle jemals in einem Markt (Basiswert zB Dax-Future) abgerechneten Kurse werden somit im Kurschart abgetragen und grafisch dargestellt.

Du möchtest sofort mit einem soliden Markttechnik Ansatz traden?

Dann sicher dir das '2:1 Pro-Setup Factsheet' - kostenlos! Du bekommst eine bewährte Basis-Strategie an die Hand: Damit du endlich Vertrauen in dein Trading aufbaust.

Klicke dazu jetzt auf den gelben Button!

Wenn du dir das Factsheet sicherst, trägst du dich auch in meine Liste ein , und erlaubst mir, dir weitere nützliche Mails zum Thema Trading zu schicken. Dies kannst du mit nur einem Klick widerrufen, indem du den Abmeldelink am Ende der Mails verwendest. Ich halte mich an den Datenschutz

Um Kurscharts anzuzeigen existieren verschiedene Darstellungsformen.

Für die Markttechnik ist der Kerzenchart (Candlestick) oder Balkenchart (Barchart) am besten geeignet.

Sicher ist dir auch schon mal dieses grundlegende Kursmuster an der Börse ins Auge gesprungen, oder?

Markttechnik Trading lernen -Die 3 GrundmusterDie 3 elementaren Preisbewegungen nach Markttechnik: blau = Trendimpuls, rot = Korrektur, orange = Range.

 Es wiederholt sich in jedem Markt und in allen Zeiteinheiten.

Diese omnipräsente Kursstruktur bildet die Basis für die Markttechnik.

Falls du Tradingbackground hast, weißt du: Diese Struktur der Finanzmärkte wurde schon vor langer Zeit erkannt und klassifiziert. Das Konzept der Markttechnik ist eine Art Weiterentwicklung der immergrünen Dowtheorie.

Sie ist demnach ein Derivat!

Ähnlich wie  die Joe Ross Trading Methode und weitere populäre Tradingansätze.

Markttechnik vs Charttechnik vs Technische Analyse

Einigen Trading-Fans ist oft nicht ganz klar, was bedeutet Markttechnik im Vergleich zu  Charttechnik?

Viele fragen sich zudem: Markttechnik oder Charttechnik?

Kurz und gut: Die Markttechnik orientiert sich nur an den drei elementaren Kursbewegungen, die jeder Trader in jedem Chart sofort sehen kann (s. Bild oben).

Für die Markttechnik spielen einzelne, subjektive Chartformationen (zB SKS, Wimpel etc) keine Rolle. Genauso wenig wie vom Preis abgeleitete Indikatoren der Technischen Analyse.

TIPP

Die klassische Charttechnik sollte aus meiner Erfahrung heraus mit den Grundsätzen der Markttechnik kombiniert werden.

Denn: Das Markttechnik Trading liefert deutlich mehr Substanz.

Es ist ein  Tradingansatz der auch Stoplogiken für komplette Trading Strategien anzubieten hat und in jedem Markt und jeder Zeiteinheit funktioniert.

Bekannt ist auch, dass viele professionelle Trader die Markttechnik, mehr oder weniger, in ihr Trading einbauen. 

Die Markttechnik liefert sehr klare Regeln und wichtige Trader haben sie auf dem Schirm .

Technische Indikatoren oder einzelne Chartformationen meiden dagegen viele Profis.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Analysemethoden, wird mit dem Traden nach Markttechnik versucht, die Aktionen der großen Marktteilnehmer zu entschlüsseln und antizipierbar zu machen.

Und das führt uns direkt zum Kern dieser Tradingmethode.

Markttechnik Trading lernen: Kenne deine Feinde

Die Markttechnik baut letztendlich auf genau einer Fragestellung auf:

Wer kauft nach mir?

Weißt du wer wann kauft, kannst du deine eigenen Trading Strategien an das Verhalten der anderen Marktteilnehmer anpassen.

Dazu musst du wissen:

Es gibt 4 Gruppen von Marktakteuren, die jeden Tag an dein Tradingkapital ran wollen. Und das meine ich genau so!

