Aktienhandel lernen: Crashkurs – Börse für Anfänger (Guide)

Wie du Mickerzinsen den Laufpass gibst 

Die anhaltenden Nullzinsen lasten wie Blei auf deinem Kapital. Keine Besserung in Sicht. Aktienhandel lernen ist ein funktionierender Ausweg.

Aktien traden für Anfänger - Broker - Plattform - Strategie

Ich zeige dir alle Basics zu Aktien, Broker, Börsen, Kosten und du lernst zwei funktionierende Aktien Strategien kennen, die sofort einsatzbereit sind.

Außerdem verrate ich dir alle Tretminen beim Aktienhandel, die du unter allen Umständen umgehen musst.

Starten wir durch…

Die 8 wichtigsten Arten von Aktien

Als Startschuss möchte ich dir erstmal klar machen, was eine Aktie überhaupt ist.

Also aufgepaßt!

Eine Aktie repräsentiert einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG oder KGaA). Sie ist sozusagen ein Stück einer Firma und sie kann (muss aber nicht) an der Börse gehandelt werden.

Dieser Anteil, respektive Stückelung, wird übrigens in der Satzung eines Unternehmens festgeschrieben.

Eines der wichtigsten Unterscheidungskriterien von Aktien, sind ihre Rechte, die sie dem Aktienbesitzer (Miteigentümer des Unternehmens) zusichern.

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Alte und junge Aktien

Unter alten Aktien bezeichnet der Finanzprofi solche, die schon vor einer entsprechenden Kapitalerhöhung existierten. 

Alte Aktien vor einer Kapitalerhöhung

Besitzer von alten Aktien werden als Ausgleich Bezugsrechte zugesichert, welche diese zum Kauf von jungen Aktien verwenden können.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, Bezugsrechte, ähnlich einer Aktie an der Börse, zu verkaufen.

Unter jungen Aktien laufen solche, die den Aktionären bei einer Kapitalerhöhung, auch als Initial Public Offering  bekannt, angeboten werden. 

Junge Aktien werden bei einer Kapitalerhöhung ausgegeben

Braucht ein Unternehmen mehr Geld, hat es die Option eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Dann werden neue Aktien ausgegeben (verkauft), um zusätzliches Kapital für die Firma zu beschaffen.

Vorzugsaktien und Stammaktien

Erwirbst du eine Stammaktie, hast du ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung des Unternehmens, welches die Aktien ausgegeben hat.

Du kannst also an Entscheidungen der Unternehmensleitung teilhaben und auch dein Veto einlegen.

Stammaktien Wahlrecht Hauptversammlung
Hohe Dividende mit Vorzugsaktien

Mit Vorzugsaktien ist dir die Teilnahme an der Abstimmung versagt.

Zum Ausgleich wird dir in der Regel mehr Dividende (Gewinn) ausgeschüttet. Viele private Aktionäre möchten daher lieber Vorzugsaktien besitzen.

Inhaberaktien und Namensaktien

Eine weitere Unterscheidung wird nach der Übertragbarkeit der Aktien getroffen. Die Rechte aus einer Inhaberaktie stehen dem rechtmäßigen Besitzer der Aktie zu.

Bei Namensaktien muss der Name des Aktionärs im Aktienregister eingetragen werden. Die meisten an der Börse im Umlauf befindlichen Aktien, sind Inhaberaktien.

Stückaktien und Nennwertaktien

Stückaktien haben keinen Nennwert. In der Satzung der Aktiengesellschaft wird nur die Anzahl der Aktien festgelegt.

Bei Nennwertaktien wird das Grundkapital der Gesellschaft anhand des Nennwertes der Aktien aufgeteilt. Vielfach beträgt der Nennwert ein Euro, damit können entsprechend viele Aktien ausgegeben werden.

Aktien und ihre Vorteile

Geld auf dem Sparbuch ist normalerweise keinem Verlustrisiko ausgesetzt (Ausnahme: Bankenpleiten).

Schaust du dir die Rendite (Zinsen) eines Sparbuchs an, wird klar, dass diese Sicherheit vor Verlusten durch sehr geringe Wertzuwächse, und im heutigen Niedringzinsumfeld sogar durch Wertverluste (Inflation) erkauft wird.

Warum jedoch Geld in Aktien investieren, wenn das Risiko höher ist?

Der Hauptvorteil:

Wenn du mit Aktien handelst, kannst du in erster Linie auf Gewinne durch Kurssteigerungen hoffen.

Ein Investment in Aktien hat in der Vergangenheit (auf lange Sicht) immer alle anderen Anlageformen wie Anleihen und Sparbuch geschlagen.

Einige Firmen zahlen Teile des Unternehmensgewinns an ihre Aktionäre aus (Dividende).

Als Aktionär erhältst du dadurch Cashflow, selbst wenn du deine Aktien nicht verkaufen willst.

Erhöhte Gewinnerwartungen werden natürlich mit höheren Risiken erkauft.

Heißt: Kommt es zu einem handfesten Börsencrash, rauschen die Kurse sämtlicher Aktien um 50% oder mehr in die Tiefe.

Mit den richtigen Methoden lassen sich diese Risiken minimieren.

Außerdem: Ein Börsencrash muss nichts Negatives sein, im Gegenteil. Darauf komme ich im letzten Teil des Artikels nochmal im Detail zurück.

Warum selber Aktien handeln?

Im Vergleich zu rein spekulativen Handelsinstrumenten bieten Aktien noch mehr, als die Aussicht auf deutliche Kursgewinne.

Hier sind  5 schlagende Argumente:

  • Als Sachwert beteiligt dich eine Aktie an der Quelle der Produktivität (Unternehmen).
  • Aktien bieten dir als Investment einen vergleichsweise guten Inflationsschutz.
  • Du wirst Miteigentümer der Firma und erhältst einen echten Gegenwert für dein Investment.
  • Du hast als aktiver Aktien-Trader eine sehr große Auswahl an Wertpapieren.
  • Aktien befinden sich langfristig in einem stetigen Aufwärtstrend.

Andere beliebte Finanzinstrumente wie Forex-, Optionsscheine, CFDs und Zertifikate, sind im Gegensatz dazu kein Investment im klassischen Sinne, da sie dich nicht am Unternehmen beteiligen.

Diese Wertpapiere haben ihren Namen nicht verdient.

Wieso?

Du erhältst (bis auf Ausnahmen) keinen Realwert im Austausch für dein Geld.

Vor allem bei längerfristigen Handelsansätzen, wenn Aktien mitunter über Monate und Jahre gehalten werden, gewinnt der Faktor Dividenenbeteiligung an Bedeutung.

Doch Vorsicht ist geboten: Dividenden sind ein Streitfall. Es gibt Experten, die sie nicht als Zusatzeinnahmen werten.

