Profitable Trading Strategien bauen (in 5 Schritten)

Perfekte Trading Strategien = maximale Disziplin = sprudelnde Gewinne

Bitte mal dir einfach mal aus, wie es sich anfühlt, wenn du souverän, diszipliniert und zuversichtlich deine Trades durchführst! Du arbeitest Tag ein Tag aus deinen Tradingplan meisterhaft ab und dein Konto wächst und gedeiht. Ohne gute Trading Strategien wirst du dieses Hochgefühl niemals erleben dürfen, niemals.

Sei dir darüber bewusst.

In diesem Moment fragst du dich sicher: traden lernen, Forex oder CFD Strategien entwickeln, wie soll ich das nur hinbekommen?

Welcher Trader hat sich das noch nicht gefragt, halb so wild!

Damit du deine neuen Tradingschuhe nicht gleich an den Nagel hängst, werde ich dir in diesem Blogpost zeigen, wie du einen perfekt zu dir passenden Tradingansatz aus dem Boden stampfst.

Und zwar zielgenau auf deine Person zugeschnitten, in kürzester Zeit und egal für welchen Markt.

Als Sahnehäubchen spendiere ich dir zum Schluss noch ein besonderes Traderleckerli (das hast du dir dann wirklich verdient): eine fertige, vielfach erprobte Daytrading Strategie als Videoanleitung.

Ok, stechen wir in See! Oder besser erstmal in den Tümpel…

Tipp: Wie du den Artikel lesen solltest (er ist etwas länger)

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Der ganze Artikel ist für einen Trading Anfänger ausgearbeitet. Deshalb lohnt es sich als Beginner, den Post vom Start bis zum Schluss durchzugehen.

Du bist absoluter Anfänger?

  • Starte mit der Begriffsdefinition und eigne dir Hintergrundwissen an.

Du interessierst dich nur für das Entwickeln einer Strategie?

  • Steige direkt mit dem Pfad der Torturen ein.

Strategie am Start, aber kein Vertrauen?

  • Beginne mit dem Abschnitt 'Wo zum Teufel hol ich das Vertrauen her'.

Dir reicht Inspiration und eine neue Idee für ein Trading Sytem?

  • Dann nehme dir direkt das Video vor und zieh dir danach die 7 Meilenstiefel plus die Takeaways rein.

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Die NFP Impuls-Strategie (Video Tutorial)

Lerne eine einfache, solide Day Trading Strategie für schnellste Gewinne

Es sollte dir dabei jedoch klar sein:

Du hast dir diese Strategie nicht selbst erarbeitet und du kannst daher zwangsläufig nicht sofort feste Überzeugung in sie aufbauen.

Das heißt für dich:

Nutze diese Trading Strategie als solide Startrampe und sammel unverzüglich deine ersten intensiven Tradingerfahrungen.

Diese Strategie wird dir ermöglichen dich den Märkten – aus dem Stand – mit einem festen Regelwerk zu nähern.

Du spürst sofort wie es sich anfühlt nach strikten Vorgaben zu traden und wie schwer es sein kann die Disziplin dabei aufrecht zu erhalten.

Trading Strategien: Lass uns die Definition festzurren

Als Trader begegnen dir unzählige Begriffe. Viele werden nie genau definiert und völlig willkürlich gebraucht.

Davon halte ich nichts, denn es führt immer wieder zu Unklarheiten.

Meine Definitionen der grundlegenden Begrifflichkeiten zum Thema systematisches Traden sehen wie folgt aus:

Ganz oben steht der Tradingansatz.

Dieser unterscheided dein Trading auf die grundsätzlichste Art und Weise.

Und zwar in Richtung und keine Richtung (Spekulation auf Kursveränderung vs Spekulation auf Kursstabilität).

In der nächsten Unterscheidungebene ist der Tradingstil angesiedelt.

Hierzu zähle ich im Bereich keine Richtung zB Stillhaltergeschäfte, Differenzarbitrage, Market Making.

Auf der Seite des Richtungstradings sind zu nennen: Trend Trading, Swing Trading, Scalping oder eine Mischform.

Konkrete Einstiegssetups wie Chartpattern, Indikatorkonstellationen oder Kombis davon laufen bei mir unter Einstiegstaktik.

Fundamentalanalyse kann ebenso zum Ableiten guter Tradingideen beitragen. Aber auch sie macht keine umfassende Trading Strategie aus.