Hier sind sie...deine Fressfeinde im Haifischbecken Börse:

  • Arbitrageure – Die Arbitrageure nutzen Preisdifferenzen eines Wertpapieres an unterschiedlichen Börsen. Sie handeln normalerweise Kasse gegen Future und sorgen für Liquidität im Markt (meist institutionelle Händler).
  • Hedger – Die Hedger sichern sich in der Regel über Terminkontrakte gegen bestimmte Ereignisse und damit verbundene Kursschwankungen ab (oftmals Rohstoff-Produzenten, global tätige Firmen oder Portfoliomanager).
  • Strategische Trader – Sie arbeiten Kauf und Verkauf-Aufträge von Großkunden ab und sorgen für Bewegung im Markt.
  • Spekulanten – Das bist du und ich, die kleinen Trader. Wir sorgen mit unseren Orders zwar nicht für heftige Kursschwünge, aber tragen ebenso dazu bei, dass ausreichend Liquidität im Markt vorhanden ist (ohne Liquidität wäre jeder Finanzmarkt dem Tod geweiht).

Wichtig: All diese Marktteilnehmer haben unterschiedliche Ziele im Blick und trotzdem landen alle ihre Kauf-und Verkaufsaufträge im gleichen Orderbuch der Börse.

Genau das ist der Grund, weshalb du wissen musst, wer die einzelnen Marktspieler (deine Konkurrenz) sind und auf was diese Leute achten.

Und: Je mehr Geld deine Konkurrenz in der Pipeline stecken hat, desto mehr Beachtung musst du ihr schenken.

Gleich erfährst du den Grund.

Weshalb große Marktspieler relevant sind

Schenkt man überzeugten Markttechnikern Glauben, erlaubt es dieser Tradingansatz die Aktionen der wirklich großen Trader (mit den tiefen Taschen = viel Geld) im Kursverlauf zu erkennen.

So ein Wissen kann genutzt werden, um nicht gegen diese Dickschiffe zu handeln und das eigene Risiko beim Traden zu reduzieren.

Im Idealfall ist es damit ebenso möglich die Gewinne zu erhöhen, weil du mit dem Momentum der Big Boys schwimmst und nicht dagegen ankämpfst.

Du fragst dich, wieso die Big Boys (meistens große Handelsinstitutionen oder Einzeltrader) so wichtig sind?

Dafür gibt es eine einfache Kausalkette:

Großes Konto = viel Tradingvolumen = starke Bewegung = hohe Verluste oder Gewinne!

Nicht immer ist dieser Zusammenhang anzutreffen, doch in den meisten Fällen.

Übrigens:  Diese großen 'Tradingmonster' tummeln sich meistens auf den höheren Zeiteinheiten (1 Stunde, 4 Stunden, Tageschart).

Ausnahmen bestätigen auch diese Regel:

Hochfrequenzhändler sind auch Big Boys. Sie agieren aber in kleinen Zeiteinheiten. Ihr Tradingansatz lässt dies zu. Sie verwalten aber nicht die ganz großen Geldpools und Bewegen die Märkte nicht langfristig.

Markttechnik 1-2-3 Trading: Das technische Grundgerüst (Basics)

Die Trendbestimmung nach der Markttechnik 1-2-3 Methode, ist das technische Fundament dieses Trading-Ansatzes und sie hilft bei der Beantwortung der Frage: 'Wer kauft nach mir?'

Die Markttechnik teilt einen Trend in aufeinander folgende Punkte auf:

  • Da gibt es den Punkt 1 für den Start des Trends
  • Der Punkt 2 markiert den Extrempunkt einer Bewegung (Marktschwung)
  • Ein Punkt 3 kennzeichnet den Tief- oder Hochpunkt der darauf folgenden Korrektur.
Markttechnik 1-2-3 Punktezählung Schema

Punkt 1: Start eines neuen Trends nachdem der letzte Punkt 2 (hellgrün) gebrochen wurde. Punkt 2: Kennzeichnet das aktuelle Bewegungsextrem, Punkt 3: Signalisiert den lokalen Extrempunkt einer abgeschlossenen Korrektur.

Durch diese Zählweise der Marktschwünge kann der gesamte Kurschart in drei Grundbewegungen eingeteilt werden.

Namentlich sind das:

  1. Bewegung/Impuls
  2. Korrektur/Range
  3. Trend

Dabei setzt sich der gesamte Trend einfach aus mehreren Bewegungen und Korrekturen zusammen.

Welche Zeiteinheit verwenden?

Die drei Grundstrukturen der Kurse sind fraktal angelegt.