Am Ende noch ein ganz wichtiger Punkt, weshalb es sich durchaus lohnt, Aktien selbst zu kaufen:

Die allermeisten Fondsmanager sind ihr Geld einfach nicht wert. Einerseits erwirtschaften sie so gut wie keine Überrendite zur Benchmark (Aktien Indizes) und andererseits lassen sie sich auch noch fürstlich entlohnen.

Wenn das keine guten Gründe sind, Aktien in Zukunft auf eigene Faust zu handeln?

Hier findest du die Renditen beliebter deutscher Investmentsfonds im Überblick.

Glaube mir: Diese Renditen bekommst du selbst besser hin.

Dazu günstiger! Aber du musst die wichtigen Grundlagen kennen und verstehen. Und ganz wichtig: Anwenden.

Was ist die Börse?

Zu diesen Grundlagen zählt auch Wissen über die Börse, nicht nur über das Anlegen selbst.

Was also ist die Börse?

Fast schon eine peinlich simple Frage, wirst du dir denken. Doch so einfach ist es für den Laien nicht. Also...

..bildlich gesprochen ist die Börse schlichtweg ein Marktplatz, an dem Unternehmen, welche Kapital für Investitionen benötigen, und Anleger, die ihr Geld in erfolgversprechende Unternehmen investieren wollen, zusammengebracht werden.

Deutschlands größte Börse hat ihren Sitz in Frankfurt.

Mittlerweile wird der alte Handelssaal aber nicht mehr für diesen Zweck benutzt. Das elektronische Handelssystem XETRA wickelt heutzutage sämtliche Aktien-Transaktionen vollautomatisch ab.

Beschäftigst du dich mit dem Thema Börse, hörst du unweigerlich die Begriffe DAX, MDAX, SDAX sowie TecDax.

Diese Abkürzungen bezeichnen so genannte Indizes (DAX = Deutscher Aktien Index). Sie bilden bestimme Aktienkörbe ab.

Der DAX enthält beispielsweise die 30 wichtigsten deutschen Aktien und bildet aus den Kursen dieser Wertpapiere einen gewichteten Durchschnittskurs.

MDAX und SDAX enthalten in Summe weitere 130 Unternehmen. Im TecDAX sind 30 Aktien aus dem Technologie-Sektor gelistet.

Der Verlauf des Indexwertes spiegelt somit den Verlauf des Marktes (Aktienkorb) wider.

Nicht selten wird ein Index als Referenzwert (Benchmark) für das Abschneiden von gemanagten Depots oder Fonds herangezogen.

Wie entsteht überhaupt der Aktienkurs (Preis)?

Kurs ist in diesem Fall ein Synonym für Preis.

Und zwar der Preis, zu dem eine Aktie gerade an der Börse gehandelt wird. 

Dieser wird durch Angebot und Nachfrage ausgehandelt.

So genannte Börsenmakler haben den Auftrag, den Kurs zu finden, bei dem durch das aktuell vorhandene Angebot, und die gegenüberstehende Nachfrage, der größtmögliche Umsatz erzielt werden kann. 

Diese Aufgabe übernehmen heute meistens die elektronischen Handelssysteme der Börsen.

In früheren Zeiten standen sich die Kursmakler Angesicht zu Angesicht im Börsensaal gegenüber und handelten den nächsten Kurs aus.

Kostet eine Aktie beispielsweise 100 Euro, ist das der Preis, den du bezahlen müsstest, wenn du die Aktie in diesem Moment kaufen wolltest.

Obendrauf kommt noch eine Broker- und Börsengebühr.

Gut zu wissen

An der Börse gibt es immer drei aktuelle Preise:

  • Bid 
  • Ask und
  • Last Price

Der Bid steht immer links und zeigt das letzte Kaufangebot einer Aktie an.

Dem gegenüber steht der Ask Preis, dieser repräsentiert das aktuell billigste Verkaufsangebot einer Aktie.

Kommt es zum Handel zweier Parteien, wird der bei dieser Transaktion ausgehandelte Preis als sogenannter Last Preis angezeigt (dieser wird auch standardmäßig zum Zeichnen des Kurscharts verwendet).

Zwischen Bid und Ask Preis besteht immer eine kleine Differenz (Bid < Ask). Dieser Unterschied wird Spread genannt. An ihm verdienen Kursmakler. Für dich als Investor stellt er zusätzliche Kosten dar.

Wichtig: In Finanzmärkten mit hohem Umsatz, ist der Spread geringer, als in wenig gehandelten Märkten.

Aus diesem Grund solltest du - was den aktiven Aktienhandel angeht - Märkte mit wenig Umsatz und Aktivität meiden.

Heute weiß man: Börsenkurse repräsentieren längst nicht immer den tatsächlichen Wert eines Unternehmens.

Emotionen der Investoren und Marktteilnehmer treiben die Preise oftmals viel weiter in eine Richtung, als es in einem effizienten Markt eigentlich sein dürfte.

Was sind Broker?

Die frage klingt für Profis trivial, aber viele Anfänger im Bereich Aktienhandel kennen nicht den Unterschied zwischen einem Broker und Trader.

Ich mach's kurz: 

Broker vermitteln Kundenaufträge zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren und verdienen an der Vermittlungsprovision.

Trader spekulieren auf eigene Rechnung an der Börse und gewinnen oder verlieren dabei Geld.

Um an der Börse mit Aktien handeln zu können, musst du deshalb ein Handelskonto bei einem Broker eröffnen. Er liefert dir den Zugang zu den Märkten (Dienstleistung).

Die Rolle des Brokers übernehmen - für private Kunden - oft Banken. Hier nennt sich das Tradingkonto Werpapierdepot.

Der Broker (oder die Bank) kauft und verkauft dann für dich an der Börse deine georderten Aktien und verbucht diese Werte in deinem Depot (übernimmt die Verrechnung der Transaktionen).

Grundsätzlich ist es möglich, bei fast jeder Hausbank ein Depot zu eröffnen.

Allerdings sind hier die Gebühren meistens höher.

Legst du keinen Wert auf Beratung und möchtest deine Aktiengeschäfte selbst in die Hand nehmen, bieten sich Discountbroker an. 

Bei ihnen fällt die teure Beratungsleistung und der direkte Kontakt zum Kunden weg. Außerdem haben sie normalerweise bessere Handelsplattformen zu bieten.​

Vorsicht!

Viele Onlinebroker werben mit sehr günstigen Angeboten um Neukunden.

Oftmals werden hohe Tagesgeldzinsen oder geringe Ordergebühren in den Fokus gestellt. Leider gelten diese Konditionen oft nur für eine begrenzte Zeit, danach erhöhen sich die Gebühren. 

Eine Empfehlung für gute Broker gebe ich dir im übernächsten Absatz.