Jetzt weißt du schon mal was Trading Strategien nicht sind.

Mit diesen 3 Säulen steht und fällt alles

Ja, diese Aussage ist nicht übertrieben.

Trading Strategien werden immer aus genau drei Bestandteilen geformt. Und mit beliebten Bezeichnungen wie Positionstrading oder Daytrading hat das wenig zu tun.

Dafür sind diese Bestandteile wichtig:

  1. Risiko-Management/Money-Management
  2. Trade-Management
  3. Einstieg

Solide Trading Strategien bestehen aus 3 Grundpfeilern RM, TM, Entry

Präge dir diese Säulen gut ein! Sie sind das Grundgerüst für deinen Erfolg an der Börse.

Zum Risikomanagement zählt für mich im engeren Sinne:

Festlegung des Initial Stops und maximales Portfoliorisiko (wenn du mehrere Trading Strategien gleichzeitig verwendest).

Im weiteren Sinne:

Selbtsmanagement und Worstcaseplanungen für dein gesamtes Tradinggeschäft.

Zum Moneymanagement:

Die Festlegung der Positionsgröße für einen Trade.

Das Trade Management umfasst dagegen alle Aktionen, die nach dem Eröffnen einer Position getätigt werden.

Der Entry: Überbewertet aber nicht nutzlos

Die dritte Säule ist der konkrete Einstieg in den Markt.

Dafür werden bestimmte Trading Setups vordefiniert. Sie enthalten also klar definierte Bedingungen um einen Trade zu eröffnen. Wobei ein Trader das sehr genau festlegt, ein anderer wiederum etwas weniger streng.

Übrigens habe ich die drei Säulen nach Wichtigkeit aufgezählt.

Und erkennst du, dass Trading Strategien nicht mit dem Tradingstil oder der Einstiegstaktik gleichzusetzen sind?

Die Maske fällt

Bringen wir die Definition allgemeingültig auf den Punkt:

Trading Strategien sind das Bindeglied von Tradingstil sowie Entry- und Exittaktiken, ergänzt um Regeln zur Festlegung der Positionsgröße für einen Trade. Im Rahmen deines vordefinierten Risikomanagements.

Noch etwas simpler formuliert:

Eine Trading Strategie sagt dir, wann du eine Position eröffnen, wann du sie schließen und wie viel Risiko du eingehen darfst.

Dabei muss die Trading Strategie auch deine Ziele berücksichtigen und sie muss mit einbeziehen, wie du Entscheidungen triffst und welche Fähigkeiten dir liegen.

Nicht wenige Trader verwenden den Begriff Tradingansatz und –strategie synonym. Wie du gesehen hast: Ich tue das nicht.

Damit bin ich in der Lage jederzeit genau zu wissen worüber ich mir Gedanken mache und an welcher Schraube ich bei meinem Trading gerade wirklich drehe.

Ohne ausreichend Hintergrund werden deine Aktionen willkürlich und vom Zufall abhängig. Deshalb habe ich diese begriffliche Herleitung für dich vorangestellt.

Trading Strategien: Du musst wissen, wann du sie einsetzt

Noch ein ganz wichtiger Punkt, den du unbedingt auf dem Schirm haben musst!

Wann darfst du deine Trading Strategie überhaupt einsetzen?

Beispiel:

In einem klar ausgeprägten Seitwärtsmarkt wird eine Trend Trading Strategie bestenfalls keine Verluste produzieren. Im schlimmsten Fall demontiert sie Stück für Stück dein Konto.

Der Auslöser dafür ist nicht deine ausgearbeitete Trading Strategie an sich, sondern vielmehr der zugrundliegende Tradingstil der Gesamtstrategie.

Klar ist nämlich:

Kein Tradingstil funktioniert zu jeder Zeit und in jedem Marktumfeld

Lege also Regeln fest, wann du mit einer bestimmten Trading Strategie aktiv werden darfst.

Liegen die Bedingungen für den Einsatz deiner Strategie nicht vor, hast du drei Optionen:

  1. halte dich mit dem Trading zurück.
  2. handel die Strategie weiter, aber mit weniger Risiko pro Trade.
  3. entwerfe mehrere Trading Strategien um verschiedene Tradingstile herum und baue dir ein Strategie-Portfolio auf.

Logischerweise ist bei der ersten Option viel Geduld gefragt und gute Tradingchancen werden dir durch die Lappen gehen.