Heißt:  Eine übergeordnete Bewegung lässt sich immer runterbrechen. In der kleineren Zeiteinheit werden dann wieder alle 3 Bestandteile des Trends sichtbar.

Aus diesem Grund kannst du in jeder Zeiteinheit nach den Methoden der Markttechnik traden.

Möglicherweise haben jedoch die höheren Zeiteinheiten (ab dem 15 Minutenchart) eine etwas stärkere Aussagekraft.

Markttechnik erfolgreich handeln - Fraktaler Trendaufbau Schema

Ein glatte Bewegung oder Korrektur (steigende/fallende Kerzenextrema) im übergeordneten Trend, besteht im untergeordneten Zeitrahmen meistens wieder aus einem kompletten Trendverlauf der Kurse (Selbstähnlichkeit der Preisbewegung).

Leittrend & Hauptzeiteinheit in der Markttechnik

Eine weitere grundlegende Methodik der Markttechnik ist das Zusammenspiel der Zeiteinheiten.

Zu jeder Zeiteinheit, in der du deine Trades planst, existiert eine übergeordnete Leitzeiteinheit.

Gut zu wissen

Kommt es in dieser Zeiteinheit zu einem Trend, wird er Leittrend genannt. Er gibt - in der Hauptsache - die Traderichtung für die untergeordnete Zeiteinheit vor.

Dabei gilt (Leitzeiteinheit > Hauptzeiteinheit):

  • Monat > Woche
  • Woche > Tag
  • Tag > 4h,1h (4 Stunden, 1 Stunde)
  • 1h > 15M (15 Minuten)
  • 15M/10M > 5M
  • 5M > 1 M
  • 1M > Tickchart

Markttechnik Einstiege: 2 klassische Setups

Als Trading Setups für den Markteinstieg werden Durchbrüche der Kurse durch den aktuellen Punkt 2 verwendet.

Wieso?

Weil die Markttechnik davon ausgeht, dass hier viele Stops liegen. Werden diese abgearbeitet,  schiebt die daraus entstehende Kursveränderung die eigene Position in den Gewinnbereich.

Es kommt die sogenannte Bewegung in den Markt.

Eine zweite Option ist der Einstieg aus der Korrektur heraus.

Der Handel aus der Korrektur beim Traden nach Markttechnik Vorteile

Markttechnik Einstiege aus der Korrektur heraus erzeugen ein besseres Chance Risiko Verhältnis. Vergleiche dazu die orangene vertikale Linie mit der gelben (Größe des Stop Loss). Zusätzlich erhöht sich die Kurschance beim Trendhandel.

Markttechnik erfolgreich handeln: Die Exit Strategien

  • Markttechnik Ausbruch handeln = Ziel, ein paar Ticks
  • Markttechnik Bewegungshandel = es wird keine Korrektur ausgesessen
  • Trendhandel Markttechnik = Ziel ist es, einen möglichst großen Teil des Trends zu handeln
Trade Management Varianten Markttechnik Trading 1-2-3

Auf diesem Schemabild sind die einzelnen Exit Strategien beim Traden nach Markttechnik dargestellt.

Für alle drei (Exit) Ziele gibt es eine Stopregel, die jeder Trader für sich selbst verfeinern oder abwandeln kann.

Standard Stopregel #1 

Markttechnik Ausbruchshandel: Exit Strategie (Stil: Scalping)

Stop liegt "willkürlich" zB bei -7 Ticks. Der Take Profit zum Beispiel bei + 7 Ticks. Es geht immer nur um ein paar Ticks, dafür wird die Positionsgröße erhöht.

Standard Stopregel #2

Markttechnik Bewegungshandel: Exit Strategie (Stil: Swingtrading)

Der Startstop liegt auf (bei Aufwärtsbewegung) dem Tief des Eröffnungsbars der Position. Ist der Stop zu nahe am Markt, liegt der Stop auf dem Tief des vorhergehenden Bars.

Steigt der Markt mit den Perioden weiter an, so kann der Stop nach Beendigung der Periode auf das Tief des aktuellen Bars nachgezogen werden. Solange bis ein vorher definierter Take Profit erreicht werden konnte oder der Markt den Trade ausstoppt.

Die Markttechnik und  Innenstäbe, was ist zu tun? 

