Traden auf Tagesbasis (ohne Indikatoren)

Markttechnik in Aktion

Hier sind meine letzten Trades nach Grundlagen der Markttechnik aus den übergeordneten Zeitrahmen.

Trade #4 Crude  long (fortlaufend nummeriert, seit ich ernsthaft übergeordnete Zeitrahmen trade) 

Crude Oil Trade Tageschart long Oktober 17 bis Februar 18
Dailychart: zum Vergrößern auf den Chart klicken (graue Linien kennzeichnen die einzelnen Trailingstoplevels)

Am 7. Feb wurde mein Longtrade im Crude vom Markt beendet. Diesen hatte ich bereits Ende Oktober initiiert.

Die Hauptzielzone lag bei 66,50 bis 70 Dollar pro Fass und wurde bis jetzt am unteren Rand angelaufen, sodass ich den SL enger nachziehen musste.

Am 19.1. flog die halbe Position bei 63,05 Dollar raus und sicherte mir bereits das rund 2 fache Risiko. Der Rest wurde bei 62,78 ausgestoppt. Insgesamt verdiente ich mit dieser Tradingidee circa das vierfache Startrisiko.

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Schlussglocke: Bin ich zu frieden? Ja, auf alle Fälle. Ich habe meinen Plan 1:1 umgesetzt. Darauf kommt es an. War der Plan gut? Auch hier muss ich  ganz klar sagen, ja! Ich habe einen mittelfristigen Preisschub richtig antizipiert. Preise deutlich über 70 Dollar sind für mich bis jetzt nicht das Basiszenario.

Trade #5 Bund short

Bund Future Trade short Stundenchart Januar 18
Stundenchart H1: zum Vergrößern Chart anklicken (rote Linie = ISL, grüne gestrichelte Linien Entry & Exit Level, blaue Pfeile Exitzeitpunkt)

Am 25. Januar shortete ich den Bund Future.

Die Idee nach Markttechnik kam auch hier vom Daily und Weekly Chart. Nach einem Trendbruch auf Tagesbasis verkaufte ich den ersten Kursrücksetzer über den 1h TF bei 160,23. Stoppen konnte ich bei 160,75 und damit relativ eng im Stundenchart.

Die erste Minimalzielzone legte ich bei 158-156 fest (untere Rangebegrenzung Weekly/Daily s.u.)

Weekly Chart: rote Linie Trendbreak Daily und gleichzeitig Setuptrigger short

Auch hier wurde ich zuerst mit der halben Position ausgestoppt, nachdem die Kurse den oberen Bereich der ZZ sehr direkt anlaufen konnten und ich den SL aggressiv nachgezogen hatte.

Der Rest der Position ist erst an diesem Mittwoch über dem Vorwochenhoch – bei 158,71 –  flat gegangen. Unter dem Strich erreichte auch dieser Trade ein Risk to Reward von mehr als  3:1.

Schlussglocke: Mit der Umsetzung dieses Trades bin ich ebenfalls zufrieden, da der Plan optimal ausgeführt wurde. Ich hatte den Trade frühzeitig auf dem Radar, war im entscheidenden Moment zur Stelle und die Minimalzielzone konnte erreicht werden.

Trade #6 EUR/USD long

EURUSD long Trade 4h 1h Retest Verlaufshoch Tageschart
4H Chart: zum Vergrößern Chart anklicken (grüner Pfeil Entryzeitpunkt, rote Linie ISL,  blaue Linie Minimalzielzone)

Im EUR bin ich am 12. Feb eine kurzfristiger ausgerichtete Longposition gegen den Dollar eingegangen.

Der Einstieg erfolgte wieder über den 1h Chart. Wobei das Gesamtsetup erneut vom Dailychart kam.

Die Idee: Ein schneller Retest des Verlaufshochs aus dem Tageschart bei etwa 1.2540.

Der Einstieg wurde konkret über einen kurzfristigen Kursrücksetzer vorgenommen, welcher sich innerhalb einer – zum Tagestrend prozyklisch  ausgebildeten – inversen SKS oder auch W Umkehrformation im H1 vollzog. Diese Chartformation lag zusätzlich auf dem Niveau wichtiger Supportlevel von mitte Januar.

Als Minimalzielzone legte ich den Kursbereich von rund 1.2400 fest.

Nachdem diese fast direkt angelaufen werden konnte, sicherte ich einen Großteil der Gewinne über ein Bartief im 4h Timeframe ab und gab dem Markt die Chance, weiter bis zur Hauptzielzone zu laufen. Leider tat er das nicht und mein Trailingstop wurde am 14. Feb ausgelöst.

Dieser Trade schaffte ein realisiertes Risk to Reward von etwas mehr als 1,5:1.

Schlussglocke: Obwohl die Hauptzielzone nach einer starken Kursbewegung – in Folge von News -doch noch exakt erreicht werden konnte, kann ich mir nichts wirklich vorwerfen. Außer: Ich hätte noch etwas aggressiver Gewinne sichern können.

Wieso? Weil mir klar gewesen ist: Es würde schwer werden, dass die Kurse in einer sauberen 4h Bewegung zum Retest des Daily Verlaufshochs ziehen werden. Und ich wollte keine größere Reaktion nach unten aussitzen, denn auf Tagesbasis ging  ich zunächst durchaus von erneut schwächeren Kursen aus (Range).

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Takeaways

  • Bei allen Trades spielten für mich die Zeitrahmen vom Stundenchart bis zum Wochenchart eine Rolle.
  • Die Big Picture Tradingidee holte ich mir immer vom Tageschart.
  • Der konkrete Einstieg erfolgte – bei zwei von drei Trades – jeweils über Kursrücksetzer im untergeordneten Stundenchart.
  • Bei einem Trade handelte ich direkt den Breakout auf Tagesbasis (Doppel Tasse Henkel Formation), konnte aber dennoch einen kleineren sinnvollen ISL  unterhalb eines Zwischentiefs setzen (Crude Trade). Ein wichtiger Breakout muss schnell anlaufen, da stoppe ich immer eng (zur not hinter Kerzenextrema).
  • Sobald die Kurse die Zielzonen in etwa anlaufen konnten, sicherte ich Gewinne aggressiv ab.

Durch diese Vorgehensweise ist es möglich, optimale Kursverläufe auf übergeordneten Zeitrahmen, mit niedrigem Startrisiko zu spielen. Wohlgemerkt: nur Optimalszenarien (Bewegungsschübe, keine Trends).

Fragen zu den Trades? Ab damit ins Kommentarfeld!

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