Die zweite Option hat einen Vorteil:

Da du nie genau wissen kannst wann das Marktumfeld wieder wechselt, bist du auf jeden Fall frühzeitig mit von der Partie, wenn es soweit ist.

Bei Option drei ist zu beachten:

Ein Portfolio an durchdachten Trading Strategien aufzubauen bedarf einiges an Aufwand.

Daher empfiehlt es sich erst eine perfekt zum Charakter passende Hauptstrategie zu entwickeln und damit schnellstmöglich in die Praxis zu gehen.

Lerne dich dann selbst als Trader immer besser kennen. Sammel intensive Markterfahrungen und baue grundlegendes Vertrauen in deine Fähigkeiten auf.

Fährst du konstant Gewinne ein (min 50 Trades), bietet es sich an zusätzliche Trading Strategien auszuarbeiten, um deine Profitabilität weiter zu erhöhen (mehr gute Chancen = mehr Gewinn).

Der Pfad der Torturen

Ich nenne diesen Absatz so, weil ich dir jetzt die exakten Schritte darlegen werde, wie du deine eigene Trading Strategie entwickeln musst.

Im letzten Teil des Artikels gebe ich dir dann eine Abkürzung zum Segelsetzen mit auf den Weg.

Zur eigenen Trading Strategie in 5 Schritten

Jetzt verlassen wir den Tümpel in Richtung offene See. Gut festhalten!

Schritt 1: Lerne deinen Charakter kennen (maximal elementar)

Um eine auf dich zugeschnittene Trading Strategie entwickeln zu können, musst du unbedingt wissen was für ein Charaktertyp du bist.

Einige Charaktereigenschaften im Überblick:

  • hibbelig
  • behäbig
  • flegmatisch
  • rückversichernd
  • zahlenorientiert
  • musterorientiert
  • zurückhaltend, vorsichtig
  • draufgängerisch

Ein hibbeliger Action liebender Charakter, sollte zB keinen langatmigen Tradingstil umsetzen. Und wenn doch, muss für Ablenkung gesorgt werden.

Bist du allgemein nicht dazu bereit hohes Risiko auf dich zu nehmen und agierst eher abwartend und rückversichernd, solltest du für mehr Bestätigung bei deiner Einstiegstaktik sorgen und grundsätzlich einen defensiven Positionsgrößenalgorithmus anwenden.

Dieser schützt vor schnellen und starken Kontoschwankungen.

Außerdem solltest du dir klarmachen ob du ein analytisch, zahlenorientierter Mensch bist, oder eher in Richtung Künstler- Freidenker tendierst.

Gut zu wissen

Zahlenmensch und Künstler können an der Börse erfolgreich sein.

Der Künstlertyp muss jedoch eine wesentlich weniger starr festgelegte Trading Strategie verfolgen und liebt den fortlaufend kreativen Prozess des ‚Marktlesens’ und ‚Ideenfindens’.

Ein Zahlenmensch und Rückversicherer, der ohne eine ausreichende Zahlenbasis kein Vertrauen aufbauen kann, und den das ständige Austüfteln von Systemen berauscht, wird eher mit einem Auto Trading-System erfolgreich sein.

Auch eine Trading Strategie welche Fundamentaldaten in Entscheidungsprozesse mit einbezieht, kann für diesen Typ Mensch Vorteile bringen.

Dabei kann er ebenfalls mit Zahlen jonglieren.

Wie du deinen Charakter entdeckst

Beobachte dich und sei aufmerksam bei dem was du tust.

Erinnere vergangene Situationen und Erfahrungen im Leben und stelle dir dann die Frage: Was hat mich genau zu welcher Tat oder Entscheidung bewogen? Was waren die wahren Gründe dahinter?

Höre dir auch die Einschätzung vertrauter Personen über dich an.

Außerdem: Trade eifrig in der Demo und notiere eine ganze Weile deine Gefühle während du am Markt bist. Dabei geht es nicht darum einen theoretischen Gewinn zu verbuchen. Es zählt nur deine instinktive Gefühlswelt, die du dabei erlebst.

Es ist ein erstes Austesten deiner Persönlichkeit im Zusammenspiel mit dem Markt.

Diese Fragen musst du beantworten..