Was ist ein Musterdepot?

Wenn du dir ein Depot bei deinem Broker eingerichtet hast, solltest du auch ein Musterdepot eröffnen.

Dieses ist in den meisten Fällen kostenlos und für Aktien Anfänger sehr hilfreich.

Mit einem Musterdepot kannst du:

  • den Service deines Brokers oder der Bank sofort ausgiebig testen
  • direkt wertvolle Börsenerfahrungen sammeln, wenn du es gezielt nutzt.

Das macht Spaß und es spart dir Lehrgeld, denn du kannst verschiedene Aktientrades und Strategien auf dem 'Papier' ausprobieren.

Du riskierst kein echtes Geld und erhältst so ein erstes Gespür für die Märkte.

Jetzt weißt du, wie die Börse prinzipiell funktioniert und wie du Zugriff auf die Finanzmärkte bekommst.

Nun zur Broker-Empfehlung.

Wo günstig Aktien handeln?

Die Grundregel lautet:

Bei langfristigen Investments kannst du deine Orders über das Wertpapierdepot deiner Hausbank abwickeln.

Tradest du aktiv und schichtest dein Depot mehrmals pro Monat um, ist meistens ein Spezialbroker für den Aktienhandel die bessere Alternative.

Hier ein solider Aktienbroker:

· Interactive Brokers

Günstige Depotbanken und Online-Broker sind zum Beispiel:

· DEGIRO
· Cortal Consors

Bei den beiden folgenden Anbietern bekommst du verzögerte Kursdaten mit einem semiprofessionellen Charttool (kostenlos), um Aktienkurse analysieren zu können (einige Broker haben auch selbst gute Charttools im Angebot, aber nicht jeder):

Sowohl Tradesignal als auch Tradingview bieten die Möglichkeit, über ihre Charting-Plattformen direkt zu Traden. Mir persönlich gefällt Tradingview besser.

Achtung! Echtzeit-Intradaydaten kosten immer eine Gebühr, egal bei welchem Anbieter.

Jetzt rechne ich dir einige aktuelle (2018) Kostenbeispiele beim Aktienhandel durch.

Aktien handeln lernen: Mit diesen Kosten musst du planen

Deine Kosten beim Aktien handeln online können stark variieren.

Entscheidender Faktor hierbei ist:

  • der Zeitrahmen deines Handelsstils (wirkt sich auf deine Handelsfrequenz aus; höhere Frequenz = mehr Kosten)
  • dein Broker
  • und die Börse, über welche die Transaktion abgewickelt wird.

Investierst du langfristig und benötigst keine Intraday Kursdaten und sehr schnelle Orderausführungen zu bestmöglichen Preisen, reicht für das Handeln mit Aktien, wie erwähnt, das Depokonto deiner Hausbank.

Die Ordergebühren sind hier zwar etwas höher als bei einem Spezialbroker, aber es ist bequem, da du kein neues Konto eröffnen oder eine Mindesteinlage vorweisen musst.

Es gibt auch keine Strafgebühren, wenn du nicht genug Trades abwickelst.

Zwei Standard Beispiele aus der Praxis:

  • beim ersten Fall investierst du langfristig und benötigst keinen kostenpflichtigen Datenfeed
  • im zweiten Beispiel nehme ich einen aktiven Trader zum Vergleich heran

Aktienhandel lernen: Langfristiges Investieren

Kontogebühren: keine
Kosten für Datenfeed: keine
Transaktionskosten: 2 EUR + Volumenanteil 0,008% (bei deutschen Aktien), über 200 ETFs einmal pro Monat kostenfrei handelbar.
Kontoübertrag (bei Brokerwechsel): 10 EUR pro Position

Deine Kosten pro Jahr, bei 1k und 10k investiertem Kapital, mit dem in Deutschland günstigsten Aktienbroker:

Fondssparen einmal pro Monat mit ausgwählten ETF : 0 EURO

Einzelaktien Investment (Halfturn):

 

Volumen 1k

Deine Kosten für das Traden bei Degiro - 1 Transaktion - Volumen 1000 EUR
Die Kosten für eine Aktien-Transaktion im Volumen von 1000 EUR bei DEGIRO Quelle: DEGIRO

 

Volumen 10k

 

Einmaliger An und Verkauf von Aktien im Wert von 10k über DEGIRO
Diese Kosten beziehen sich auf einen reinen Ankauf von Aktien (Halfturn) im Wert von 10k EUR über DEGIRO. Stand August 2018 – Quelle: DEGIRO

 

Roundturn Kosten für An-und Verkauf mal 2 (vollständige Transaktion)

  • 5,12 EUR einmalige Transaktion (Volumen 1k) 
  • 15,20 EUR einmalige Transaktion (Volumen 10k
  • 61,44 EUR bei einem Aktienkauf pro Monat im Volumen von jeweils 1k
  • 182,40 EUR bei einem Aktienkauf pro Monat im Volumen von jeweils 10k.

TIPP

Vergleiche diese Preise mit den Gebühren deiner Hausbank und entscheide dann, ob du deine Aktien wirklich dort kaufen möchtest.

Mach dir klar: Die Kosten des Marktzugangs über den Broker, sind für dich als Privatkunde mit entscheidend für deine Rendite.

Der von Brokern vielfach angepriesene Service ist nebensächlich und treibt deine Kosten in die Höhe. Er sollte lediglich das Mindestmaß abdecken (sichere, einfache Handelsplattform und Orderstornos per Telefon, sowie einen schnellen technischen Support).

Aktien aktiv handeln (als Privatperson)

Der Handel über die Hausbank erübrigt sich spätestens, wenn du richtig aktives Trading mit Aktien betreibst, denn:

Sämtliche Gebührenmodelle der Geschäftsbanken benachteiligen einen aktiven Trader zu Gunsten der Bank.

Dies wird dir natürlich kein Bankmitarbeiter auf's Brot schmieren. Und wenn du nachhakst, rechtfertigen sie ihre hohen Gebühren meistens mit dem 'tollen' Beratungsservice.

Aber du hast ja zum Glück Optionen!

Ein Spezialbroker honoriert nämlich eine hohe Handelsfrequenz:

Aktien Trading Provisionen Interactive Brokers Standard Account (Aktien kaufen)

Diese Tabelle von Interactive Brokers zeigt, wie dieser Broker aktive Trader, mit höherem Handelsvolumen pro Zeitraum (linke Spalte), bevorteilt.  Deutlich wird hier leider auch: Der Kostenvorteil großer Handelsinstitutionen mit hohem Tradingvolumen, gegenüber privaten Tradern, ist weiterhin immens. Quelle: Interactive Brokers

Kostenbeispiel  aktiver Trader:

Handel über Interactive Brokers aus den USA bei 5000 EUR Volumen pro Trade und einen Trade pro Tag (250 Handelstage pro Jahr).