In diesem Fall empfiehlt das Markttechnik 'Lehr' Buch von Michael Voigt, den Stop auf das Tief der vorigen Periode (Kerze) zurückzuverlegen, da der Markt häufig über oder unter die Handelsspanne des Innenstabes gehandelt wird (Stopfischen), um dann doch wieder innerhalb dessen zu schließen.

Der Stop liegt standardmäßig immer auf dem lokalen Tief der letzten abgeschlossenen Korrektur (Punkt 3). Er kann auf ein neuen Punkt 3 verschoben werden, sobald die Preise über den aktuellen Punkt 2 handeln (Aufwärtstrend) und damit ein neues Kursextrem ausbilden.

Markttechnik Trading lernen: In 9 simplen Schritten zum ersten Trade

Jetzt verrate ich dir den einfachsten Weg, wie du nach Markttechnik sehr schnell erfolgreich handeln kannst:

Markttechnik Trading lernen: 9 Schritte zum ersten Trade

  • Lerne die Trendbestimmung nach Markttechnik
  • Bestimme den übergeordneten Leittrend.
  • Identifiziere den Trend in deinem Hautpzeitrahmen (in dem du Trades umsetzt). Gleiche diesen mit dem Leittrend ab.
  • Plane dein Trade: Steige zum Beispiel über eine 50% Korrektur (des letzten Marktschwungs) in Trendrichtung ein (wenn beide Trends in die gleiche Richtung laufen)
  • Steige nur ein, wenn der Leittrend nicht mehr als drei klare Korrekturen ausgebildet hat und die aktuelle Bewegung nicht zu weit über den letzten Extrempunkt (Pkt 2) hinaus gegangen ist
  • Stoppe den Trade hinter dem letzten relativen Kursextrem aus
  • Läuft der Trade für dich, warte eine Korrektur der Preise ab und sicher dir Gewinne, sobald du das Zweifache deines Startrisikos einfahren konntest
  • Dupliziere dieses Trading Setup und weite es (erst im Demohandel) auf andere Märkte aus
  • Erstelle eine Arbeitsschablone, damit du jederzeit genau weißt, wie du beim Traden vorzugehen hast und auf was du achten musst.

So einfach kann es gehen.

Diese grob gefassten Grundregeln können dir schöne Gewinne einbringen, wenn du dich darauf spezialisierst und deine Trade Management Fähigkeiten ständig optimierst.


Lade dir hier mein gratis E-Book [Klick] runter. Du erhältst dann zusätzlich ein Markttechnik Strategie Factsheet, indem der gerade gezeigte Ansatz ausführlich ausgearbeitet ist.


Markttechnik Trading Erfahrungen (Tipps)

Nun ist es an der Zeit, meine Markttechnik Erfahrung im täglichen Handel mit dir zu teilen und einige Tipps daraus springen zu lassen.

Also reib dir die Äuglein und fahre deine Aufmerksamkeit nochmal ein paar Minuten hoch 😉

Das für mich beste an der Markttechnik vorne weg:

Du wirst bei diesem Ansatz dazu gezwungen, das Big Picture eines Marktes immer im Blick zu behalten.

Diese Fähigkeit verschiebt den Vorteil auf deine Seite

Zumindest, wenn du weißt, wie du das Big Picture zu interpretieren hast.

Viele populäre Trading Setups der Charttechnik und technischen Analyse, unterscheiden sich zwar in der genauen Umsetzung, jedoch haben sie alle eines gemeinsam:

Sie funktionieren nicht in jedem Marktumfeld

Und dieses Umfeld ist genau das, was die Markttechnik mit ihren Kursstrukturen Trend, Range und Korrektur optimal beschreibt.

Du musst nicht nach den konkreten Regeln der Markttechnik traden! 

Aber was ich dir rate ist:

Nutze die Markttechnik um das Big Picture zu bestimmen und passe dein Vorgehen beim Traden entsprechend an.

Markttechnik als Big Picture Werkzeug

In meinem eigenen Trading benutze ich die Markttechnik tatsächlich in erster Linie für das bestimmen des Big Pictures.

Die allerwichtigsten Fragen für mich sind:

  • Befindet sich mein gehandelter Markt im übergeordneten Zeitrahmen im Trend?
  • Wenn ja, wie weit ist dieser Trend fortgeschritten und welche Richtung hat er?

Sollte kein Trend vorliegen, schaue ich mir an, ob der Markt in einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung verharrt oder bis jetzt nur in einer einfachen Korrektur steckt.