  • 1
    Macht es dir zum Beispiel nichts aus Gewinne laufen zu lassen?
  • 2
    Oder fällt es dir schwer, auf den nächsten Trade mehr als 10 Minuten warten zu müssen?
  • 3
    Bringen dich schon kleine Verluste aus der Fassung?
  • 4
    Überfordert dich zu viel Zahlenkram bei den Entscheidungsprozessen?
  • 5
    Findest du es klasse Muster im Preisverlauf zu erkennen, oder verwirrt dich ein Preischart eher?
  • 6
    Fällt es dir schwer, eine Position zu eröffnen, wenn du die fundamentalen Zahlen dieses Wertpapiers nicht kennst?
  • 7
    Liebst du den Gesamtüberblick, oder gehst du im Klein Klein der Kurse oder Zahlen auf?
  • 8
    Erquickt es dein Herz, wenn die Kurse wild und volatil werden?
  • 9
    Erlebst du Glücksgefühle bei immer gleichen, langsamen Kursbewegungen und macht es dir nichts aus lange auf Gelegenheiten zu warten?
  • 10
    Magst du es nicht Entscheidungen ohne statistische Zahlengrundlage zu treffen?
  • 11
    Tüftelst du lieber an neuen Strategien, oder genießt du den aktiven Tradingprozess?

..um deinem Charakter auf die Schliche zu kommen!

Ich kenne persönlich zwei Trader, die vor dem Traden glaubten sie wären risikobereite Personen. Nachdem sie sich über einige Wochen genau beim Traden beobachtet haben, waren sie über sich selbst überrascht.

Wieso?

Sie mussten sich eingestehen: Zumindest wenn es um Geld geht, schienen sie richtige Hosenscheisser zu sein.

Jetzt weißt du hoffentlich, wieso du sehr schnell in die Praxis einsteigen solltest. Gerade wenn es um Geld geht wird nämlich der Charakter eines Menschen besonders gut sichtbar.

Dafür reicht anfangs auch Demotrading aus.

Um Demotrading ernst zu nehmen, bedarf es allerdings einiger Tricks (dazu werde ich nochmal ein Video aufnehmen).

Schritt 2: Kenne deine Tradingziele genau (elementar)

Stelle dir folgende Fragen:

Was möchtest du mit dem Trading allgemein erreichen?

Deine Antworten könnten sein:

  • Altervorsorge,
  • Zusatzeinkommen,
  • Hautpeinkommen,
  • Urlaub dazuverdienen,
  • einfach Spaß haben.

Möchtest du maximale Rendite in kürzester Zeit, oder eine ordentliche Rendite bei angemessenen Risiken?

Beantworte diese Fragen absolut ehrlich!

Deine Antworten darauf bilden das Fundament für die Auswahl des für dich passenden Risiko- und  Money Managements.

Dieser Baustein einer Trading Strategie stellt die dickste Stellschraube für deine künftige Performance dar!

Es ist nämlich so:

Du kannst theoretisch mit jeder profitablen Trading Strategie deine finanziellen Ziele erreichen. Entscheidend ist das Design deines Positionsgrößenalgorithmus (Money-Management).

Merke dir:

Auf dem Gebiet des Money-Managements werden die ‚Game Over’ Fehler beim Traden gemacht!

Dies sind  Fehler die dein Konto ausradieren, oder im umgekehrten Fall, deine Gewinne in ungeahnte Höhen katapultieren können.

Schritt 3: Die Grundidee deiner Trading Strategie in Stein meißeln

Jetzt machst du den ersten praktischen Schritt, hin zu einem soliden technischen Fundament für deine Tradingaktivitäten.

Klartext: Du verfasst schriftlich eine Art Tradingmanifest.

Darin sollte stehen:

  • was deine Ziele mit dem Trading sind
  • mit welchen Mitteln du deine Tradingziele erreichen willst
  • und welcher grundlegender Tradingstil zur Anwendung kommen soll

Du musst auch eine Ressourcenliste anfertigen.

Darin sollte Folgendes vermerkt sein:

  • dein maximal zur Verfügung stehendes Risikokapital
  • deine Zeit, die du für den Tradingalltag aufbringen kannst oder willst
  • die Vorortsitiution: Ist ablenkungsfreies arbeiten möglich und wie oft

Warum das nötig ist?