Kontogebühren: keine
Datenfeed: 15 EUR
Transaktionskosten: ca. 2000 EUR

Gesamt: 2015 EUR.

Obwohl Interactive Brokers bei den Kosten sehr konkurrenzfähig ist, wird ersichtlich:

Niedrige Handelsfrequenz und ein langfristiger Anlagehorizont, stechen aktives Trading bei den Kosten eindeutig aus

Der monatliche Mindestumsatz bei einigen Spezialbrokern ist auch ein Nachteil, allerdings nur für wenig aktive Trader:

 

Mindestgebühren Umsatz für aktive Trader bei Interactive Brokers
Bei normaler Handelsfrequenz eines durchschnittlichen Traders, brauchst du dir um die Mindestumsätze jedoch keine Sorgen zu machen. Quelle: Interactive Brokers

 

Auch Mindesteinlagen auf dem Trading-Account erschweren es einigen Tradinginteressierten Fuß zu fassen:

 

Mindesteinlage Tradingkonto Interactive Brokers USA
Jeder seriöse Profibroker verlangt erhöhte Mindesteinlagen für ein Trading Account Quelle: Interactive Brokers

Aktien kaufen (eine Schritt für Schritt Anleitung)

Bevor du auch nur irgendeine Anlagestrategie umsetzen kannst, musst du genau wissen, wie du Aktien in der Praxis - bei deiner Bank - tatsächlich orderst.

Handelsplattformen sind in ihren Grundzügen immer ähnlich aufgebaut.

Paradoxerweise sind die professionellsten Plattformen meistens auch am einfachsten.

Woher kommt das?

Schnell erklärt: Profis legen viel Wert auf Übersichtlichkeit und die schnelle, stabile Abwicklung ihrer Transaktionen an der Börse.

Schnickschnack findet sich eher im Amateurbereich wieder, denn er macht die Handhabung komplizierter - teilweise auf Kosten der Systemstabilität.

Wie funktioniert das Aktien kaufen im Detail (in 10 Schritten vom Sparbuchheld zum Aktien-Investor)?

Die einzelnen Schritte sind:

  • Depot bei einem Broker/Bank eröffnen
  •  im Depot einloggen
  • Ordermaske aufrufen
  • Transaktionsart auswählen (kaufen oder verkaufen)
  • Wertpapierkennnummer eingeben (WKN, ISIN)
  • Stückzahl eingeben
  • Börse auswählen (Handelsort)
  • Orderart auswählen (Limit, Stop)
  • Gültigkeitszeitraum der Order festlegen
  • Wertpapiere ordern (Order zum Broker/Bank schicken, der sie direkt verarbeitet oder an die ausgewählte Börse weiterleitet)

Hier siehst du, wie die Eingabe dieser Daten aussieht (lass dich nicht irritieren, wenn du nicht alle Felder verstehst, jeder Broker bietet eine gut verständliche Hilfe an):

Aktien kaufen - Orderarten - Ordereingabe - Plattform - Flatex

Standard Ordereingabemaske eines bekannten Aktienbrokers. Im Grunde sind sie bei allen Amateur-Brokern und Banken mehr oder weniger gleich aufgebaut. Kennst du eine, kennst du (fast) alle (Amateur-Software).

Spezialbroker haben ihre Ordereingabe oft etwas anders aufgebaut:

Forex Broker Eingabemaske Order GBE Beispiel kaufen verkaufen

Die übliche Ordereingabe-Maske eines Spezialbrokers für Forex und CFDs (Semipro-Software).

Sind sie auf Profikunden ausgerichtet, ist sie in der Regel extrem einfach gehalten und sehr schnell zu bedienen (mit wenigen großen Buttons und über gespeicherte Tastatur Shortcuts).

Du brauchst die Ordermaske bei solchen Brokern nicht extra aufrufen, sie ist immer sichtbar und oftmals kannst du sogar direkt aus dem Chart heraus deinen Trade absetzen.

Aktien kaufen: Deine erste Order

Diese Bezeichnungen musst du kennen und in die Ordermaske deiner Bank eingeben:

  • Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN)

Damit weiß dein Broker exakt, welche Aktien du überhaupt kaufen möchtest. Dann wird im Verzeichnis des Brokers oder der Börse nach der richtigen Aktie gesucht.

  • Stückzahl

Hier giebst du an, wieviele Aktien du kaufen willst. Die richtige Anzahl berechnest du mit Hilfe von Money-Management Regeln.

  • Handelsort

Viele Aktien können an mehreren Börsen gehandelt werden. Bei deutschen Aktien macht meist der Handel über XETRA Sinn und ist auch sehr kostengünstig und zuverlässig.

  • Limit

Hier kannst du ein Preislimit eingeben, bis zu dem du die Aktien kaufen willst. Explodiert zum Beispiel der Kurs einer Aktie innerhalb eines Tages um 15% nach oben, vermeidest du so, diese Aktien viel teurer einzukaufen, als du ursprünglich beabsichtigt hast. Für das Risiko-Management ist das sehr wichtig.

Gültigkeit: Hier gibst du vor, wie lange deine Order gültig bleiben soll. Meist kannst du das Ende des Tages, des Monats oder ein beliebiges Datum eingeben. So kannst du zum Beispiel sicher gehen, dass deine georderte Aktie erst gekauft werden soll, wenn ihr Preis unter ein bestimmtes Limit fällt, auch wenn das einige Tage dauern sollte.

Wenn alle Angaben in Ordnung sind, berechnet das System der Bank das Gesamtvolumen deiner Order und deren  Kosten.

Aktienhandel lernen: Das Schicksal nimmt seinen Lauf

Natürlich kannst du eine Order auch stornieren, jedoch nur, wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgewickelt wurde.

Nicht wenige Endkunden-Broker (Hausbanken) berechnen dafür saftige Zusatzgebühren.

Welche Aktien du wann kaufen solltest, kann dir niemand sagen. Du musst hier zu einer eigenen Entscheidung kommen.

Bewährte Analysemethoden sind:

Alle Methoden haben Vor- und Nachteile. Welche du verwendest, hängt von deinem Charaktertyp und Investment-Ansatz ab.

Zu jeder Analysemethode gibt es bewährte Anlage- und Trading Strategien, um dauerhaft mit dem Aktienhandel Gewinne einzufahren.

Analysemethoden können auch kombiniert werden.

Im letzten Abschnitt dieses Artikels verrate ich dir zwei dauerhaft bewährte Aktien kaufen Strategien, welche die oben genannten Analyseverfahren nutzen.

Wieviel Geld brauchst du für Börsenerfolg?

Die leidige Frage nach der Kontogröße. Aber sie muss gestellt werden (zumindest für aktive Aktientrader).

Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob du:

  • nebenberuflich dein Geld vermehren- oder
  • vom Aktienhandel deinen Lebensunterhalt bestreiten willst.

Geht es dir lediglich darum für dein geparktes Kapital wieder eine Rendite zu erwirtschaften, die ihren Namen auch tatsächlich verdient hat, sollte dein Tradingkonto über mindestens 50k Guthaben verfügen.

Dies ist grob die technische Untergrenze im seriösen Aktienhandel (keine Pennystocks). 

Sie ist relativ hoch, weil du als Aktientrader (der direkt die Aktien kauft - keine Termingeschäfte) nicht mit einem Hebelkonto arbeiten kannst.

Heißt: Du musst die Sicherheitsleistung (Margin) für dein Investment 100% beim Broker hinterlegen und brauchst ausreichend Spielraum, damit du deine Trading Strategie ungestört umsetzen kannst.

Soll in absoluten Beträgen genug herumkommen, um damit einen durchschnittlichen Lebensstil zu pflegen, steigt die Untergrenze rasant an.

Als reiner Langfristinvestor am Aktienmarkt gelten andere Spielregeln.

Eine technische Untergrenze exisiert hier nur insofern, als das du genügend Geld benötigst, um die Aktien deiner Wahl erwerben zu können.

Dafür reichen durchaus schon wenige hundert Euro aus.

Die Mindestgröße deines Handelskontos berechnen

Die Rechnung geht ganz einfach:

TIPP

Kalkuliere realistisch mit einem zweistelligen Renditedurschnitt im Bereich von 10 bis 40%. Ich lege für diesen Fall 20% an. Nach Kosten aber vor Steuern.

Mit einem Konto von 100k käme dabei ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 20k raus.

Stelle dir selbst die Frage: Reicht das für deine Vorstellung von Lebensstil?

Mit einem 500k Konto steigt dein Einkommen auf 100k. Rechnest du die Abgeltungssteuer ab, bleiben dir im günstigsten Fall rund 75k zum Leben übrig.

Schon besser oder?

Jetzt kannst du selbst sämtliche Szenarien durchgehen, um einen genaueren Anhaltspunkt der Kontogröße für deine persönliche Situation zu bekommen.

Teilweise umgehen kannst du diese hohen Kontosummen, indem du Aktien Strategien mit Hilfe von CFDs indirekt tradest.

4 Wirkmechanismen, die du beim Aktien handeln kennen musst

#1 Die Rendite Risiko Gleichung

Glaubst du, einige Unternehmen zahlen 5% Zinsen p.a. an ihre Kapitalgeber, andere aber nur 2% p.a - und das aus reiner Nächstenliebe?

Wohl kaum!

Der Zusammenhang ist so einfach wie durchschlagend:

Rendite entsteht durch Risiko

Würde es keine Entschädigung in Form einer höheren Rendite geben, würde kein Investor auf die Idee kommen, sein Geld in ein riskanteres Unternehmen zu stecken.

Dies ist der Grund, weshalb Unternehmen, denen es finanziell schlechter geht, höhere Zinsen zahlen müssen, um an Geld zu kommen.

Kein Investor bekommt Rendite geschenkt

Mach dir das unbedingt klar!

Bei Aktien greift dieser Mechanismus ganz genauso.

Du musst unbedingt darauf achten für welche Risiken du Kompensation - in Form von Rendite - erhältst. Und vor allem, wie ist das Verhältnis zwischen Risiko und Kompensation!

Rendite entsteht zwar nur durch ein eingegangenes Risiko, aber ein seriöser Investor sucht keine hochriskanten Projekte. Im Gegenteil!

Er möchte:

  • möglichst wenig riskieren
  • eine sehr gute Kompensation erhalten
  • und das noch in möglichst kurzer Zeit.

Die Rendite Risiko Gleichung muss deshalb differenziert betrachtet werden. Keine Rendite ohne Risiko. Doch für bessere Renditen muss nicht zwingend auch das Risiko steigen.

Was ist überhaupt mit Risiko bei Aktien gemeint?

An erster Stelle ist es das Risiko von Wertschwankungen (Preisschwankungen der Aktie an der Börse). 

Kaufst du eine Aktie kann sie im Wert steigen oder fallen.

Je stärker der Preis einer Aktie schwankt, desto höher ist unter bestimmten Umständen dein Risiko als Investor 

Wieso kann das Risiko durch Preisschwankungen erhöht sein?

Ganz einfach: Weil die Chancen steigen, dass du dich aus deinem Investment mit Verlust verabschieden musst.

Kein Mensch hat unendlich viel Zeit und muss irgendwann sein investiertes Kapital abziehen, sonst braucht er es erst gar nicht anzulegen.

Dieser Umstand macht den Ausgang eines Investments umso unsicherer, je stärker dessen Wert im Zeitverlauf schwankt.

Es heißt aber auch: Wenn dein Anlagehorizont sehr langfristig ausgerichtet ist und du nicht auf dein investiertes Kapital angewiesen bist,  nimmt der Einfluss dieser Risikokomponente auf dein Kapital drastisch ab

Untermauert wird das durch eine Aussage des legendären...

Warren Buffett

Einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten

"Risk comes from not knowing what you are doing"

Eine Risikodefinition aus der Finanzbranche

Alle aus der Finanzindustrie verwenden dagegen aussschließlich Kursschwankungen, um das Risiko eines Investments zu beziffern. Die Finanzindustrie nennt es Beta und Beta setzt die Kursschwankungen einer einzelnen Aktie mit dem Gesamtmarkt ins Verhältnis.

Abgeleitet wird daraus:

  • Beta > 1 = risikoreiche Aktie
  • Beta < 1 = weniger risikoreiche Aktie

In meinen Augen ist das zu kurz gedacht. Vielleicht aus Unwissenheit. Vielleicht jedoch sogar absichtlich. Diese Betrachtungsweise auf das Risiko führt dazu, dass der Aktienlaie eine Aktie nur noch als Objekt betrachtet, welches im Preis schwankt.

Um dieses Problem zu entschärfen, muss maximal diversifiziert werden. Und wer kann das besser für Kleinerna erledigen, als die Profis von der Bank mit ihren extra dafür entwickelten Finanzprodukten.

Der zugrunde liegende Wert der Aktie (das Unternehmen) gerät damit aus dem Blickfeld.

Die universale Risikodefinition, bzw Gleichung lautet daher auch:

Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit * Schadenshöhe

Diese wird von sämtlichen Versicherungsunternehmen als Basis verwendet. Und wenn die nicht wissen was Risiko ist, wer dann?

Es gibt ein weiteres Risiko: Das EinzelwertrisikoDafür wirst du allerdings als Aktienbesitzer nicht entlohnt.

Dennoch kannst du es mit Konzept #2 in den Griff bekommen.