Für mich korrigiert der Markt, sobald ein Vorbarextrem per Schlusskurs des aktuellen Bars/Kerze unter oder überhandelt werden konnte.

Markttechnik 1-2-3 - Definition einer Korrektur

Nach meiner Definition liegt eine Range vor, wenn es im Zuge einer Korrektur zu mehreren Kursschwüngen kam.

 Traden nach Markttechnik - die Definition einer Range

Innerhalb dieser Kursschwünge muss das letzte Kursextrem der Trendbewegung mindestens einmal mehr oder weniger getestet worden sein.

Natürlich dürfen die Kurse dabei kein klares neues Kursextrem ausbilden.

Erwartungshaltung aufbauen

Indem ich mir diese Fragen beantworte, bereite ich den Boden für die Erwartungshaltung eines Handelstages.

Diese entscheidet darüber auf welcher Seite eines Trades ich mich an diesem Tag bevorzugt befinden möchte.

Trades gegen diese Richtung sind zwar möglich, doch arbeite ich dann mit wenig Risiko bei der Lotgröße, dem Exit und Entry.

Zusätzlich suche ich nach wichtigen Stoplevels im Markt.

Auch hier hilft die Interpretation des Charts nach Markttechnik.

Sollte es in bestimmten Kurszonen zu einer Häufung wichtiger Stoppunkte kommen, habe ich das selbstverständlich auf dem Radar.

Wirklich gute Situationen für einen direkten Trade an diesen Stoppunkten, tauchen relativ selten auf.

Wenn absolut eindeutig  Stops aus mehreren Zeitebenen innerhalb einer kleinen Kursspanne zu erwarten sind, riskiere ich auch hin und wieder einen Breakout direkt zu traden.

In fast allen anderen Situationen steige ich deutlich vor sichtbaren Ausbruchsmarken ein - sprich:

Gut zu wissen

Ich eröffne Positionen gegen die kurzfristige Bewegung, um den größeren Trend, beziehungsweise den letzten Impuls zu spielen.

Der Hauptvorteil: Ein besseres Chance Risiko Verhältnis (kleinere aber dennoch sinnvolle Stops und größere Kurschance).

Zeiteinheiten und ihr Zusammenspiel

Wer als Trader das markttechnische Zusammenspiel der verschiedenen Zeiteinheiten beherrscht, sticht alle Trading Robots und Expert Advisor um Längen aus.

Wieso?

Weil es extrem schwierig ist eine solche Interpretation der Kursverläufe in Programmcode zu packen.

Dennoch ist sie enorm wichtig.

Jetzt zeige ich dir, wie ich die unterschiedlichen Zeitebenen im Chartverlauf für mein Trading verwende:

Alles beginnt mit dem Meta Picture (Tageschart)

Dies bezieht sich immer auf meine eigene Hauptzeiteinheit.

Für mich ist das in meinen Märkten der M15. Hier setze ich die Großzahl meiner Tradingideen um.

Da ich Trades nicht so selten über mehrere Stunden halte, leite ich mir das Big Picture immer vom Tageschart her. Diese Zeiteinheit ist die wichtigste an der Börse und verdient von jedem Trader Beachtung.

Den Stundenchart beachte ich auch, doch er dient mir meist nur als zusätzliche Hilfe bei der Kurszielbestimmung und als Richtschnur für die Eröffnung einer Position.

Hohe Zeiteinheiten sind unwichtig

Stimmt nicht!

Dem Wochen und Monatschart schenke ich zwar die wenigste Aufmerksamkeit beim Daytraden.

Doch ich habe sie immer im Hinterkopf.

Vornehmlich dann, wenn sich die Kurse wichtigen Preismarken aus diesen Zeiteinheiten nähern. Ich möchte mich nicht intraday gegen einen gerade getriggerten Breakout stellen, der vom Monatschart herrührt.

Auch für Gewinnmitnahmen habe ich solche langfristigen Charts im Blick.

Vielfach prallen die Kurse im ersten Test an übergeordneten Marken ab und ich müsste - für meine Verhältnisse - zu viel Gewinn riskieren, um realistisch eine Chance zu haben noch mehr Gewinn zu bekommen.

High Value Monstertrades nutzen

Wichtige übergeordnete Chartpunkte können regelrecht wie Kursbooster wirken und zu tollen Tradingchancen führen.

Wie kommt das?