Das Wissen über deinen Charakter und Ziele ist elementar für den Zusammenbau deiner Trading Strategie #tradingstrategy #aktien #dax30 #quoteoftheday

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Doch ohne deine aktuelle Ausgangslage genau zu analysieren, können dir Feinheiten bei der praktischen Umsetzung deiner Strategie zum Verhängnis werden.

Ganz nach dem Motto: Theoretisch perfekt, praktisch für dich leider nicht durchführbar.

Schritt 4: Konkrete Regeln aufstellen (Die Strategie wird zum Leben erweckt)

Du hast jetzt alles zusammen um die erste Version konkreter Handelsregeln auszuformulieren.

Genau das ist der Punkt an dem deine Trading Strategie Gestalt annimmt. Natürlich arbeitest du dich nach Wichtigkeit der Punkte vor.

Starte mit den Regeln für die Positionsgrößenbestimmung und dem maximal zulässigen Kontorisiko. Du musst also eindeutig festlegen, wann der Zeitpunkt erreicht ist an dem du dein Trading einzustellen hast.

In diesem Zusammenhang gilt: Regeln für den höchsten Tagesverlust, Gesamtverlust und pro Trade auszuarbeiten.

Hier ist es nicht möglich pauschale Zahlen zu nennen. Es liegt in erster Linie an deinem Charaktertyp und den Zielwerten deiner Trading Strategie.

In vielen Fällen bewegen sich Risikogrenzen im Bereich von 1% bis 5% Höchstverlust pro Handelstag, sowie 10 bis 35% Kontorisiko (Drawdown).

Du musst immer davon ausgehen 5 Maximalverluste hintereinander um die Ohren gehauen zu bekommen.

Entsprechend musst du auch dein Risiko pro Trade vorgeben. Bei kleineren Konten läuft es daher oftmals auf 1% hinaus. Bei dicken Tradingkonten ist es möglich, einen deutlich niedrigeren Wert festzulegen.

Die aggressive Kontopusher Taktik

Sollte deine Zielsetzung sein, das Konto schnellstmöglich hochzuhandeln (was ich keinem Beginner empfehle), musst du deutlich mehr pro Trade riskieren. Im Extremfall bis zu 10%. Dementsprechend darf dich ein krachender Drawdown nicht aus der Fassung bringen.

Hört sich erstmal übel an, ich weiß.

Es ist aber möglich dieses Spiel mit dem Feuer halbwegs kontrollierbar zu gestalten. Dazu musst du dein Money Management umbauen.

Die einfachste und effektivste Variante sieht wie folgt aus:

Sobald du einen bestimmten Betrag an Gewinnen absichern kannst, darfst du mit dem nächsten Trade – vom Start weg – einen Teil oder alle dieser Gewinne direkt reinvestieren.

Verlierst du die Gewinne wieder, darfst du beim nächsten Trade erneut nur das Standardrisiko einsetzen.

Ein so gestalteter Positionsgrößenalgorithmus schützt dein Konto, wenn es nicht optimal läuft. Auf der anderen Seite gibt er dir aber die Möglichkleit Vollgas zu geben, sobald du Gewinne akkumulierst.

Ganz wichtig!

Bei allen Variationen die du bei deinem Money-Management verwendest, achte immer auf dieses sogenannte Anti Martingale Prinzip.

Heißt:

Läuft es nicht gut, zwingt dich dein Money Management immer dazu auf die Bremse zu treten und vice versa.

Viele Anfänger machen es exakt andersherum. Die Konsequenz: Vorprogrammierter Kontotod.  

Das Trade Management in Form gießen

Als nächsten Punkt nimmst du dir das Trade Management vor. In diesem Abschnitt legst du die grundlegenden Exitstrategien fest.

Du brauchst clevere Regeln für: 

  • sehr schlecht anlaufende Trades 
  • für solala Trades, die aber nicht wirklich von der Stelle kommen 
  • und für gut laufende Trades

Der Exit aus Trades hat eine weitaus höhere Bedeutung als der Einstieg. Durchdenke deine Exits daher sehr ausführlich. Bewährte Exitstrategien findest du in meinem Artikel über professionelles Trade Management

Sei dir unbedingt darüber im Klaren, dass gute Exits schlechte Entries kompensieren können, jedoch nicht umgekehrt!

Berücksichtige das bei der Planung aller Trading Strategien.

Am Ende er ‚To Do Liste’ für den ersten Entwurf deiner Handelsstrategie, steht der Markteinstieg auf dem Programm.