#2 Das Konzept der Diversifikation

Investierst du dein Geld in nur eine Aktie, gehst du ein erhöhtes Einzelwertrisiko ein.

Was steckt genau dahinter?

Dazu ein Beispiel aus dem Bereich Immobilien:

Viele Menschen besitzen ein selbst genutztes Wohnhaus, welches oftmals bis zu 90% ihres Vermögens darstellt.

Verschlechtert sich nun die Lage der Immobilie (Umgehungsstraße wird gebaut, Flughafen eröffnet, Supermarkt schließt ect), wird der Wert des Wohnhauses fallen, und das Vermögen des Besitzers sinkt.

Sicher, das Eigenheim soll in der Regel nicht verkauft werden, aber es verdeutlicht das Konzept: Alles auf eine Karte zu setzen beinhaltet normalerweise ein erhöhtes Risiko.

Solltest du deshalb auch bei deinem Aktien-Investment das Risiko streuen und dich so vor einer Unternehmenspleite schützen?

Ich bin ehrlich: Die meisten Experten werden dir genau diesen Ratschlag geben.

Zum einen hat das damit zu tun, dass  Bankberater mit einer Fondsempfehlung mehr Provision verdienen, als wenn sie dir zu Einzelaktien raten.

Aber es geht noch tiefer und es ist ein heikles Thema.

In meinen Augen ist die vielfach gepriesene Diversifikation eine zweischneidige Geschichte.

Ob es sinnvoll ist, hängt für mich von zwei Dingen ab:

1. Wie gut kannst du ein Unternehmen analysieren

2. Welches Ziel strebst du mit deinem Investment an?

Fehlt dir die Analysefähigkeit oder hast du keine Zeit dafür, sticht ein breit gestreutes Aktien-Engagement über ETFs ein Einzel-Investment aus.

Möchtest du nur die durchschnittliche Rendite eines Aktienmarktes (zB des DAX30) erzielen, gilt das umso mehr.

Anders sieht es aus, wenn du gute Analysefähigkeiten besitzt und dich nicht mit dem Durchschnitt der Dax-Entwicklung zufrieden geben willst.

Jetzt kommst du an Einzelaktien kaum vorbei.

Ist dein Risiko dann zwangsläufig erhöht?

Ich  behaupte nein und verweise im gleichen Atemzug auf den Investment Übervater Warren Buffett.

Dieser investiert nur in die solidesten Einzelaktien und setzt seine guten Analysefähigkeiten von Unternehmen sehr gezielt und weise ein.

Buffett performt den Marktdurchschnitt seit Jahrzehnten aus und ich glaube nicht, dass sein Verlustrisiko höher ist, als für Fondssparer-Laien, die ihr Geld breit streuen.

Denn noch einmal, weil es so wichtig ist:

Ein gutes Investment zeichnet sich in erster Linie gerade durch ein möglichst geringes Risiko - bei angemessen hoher Kompensation - aus.

Das Chance Risko Verhältnis ist der Dreh und Angelpunkt.

In diesem Zusammenhang musst du wissen:

Der breite Markt unterliegt Zyklen, daher musst du auch bei einem breit gestreuten Investment immer mit Kursverlusten von 50% und mehr rechnen.

Merke dir: Diversifikation ist für den Durschnittsanleger vorteilhaft. Ein richtig guter Investor bündelt sein Kapital lieber in wenigen sehr gut ausgesuchten Projekten.

Fazit Risiko & Diversifikation

Breit streuen verringert das Risiko eines Totalverlustes (Unternehmenspleite).

Es bringt dir dafür nicht mehr ein, als der Marktdurchschnitt hergibt (in Verbindung mit annähernd gleichen Risiken bei den Preisschwankungen, wie bei einem Einzelaktien-Investment).

Willst du mehr Rendite als der gemeine Aktienanleger einfahren, musst du Einzelaktien herauspicken oder nur dann Aktien kaufen, wenn alle anderen schon lange nur noch verkaufen.

Was echte Diversifikation bedeutet

Um bei einer Aktien-Anlagestrategie innerhalb der Marktsegmente und Regionen effektiv zu diversifizieren,  reichen dir 3 ETFs aus.

Der Finanzwesir zeigt dir das in diesem Artikel über Aktien kaufen sehr anschaulich.

Doch sei dir bewusst: Echte Risikostreuung sieht anders aus.

Beispiel gefällig? Ok...

..du besitzt:

  • Aktien (Minderheitsbeteiligung an fremden Firmen, passives Investment)
  • Immobilien
  • Firmen (selbst aufgebaut, Mehrheitsbeteiligung, direkter Cashflow, aktives Investment)
  • Land
  • Vermarktungsrechte
  • Patente
  • Automaten
  • physisches Gold (oder anderes Warengeld)
  • wertvolles Wissen, Fähigkeiten, Kontakte und Ähnliches.

Kurz und knapp: Dein finanzielles Gesamtrisiko im Leben gut zu diversifizieren, ist nicht einfach mit dem Kauf eines ETFs getan.

#3 Praxis und Theorie, zwei Paar Schuhe

Um den Aktienhandel zu lernen, solltest du dir viel Wissen aneignen, vor allem das wichtigste. Zum Glück tust du das gerade. Herzlichen Glückwunsch, es wird dir Lehrgeld an der Börse sparen helfen.

Unter dem Strich macht es aber die Umsetzung in der Praxis aus.

Du kannst dir vornehmen:

Egal was passiert - kracht die Börse zusammen (und das wird sie immer wieder), bewahre ich Ruhe und stoße meine Aktien nicht ab, sondern halte sie, bis die Kurse sich erholt haben!

Der Ansatz ist richtig.

Aber wie reagierst du in der Praxis, wenn dein Aktiendepot tatsächlich mit 50% im Minus steht?

Vielleicht überkommt dich doch die Panik. Immerhin hast du keinerlei Erfahrung damit.

Auf der anderen Seite:

Was machst du, wenn eine einzelne Aktie von dir um 100% an Wert gewinnt, innerhalb weniger Monate?

Frisst die Gier dann dein Gehirn, wie es so schön heißt, und du kaufst gierig mehr von dieser Aktie (zu teuren Preisen)?

Sind wir ehrlich: Du weißt es einfach nicht!

Und je höher dein Aktien-Investment in harten Euro-Beträgen ist, desto unsicherer wird die Prognose, bezüglich deines Verhaltens, werden.

Wenn du das Aktien handeln lernen willst, musst du immer deine Psyche mit einplanen.

Es gibt 2 simple  Möglichkeiten für Anfänger, um die Emotionen beim Aktienhandel zu dämpfen:

  • setze klare Regeln mit fundiertem Hintergrund
  • schwäche dein Risiko ab, indem du auch in Anleihen, Rohstoffe etc. investierst

#4 Viele Wege führen nach Rom

Die einen handeln täglich, die anderen langfristig.