Bei einigen sehr günstigen Konstellationen macht es nämlich Sinn im M1 einzusteigen, um sich mit kleinem Stoploss und großer Lotgröße vor einem möglichen Breakout in höheren Zeiteinheiten zu platzieren.

Wenn solche Tradingideen aufgehen, entstehen dann nicht selten Gewinner mit sehr hohen Vielfachen des eingegangen Risikos.

In sehr schnellen Märkten (meist nach News) trade ich den M1 als Hauptzeitebene. In diesem Fall liefert mir der M15 das Big Picture und der Rest interessiert mich nicht.

Wieso wird der Minutenchart in dieser Situation so wichtig?

Die Antwort ist simpel: 

Gut zu wissen

In schnellen Märkten bekomme ich in höheren Zeiteinheiten meistens keinen Einstieg über ein Retracement mehr, bevor meine Zielzonen angelaufen werden.

Markttechnik Stop Strategie: Darauf kommt es an

Mach dir hierzu tiefgehende Gedanken!

Clevere Stops sind ein im wahrsten Sinne des Wortes ein Knockout-Kriterium beim Traden nach  Markttechnik.

Gute Stopstrategien leiten sich direkt aus dem Markttechnik Ansatz ab und sind in jedem Buch darüber beschrieben (s. Abschnitt über Exit Strategien weiter oben).

Fast alle sinnvollen Stoppunkte repräsentieren wichtige Preislevel im Chart (Bar/Kerzenextrem, lokaler Extrempunkt, Eröffnungs- oder Tageschlusskurs, Tagesextrem).

Gute Stoplevel im Kursverlauf zu finden ist keine Kunst.

Eine Kunst ist es dagegen, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Markttechnik Stop-Strategie einzusetzen.

Meine Daumenregel:

Je mehr Gewinnpotential du einem Trade zuschreibst, desto weiter kannst du den Stop setzen. Doch muss er grundsätzlich immer so eng wie möglich gehalten werden.

Nun werde ich kritischer!

Markttechnik Kritik: Rumnörgeln geht immer

Die Markttechnik macht da keine Ausnahme.

Was mir nicht gefällt, ist:

Eine gewisse Schwammigkeit bei der Interpretation von Korrekturen und des Trendfortschritts. Genauso wie bei der Definition eines Breakouts.

Wie kleinlich sollte man Retracements oder besser Korrekturen definieren, ist eine Frage, die sich sicherlich schon viele Trader gestellt haben, welche nach Markttechnik handeln.

Eine sehr lockere Definition ist beispielsweise

„Die Korrektur muss dem vorhergehenden Impuls angemessen groß sein“.

Super! Wie soll ich das abschätzen?

Was ist groß?

Markttechnik Coach - Die größe einer Korrektur richtig abschätzen

Je nach Länge des vorhergehenden Kursimpulses, sieht eine absolut gleich große Korrektur, beim Betrachter des Charts, unterschiedlich groß aus.

Traden nach Markttechnik und die Breakout Definition

Auch bei Breakouts aus alten Kursextrema gibt es Interpretationsspielraum.

Traden nach Markttechnik und das Problem der falschen Ausbrüche

'Falsche' Kursausbrüche beim Traden nach Markttechnik (gelbe Pfeile).

Ein kurzer Spike über das letzte Bewegungshoch/tief hinaus stufen viele Trader nicht als neues Extrem ein, wenn der Kurs daraufhin sofort wieder unter das alte Bewegungshoch/Korrekturhoch zurückfällt (Stops ziehen).

Ich übrigens auch nicht.

Markttechnik Ausbruch handeln - die Stolperfallen

Diese einfache Schemazeichnung soll klar machen, welche massiven Folgen ein unterschiedlich kleinlich definierter Ausbruch auf das Big Picture in einem Markt haben kann. Wer das angedeutete Hoch (graue dünne Linie) als echtes neues Hoch ansieht, der hat es in diesem Beispiel mit einem Trendbruch (orangener Strich) zu tun. Wer dieses unscheinbare Hoch als falschen Ausbruch interpretiert, für den Trader befindet sich der Markt weiterhin im intakten Uptrend (gelber Strich), da die Kurse immer noch in der Korrektur/Range laufen.

Aus meiner Erfahrung liefert eine nicht zu kleinliche Betrachtungsweise, im praktischen Handel, die besten Ergebnisse.