Der Einstieg (um zu gewinnen: irrelevant)

..aber wichtig für einen guten Profitfaktor. Deshalb musst du auch für diese Säule deiner Trading Strategie klare Regeln zu Papier bringen.

Du musst wissen: Beim Entry geht es nicht nur um die Richtung, sondern auch um den Zeitpunkt des Einstiegs.

Warum ist der Zeitpunkt wichtig?

Weil ein guter Zeitpunkt beim Entry dafür sorgen kann, dass dein Chance Risiko Verhältnis in einem Trade steigt.

Es gilt:

Früh in Bewegungen zu kommen, aber möglichst spät die tatsächliche Position zu eröffnen.

Nein, dass ist kein Widerspruch 😉

Ein guter Trader bildet durchaus ein Gespür dafür aus, erst dann in den Markt zu gehen, wenn der Zeitpunkt für eine Bewegung – in die anvisierte Richtung – nicht mehr zu weit in der Zukunft liegt.

Auf der anderen Seite wird er erst dann aktiv, wenn das Chance Risiko Verhältnis für ihn offensichtlich gut genug ist.

Ansonsten gilt folgende Daumenregel bei der Entrytaktik:

Trade alles was dir zusagt, solange es möglich ist einen sinnvollen und möglichst engen Stop Loss zu setzen.

Mein Blogpost über dauerhaft funktionierende Trading Setups, sollte dir eine gute Quelle der Inspiration sein, um gute Entryregeln für deinen Ansatz auszuformulieren.

Hast du alle bisherigen vier Schritte vollzogen, solltest du nun eine erste sogenannte 80% Version deiner künftigen Trading Strategie auf den Weg gebracht haben.

Diese 80% Version ist die Ausgangsbasis für alle weiteren Anpassungen deiner Trading Strategie

Schritt 5: Verbesser deine 80% Version Schritt für Schritt

In diesem Stadium deiner Traderlaufbahn geht es darum mit wenig Risiko die ausformulierte Trading Strategie hart anzutesten (Echtgeldtrading) und weiter zu verbessern.

Erst jetzt wirst du merken ob deine Trading Strategie tatsächlich zu dir passt und wie gut sie sich umsetzen lässt.

Logischerweise kann es zu diesem Zeitpunkt durchaus vorkommen, dass du alles über den Haufen schmeißen musst. Zurück auf Start heißt es dann.

Sehr ärgerlich, wenn du vorher monatelang an einer vermeintlich perfekten Trading Strategie gefeilt hast und nicht in die Puschen kamst.

Mein Motto deshalb:

Starte möglichst schnell und solide, aber nicht perfekt!

Konkret solltest du in etwa so vorgehen:

  • Ernsthaftes Demotrading (50 nach Regeln durchgeführte Trades), Ergebnis im Rahmen der Erwartungen, dann:
  • 50 Trades mit sehr geringem Risiko (Echtgeld), Ergebnis weiterhin gut, dann:
  • Echtgeldtrading mit Standard-Risikoparametern.

Fallen die Zwischenergebnisse nicht optimal aus, musst du sofort analysieren woran es liegen könnte und deine Regeln nacharbeiten.

Dafür benötigst du Tradeaufzeichnungen.

Ein Trading Journal zu führen ist für viele Trader nicht so prickelnd. In meinem Trading Tagebuch Artikel zeige ich dir, wie du es am effektivsten anstellst und noch Spaß dabei hast.

Danach durchschreitest du den Optimierungsprozess deiner Tradingstrategie erneut. Solange, bis die Ergebnisse im Rahmen deiner Erwartungen liegen.

Wo zum Teufel hol ich das Vertrauen her?

Beim Thema Trading Strategien entwickeln darf eine Sache nicht ausgeblendet werden: Das Vertrauen!

Fakt ist:

Solange du kein Vertrauen in deine Trading Strategie aufgebaut hast, bist du zum Scheitern verurteilt.

Ganz egal, wie gut du die Strategie auch austüfteln konntest!

Unter dem Strich läuft es beim langfristig erfolgreichen Trading auf unerschütterliches Vertrauen in deine Strategie und deine Fähigkeiten hinaus, deinen Ansatz täglich auf die Straße zu bringen.

Mit diesem Blogpost möchte ich dir dabei helfen.

Die bisher genannten Punkte und Schritte beim Entwerfen deiner Trading Strategie unterstützen den Vertrauensaufbau in dein Trading automatisch.