Die einen schwören auf technische Chartanalysen, bei denen lediglich der Kursverlauf in die Entscheidung einfließt, wieder andere auf die fundamentale Analyse von Firmen.

Wenn du keine Zeit und Lust hast stundenlang Börsenkurse zu beobachten, verfolge einen langfristigen Ansatz.

Zudem zeigen Studien, dass rund 95% aller Daytrader Geld verlieren.

Wichtig ist: Es gibt viele Wege, die für dich funktionieren können.

Vor allem musst du aber den Weg finden, der für dich der richtige ist.

Jeder Mensch besitzt eine andere Summe...

  • Risikokapital
  • unterscheidet sich bei der Zeit
  • der Risikobereitschaft
  • des Anlagehorizonts und
  • der Erfahrung mit dem Aktienhandel. 

Deshalb existiert da draußen keine Wunderwaffe, die für jeden Investor optimal funktioniert.

Du musst herausfinden, was für dich zählt, was deine Ziele sind und mit welchen Methoden du diese erreichen kannst.


Entweder du investierst durch passives Fondssparen entspannt in ETFs, oder du machst dich auf den Weg von Warren Buffett und setzt das sogenannte Value-Investing um.

Oder du tradest sogar aktiv.

Viele Wege führen nach Rom - auch und gerade an der Börse!

Aktien handeln lernen: Jetzt geht's ans Eingemachte

Alles was du bisher gelernt hast, stellt die Basis für deinen Erfolg an der Börse dar. 

Was dir dafür aber weiterhin fehlt,  ist eine gute und erprobte Trading- oder Anlagestrategie.

Merke dir:

Wer an der Börse ohne solide Strategie antritt, hat schon vor dem ersten Kauf einer Aktie verloren

Warum?

Nur eine Trading Strategie oder ein klar definiertes Setup zwingt dich zu systematischem Handel und erzeugt reproduzierbare Ergebnisse.

Genau aus diesem Grund werde ich dir jetzt eine langfristige Anlagestrategie und eine kurzfristigere Trading Strategie für Aktien verraten, die dauerhaft positive Renditen in deinem Aktiendepot sprießen lassen, solange du sie knallhart umsetzt.

Außerdem werde ich das beliebte Fondssparen unter's Brennglas nehmen und dir zeigen, warum du bei dieser Art des Investierens lieber zweimal hinschauen solltest.

Aktienhandel für langfristige Anleger (der Buy and Hold Ansatz)

Von Buy and Hold (kaufen und liegenlassen) wirst du bereits etwas gehört haben, habe ich Recht?

Es bedeutet Aktien einmal zu kaufen und dann möglichst lange in den eigenen Beständen zu halten, um so von der ganz langfristigen Wachstumskurve der Wirtschaft und Unternehmen zu profitieren.

Die Idee ist nicht blöd und außerdem hat diese Art der Geldanlage in Aktien einige klare Vorteile gegenüber dem aktiven Trading..

..dazu zählen:

  • niedrigste Kosten
  • wenig Arbeitsaufwand und Stress
  • wenig Spezialwissen nötig.

Auch beim Buy and Hold gibt es, wie beim Traden, unterschiedliche Herangehensweisen.

Eine sehr populäre und eine weniger populäre, aber sehr effektive, stelle ich dir jetzt vor.

Fondssparen: Die gehypte Methode

Gerade in den vergangenen Jahren ist das sogenannte Fondssparen in Mode gekommen. Aber was bedeutet Fondssparen genau, wie funktioniert Fondssparen im Detail?

Ich mach’s kurz:

Beim Fondssparen legst du als Investor pro Monat einen immer gleich großen Betrag am Aktienmarkt an

Sagen wir immer 10% deines Nettogehalts.

Bei 2000 EUR wären das 200 Euro. Damit kannst du natürlich nur Aktien kaufen, die im Preis nicht zu teuer sind.

Unter anderem um dieses Problem zu umgehen und gleichzeitig eine breite Streuung des Investments zu gewährleisten, wurden die weiter oben genannten ETFs erfunden.

Diese bilden einen Aktienkorb oder Index ab und die einzelnen Fondsanteile sind so im Nennwert gestückelt, dass du auch mit kleineren Beträgen regelmäßig dazukaufen kannst.

Und warum Fondssparen, wo soll der Vorteil sein (technisch, mathematisch)?

Fallen die Kurse zwischendurch, kaufst du automatisch mehr Fondsanteile zu günstigeren Preisen (Cost Average Effekt).

Dies wirkt sich positiv auf den langfristigen Durchschnitts-Kaufpreis deiner Fondsanteile aus, denn dieser sinkt dadurch. Damit soll das schwierige Timing beim einmaligen Aktien Investment umgangen werden.

So die geschönte Theorie in der Retrospektive des perfekten Kursverlaufs.

Denn, alles ist eine Frage des betrachteten Zeitraums und deiner Investmentziele. Sprich: Wann du mit deinem Investment startest und wann du das Geld wieder brauchst, bzw. wann du aussteigst.

Der Cost Average Effekt wurde bereits wissenschatlich untersucht.

Christoph Geiler hat dieses Thema in seiner Finanzküche zu einem hübschen Süppchen zusammengebraut. Das Ergebnis: Cost Averaging war und ist wohl eher eine Werbemasche von Fondsvertrieblern.

Fondssparen - ein Kompromiß für Aktienlaien

Die Uniprofessoren haben Sparpläne gegen eine zeitlich willkürliche Einmalanlage getestet (zB Startzeitpunkt Jahresbeginn).

Hierbei weisen Sparpläne zwar ein geringeres Risiko (definiert als Depot-Schwankungen) auf, doch dies wird durch eine niedrigere langfristige Rendite erkauft.

Je länger das Investment dauert, desto mehr gleichen sich die Werte bei den Kontoschwankungen beider Anlagestrategien an.

Die Renditedifferenz allerdings nicht (Stichwort schlechtes Chance Risiko Verhältnis)!

Das Risiko von Deposchwankungen ist nur dann ein erhöhtes Risiko, wenn du nicht weißt was du tust

Renditetot Fondssparen?

Nicht zwingend, aber:

Jeder Mensch hat nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, bis sich das eigene Investment auszahlen muss.

Als Fondssparer nimmst du keine Gewinne mit.

Deine Haltedauer der Fondsanteile orientiert sich an dem Zeitpunkt in deinem Leben, an dem du das investierte Geld wieder brauchst.

Du investierst zeitlich losgelöst, ohne Rücksicht auf sich immer wiederholende Marktzyklen.

Die Zeitspanne für ein lohnenswertes Investment (egal wo), ist in aller Regel zeitlich begrenzt. Fondssparen ignoriert diese Tatsache

Sei dir unbedingt über Folgendes im Klaren: Es kann nicht nur Gewinner an der Börse geben.