Die richtige Interpretation des Trendfortschritts (ein Megaskill)

Eine weitere unscharfe Geschichte, ist das Interpretieren des Trendfortschritts.

Wann ist ein Trend weit fortgeschritten?

Auch diese Frage wird dir jeder Markttechnik-Trader etwas anders beantworten.

Einige machen es an der:

  • Anzahl der Korrekturen fest
  • Andere an der Kursspanne oder an beidem.

Charles Dow hat es auch an der:

  • Zeit fest gemacht.

Diese spielt für mich im Trading allerdings keine Rolle.

Die Monsterprogression nach Erdal Cene

Erdal Cene bringt diesbezüglich in seinem Buch ‚Professioneller Börsenhandel’ eine stark ausgeprägte Bewegungswelle ins Spiel.

Hierbei handelt es sich um einen Bewegungsimpuls innerhalb eines Trends, der deutlich weiter geht, als die vorhergehenden Impulsbewegungen.

Markttechnik Bewegungshandel - Erdal Cene Monsterprogression

'Monsterprogression' nach Erdal Cene

Solange dieser ausgedehnte Impuls nicht ersichtlich ist, kann der Trend - nach dieser Regel - noch nicht als sehr weit fortgeschritten gelten.

Aus meinem Trading weiß ich:

Ein starker Bewegungsimpuls findet während eines Trends tatsächlich recht häufig statt.

Manchmal eben aber auch nicht und der Trend wechselt trotzdem (evtl ist es zeiteinheitenabhängig und es bedürfte einer genaueren Untersuchung).

Wasserdicht gibt es an der Börse einfach nicht. Sei dir dessen immer bewusst!

Kein Allheilmittel, kein heiliger Gral (och ne)

So ist es.

Die Markttechnik ist auch nicht das Non Plus Ultra.

Tradingerfolg ist zwar für jeden möglich, aber es wird niemals jeder schaffen!

Du musst absolut bereit sein deinen Teil zum Erfolg beizusteuern.

Und zwar, indem du dich:

  • spezialisierst
  • qualitativ gute Markterfahrungen aufbaust
  • Schlüsse ziehst
  • daraus deinen eigenen Ansatz formst
  • flexibel bleibst
  • und deine Emotionen unter Kontrolle bringst.

Dafür wirst du am Ende bezahlt.

Schlussglocke

Nach Grundsätzen der Markttechnik zu Traden macht Sinn. Es ist ein sehr gut hergeleiteter, solide durchdachter und universell einsetzbarer Tradingansatz. Sehr viele profitable Trader verwenden die Markttechnik in irgendeiner Form. Du musst selbst herausbekommen, was für dich gut funktioniert und was nicht. Einen Anhaltspunkt dafür konnte ich dir mit diesem Artikel hoffentlich vermitteln.

P.S. Du brauchst 2 einfache, funktionierende Tradingsetups nach Markttechnik?

Dann lade Dir jetzt mein '2:1 Pro Setup - Factsheet' runter - kostenlos. Gebe dazu direkt hier unten Deine E-Mail ein und klicke auf den gelben Button!

  • Hallo Ingmar,
    danke für den interessanten Bericht über Markttechnik.
    Ich wollte den Factsheet downloaden, aber meine E-Mail -Adressen
    haben das “falsche Format”.?

    Freundliche Grüße,
    Helga Hill

    • Hallo Helga,
      hatte leider eben erst Zeit deinen Kommentar freizuschalten.

      Freut mich, wenn dir der Artikel gefällt. Hoffentlich kannst du was für dich mitnehmen!

      Gab es eine Fehlermeldung bei der E-Mail Eintragung, oder wie?

      P.S. Kann ich dich auf deiner hinterlegten Mailadresse anschreiben?

      Gebe mir dazu doch mal kurz Bescheid, vielen Dank und

      beste Grüße
      Ingmar

  • Hallo Ingmar,

    auch ich konnte den Factsheet nicht runterladen, Du kannst ihn mir gerne an die E-Mail Adresse schicken. Ich erhalte immer diese Fehlermeldung:

    Es ist ein Fehler aufgetreten!
    Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse hat das falsche Format.

    Viele Grüße
    Mirko

    • Hallo Mirko & Helga,

      jetzt geht wieder alles und ihr könnt euch das Factsheet holen, war mein Fehler! Sry…

      Beste Grüße