Zwei Dinge muss ich dazu jedoch noch auf die Bühne bitten, die nur selten die Chance bekommen öffentlich aufzutreten:

  1. Glaubenssätze
  2. Training

Es ist nämlich so:

Zu jeder #Trading Strategie gehört ein bestimmtes grundlegendes Mindset (Einstellung). Dieses wird durch Überzeugungen, also Glaubenssätze, gebildet #quotestoliveby #dax30 #aktien

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Du musst unbedingt die wichtigsten produktiven Glaubenssätze übernehmen, die deinen Tradingstil unterstützen.

Tust du das nicht, wird es für dich unmöglich sein echtes tiefgehendes Vertrauen in dein Trading zu entwickeln und dein Potential voll auszuschöpfen.

Im schlechtesten Fall sabotierst du beständig deine Aktionen, brichst dein mühsam erarbeitetes Regelwerk und verkrampfst mental.

Was das für deine Performance bedeutet, kannst du dir hoffentlich selbst zusammenreimen.

Glaubst du beispielsweise:

Heutzutage funktioniert Trend Trading nicht mehr, weil zu viele Computer den Markt zu effizient machen

..brauchst du mit Trend Trading erst gar nicht anfangen.

Deine zwei Optionen sind:

  • Wähle einen anderen Tradingstil aus, oder
  • veränder deine Glaubenssätze.

Beides muss zwingend zusammenpassen!

Du möchtest wissen, wie du Glaubenssätze effektiv veränderst? Dann schau dir mein Videotutorial dazu an.

Jetzt bitte ich den zweiten Punkt auf die Bühne!

Training: Das A und O jeder Performancedisziplin

Genau, es ist Training 😉

Training ist ein Muss, wenn es um Vertrauensaufbau als Trader geht.

Wieso?

Jeder Peformer baut Selbstvertrauen nach einem sehr ähnlichen Grundprinzip auf. Training, respektive Übung ist dabei der Dreh- und Angelpunkt #trading #quoteoftheday #aktien 

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Und als Trader trittst du nun mal in einer Performancedisziplin an.

Nur durch ständige und bewusste Übung erlernen wir spezielle Fähigkeiten so gut, dass wir besser sind als der Durchschnitt.

Trainingsergebnisse müssen regelmäßig analysiert– und das daraus entstandene Feedback muss genau ausgewertet werden.

Wenn deine Ergebnisse im Zielkorridor liegen, baut sich automatisch Vertrauen in deine Trading Strategie aber auch in deine eigene Person als Trader auf. Aus diesem Grund habe ich dir weiter oben empfohlen , Schritt für Schritt deine 80% Version der Strategie zu verbessern.

Es geht dabei nicht nur darum, die Regeln zu optimieren. Nein, du hebst dadurch auch deine Fähigkeiten als Trader Stück für Stück auf ein höheres Niveau.

Zu diesen Fähigkeiten gehört:

  • allgemeine Preisbewegungen interpretieren
  • ein Gespür für individuelle Märkte ausbilden
  • Tradevorbereitungen optimal umsetzen
  • unter Zeitdruck agieren
  • Worst Case Szenario Routinen einstudieren
  • News interpretieren
  • Musterkennung verbessern
  • Geduld trainieren
  • diszipliniert Regeln abarbeiten

und noch einige mehr.

Wie du Vertrauen als Trader aufbaust (Schritt für Schritt)

  • Ansatz ausarbeiten
  • Training ohne Risiko
  • Feedback und Analyse (diese kleine Lernschleife muss zur Not vielfach wiederholt werden, wenn die Zahlen nicht gut genug ausfallen)
  • check
    Training mit kleinem Risiko
  • check
    Feedback und Analyse s.o.
  • check
    Risiko auf Standardparamter anheben
  • check
    Feedback und Analyse
  • check
    Sukzessive Optimierung des Tradings in einzelnen Bereichen
  • check
    Fortlaufende Statistik führen und in festgelegten Zeitabständen auswerten (gute Dinge verstärken, bessere Lösungen für nicht gut funktionierende Sachen finden)

Wichtig:

Hast du dich dafür entschieden den Computer handeln zu lassen, kommt das Vertrauen durch Backtests und Montecarlo-Simulationen zustande. Weniger durch Training, da du ja nicht direkt am Markt performen musst und deine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen hast.

Als Autotrader kannst du einfach Training durch Backtests ersetzen.

Trotzdem würde ich persönlich immer mit manuellem Trading starten. So sammelst du intensive Praxiserfahrungen und eignest dir ein Gefühl für grundlegende Marktbewegungen und Tradingstile an.

An dieser Stelle hast du dich erfolgreich durch den Pfad der Torturen gehangelt. Du solltest nun wissen, wie du jederzeit zu einer neuen Trading Strategie kommst, der du 100% vertrauen kannst.

Trading-Strategien: Die Takeaways

  • Eine Trading Strategie sagt dir, wann du eine Position eröffnen, wann du sie schließen und wie viel Risiko du eingehen darfst.
  • Die 3 Bestandteile einer Trading Strategie sind:
    • Risikomanagement/Geldmanagement
    • Trademanagement
    • Einstieg
  • Setze schnell Segel und sammel Erfahrungen.
  • Du musst unbedingt wissen, in welchem Marktumfeld du deine Strategien einsetzten kannst
  • 5 Schritte zum Aufbau einer Trading Strategie:
    • Lerne deinen Charakter kennen
    • Kenne deine Tradingziele
    • Grundidee ausarbeiten
    • Konkrete Regeln aufstellen
    • Die 80% Startversion Schritt für Schritt verbessern
  • Nachhaltiges Vertrauen in die Strategie aufbauen durch passende Glaubenssätze und Training.
  • Mit steigender Tradingerfahrung weitere Trading Strategien erarbeiten und dem eigenen Traderwerzeugkasten hinzufügen.

Schlussglocke

Eine Trading Strategie sorgt für einen klar definierten, regelbasierten Rahmen in dessen Grenzen du dich beim Traden bewegen darfst. Du kannst eine einzelne Trading Strategie handeln, oder ein Portfolio. Es muss dir klar sein: Es gibt keine Universalstrategie, die in jedem Marktumfeld Gewinne erzielen kann. Aber..

Ohne #Trading Strategie schaffst du es nicht duplizierbare Ergebnisse zu erzeugen und musst früher oder später scheitern #quotestoliveby #trader #aktien #dax30

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Du bist an der Reihe!

Wie hat dir der Artikel gefallen, jetzt möchte ich deine Meinung wissen?

Gebe mir doch bitte ein kurzes Feedback, ob du schon einen Tradingansatz erfolgreich entwickeln konntest. Wo lag dabei für dich die größte Herausforderung? Und wenn nicht, was hat dich davon abgehalten?

Schreibe mir dazu einfach einen kurzen Kommentar in das Feld am Ende dieser Seite!

Nützliche Links:

Wie du dir Trading Strategien sehr systematisch erarbeitest

P.S. Du möchtest eine genial einfache und sofort anwendbare Tradingstrategie für Anfänger haben?

Dann lade dir jetzt mein Factsheet ‘Das 2:1 Pro Setup’ runter – kostenlos. Gebe dafür einfach Deine E-Mail ein und klicke auf den gelben Button!

  • ausführlich und informativ, super! Werde mich an den Schritten orientieren, wenn ich endlich mal meine eigene Strategie angehe. Hoffentlich hält die Motivation. Da hab ich bei mir immer so meine Bedenken 🙁

    Grüße
    Gisbert

    • Hallo Gisbert,
      freu mich zu hören, wenn ich dir Inspiration geben konnte.

      Zu Motivation nur soviel:

      Wenn dir etwas wirklich wichtig genug ist, solltest du dich immer wieder durchringen können aufzustehen. Hört sich hart an, aber den meisten Leuten ist eine Sache eben in den meisten Fällen nicht wichtig genug und sie wissen nicht mal, warum sie etwas überhaupt tun.

      VG

    • Hallo Helga,
      willst du das 2:1 Pro Setup Factsheet runterladen und bekommst diese Meldung, liege ich da jetzt richtig?

      VG

    • Hallo Helga!

      Alles klar. Dann bist du bereits mit dieser Adresse in meinem email Verteiler drin.

      Ich lass das Factsheet gerade neu überarbeiten. Sobald es fertig ist, schicke ich es dir direkt an deine Mail Adresse, die du hier in den Kommentaren eingegeben hast.

      P.S. Ich werde alle PDF’s des CFT Spickzettels in absehbarer Zeit an den alten Teil meiner Abonnenten mailen.

      VG