Selbst wenn das viele Finanzleute ihren potentiellen Kunden im Umfeld von ETFs und Sparplänen gerne Glauben machen wollen.

Fondssparen als adequate Alternative zum nicht mehr rentierenden Sparbuch oder Bundesanleihen anzupreisen, ist unseriös.

Alleine die Wörter Fonds und Sparen passen nicht zusammen. 

Es suggeriert eine falsche Sicherheit.

Ein Sparer spart sein Geld risikolos (ausgenommen Geldverlust und Kaufkraftverlust), während ein Fondskäufer teilweise ein erhebliches Risiko eingeht, da er ein Investment tätigt.

Investoren, die es sich so bequem machen wie ETF Sparer, sind die ersten, welche die überdurchschnittlichen Gewinne der Top-Profis (zB Warren Buffett) bezahlen.

Was bleibt: Beim Fondssparen wirst du langfristig für dein eingegangenes Risiko schlecht ausbezahlt.

Genau das Gegenteil möchtest du als guter Investor erreichen. 

De Facto ist ein Fondssparer kein guter Investor (es geht hier nur um mathematische Gesichtspunkte, nicht psychologische).

Fazit Fondssparen

Eine Outperformance zum breiten Markt ist mit Fondssparen nicht gewollt, aber auch nicht möglich. Unter Chance Risiko Gesichtspunkten schneiden Fondssparpläne nicht gut ab.

Das Risiko bei dieser Strategie ist unter Umständen deutlich höher, als vielfach angenommen wird. Die Ausgangslage des Anlegers und der große Börsenzyklus, ist für die Risikoeinschätzung hochrelevant. 

Kursschwankungen sind einerseits ein Risiko, andererseits eine Riesenchance für Anleger. Es hängt davon ab, wie du mit ihnen umgehst.

Wenn du dich aus psychologischen oder finanziellen Gründen für einen Sparplan entscheidest, verfolge wenigstens eine durchdachte Strategie.

3 Tipps für Fondssparer

  • Starte deine Zukäufe mit einer niedrigen Frequenz und Volumen (zumindest wenn sich dein Anlagehorizont über Jahrzehnte spannt und ein Bullenmarkt schon längere Zeit am Laufen ist). Erhöhe die Kaufaktivität erst, sobald die Kurse deutlich fallen (mindestens 10% vom Allzeithoch).
  • Sollte gerade ein Crash (mindestens 50% Kursverlust vom Allzeithoch) stattgefunden haben, dann starte möglichst schnell und kaufe aggressiv dazu. Mit steigenden Kursen senkst du dann die Frequenz. Behalte dir in diesem Fall vor, ab einem gewissen Zeitpunkt Gewinne abzusichern.
  • Immer Anlageziele, Alter und Charakter bei der Auswahl einer Strategie genau berücksichtigen. So ist Fondssparen (zum Schließen der Rentenlücke) kurz vor dem Ruhestand, und in einem bereits lange vorherrschenden Bullenmarkt, eine echte Zeitbombe für dein Kapital. Auch als Fondssparer musst du deutliche Verluste aktzeptieren können. Ein risikoscheuer Charaktertyp, wird damit enorme Probleme bekommen, wenn es an der Börse zur Sache geht.

Aktienhandel lernen: Nutze das stetige Pendel (Börse)

Aktienkurse pendeln in weitem Bogen um den langfristigen und fairen Durchschnittspreis der Unternehmen.

Diese Tatsache darfst du nicht als 'igittigitt eine Schmeißfliege' betrachten und mit Hilfe der 'Fliegenklatsche Fondssparen' angeekelt draufhauen.

Nutzt du einfach einen anderen Blickwinkel, stellt dieses zyklische Auf und Ab der Börse eine enorme Chance für gute Investitionen dar.

Dies wussten auch schon ganz andere Börsengrößen, wie zum Beispiel...

Andre Kostolany

Börsenikone

Beim Tiefstand der Kurse haben die Hartgesottenen die Papiere und die Zittrigen das Geld, auf dem Höhepunkt des Booms, die Hartgesottenen das Geld und die Zittrigen die Papiere.

Aktienhandel lernen: Unbequem aber effektiv - Die Crashkauf Strategie

Die Pendelmetapher führt uns zu einer alternativen langfristigen Buy and Hold Anlagestrategie.

Ich nenne sie den Crashkauf.

Wenn du als Investor die Geduld, das Geld und die Psyche hast, auf einen Marktcrash zu warten, um dann dein Geld auf einmal im Aktienmarkt unterzubringen, sieht ein Aktiensparplan noch eine ganze Ecke älter aus, als bei einem willkürlichen, einmaligen Einstieg.

Bei dieser Strategie sinkt das Risiko und steigt die Kurschance gleichzeitig

Das Risiko sinkt, weil sich die Chancen erhöhen mit Gewinn aus dem Investment herauszukommen.

Der Grund: Du steigst nicht blind in eine weit fortgeschrittene Aktienhausse ein und kaufst überteuert Aktien.

Sprich: Du timest den Kursverlauf.

Achtest du beim Timing auf die richtigen Anhaltspunkte, ist das nicht so schwierig, wie es gerne dargestellt wird. Und es ist ein Muss, wenn du überdurchschnittlich gute Renditen möchtest.

Wie stark das Depot zwischendrin schwankt, kann dir als Langfristinvestor egal sein. Der zugrundeliegende Trend ist seit hundert Jahren aufwärts gerichtet.

Crashkaufen: So geht's

Konkret wartest du auf einen Mindestkurseinbruch (in der Regel ab 50% vom Allzeithoch) am breiten Aktienmarkt.

Findet dieser statt, kaufst du auf einen Schlag, oder in maximal zwei Tranchen Anteile von marktbreiten ETFs.

Wenn du gute Unternehemensanalyse-Fähigkeiten hast, kannst du auch vorher ausgewählte Einzelaktien kaufen.

Noch einmal:

Wer überdurchschnittliche Renditen möchte, muss den Markt Timen

Das Crashkaufen: kein heiliger Gral (doch gesunder Kern)

Um eine Überrendite zu erwirtschaften, musst du etwas anders machen als die Masse. 

Wieso die Masse lieber Fonds bespart anstatt die Crashkauf-Strategie zu verfolgen? Drei interessante Anhaltspunkte dafür findest du im gelben Kasten:

Grundvoraussetzungen zum Crashkauf

  • Du brauchst enorme Geduld, um auf sehr wenige gute Kaufgelegenheiten warten zu können.
  • Du benötigst zu diesem Zeitpunkt ausreichend Kapital. Du musst also die Disziplin aufbringen, über viele Jahre hinweg Geld für den Zweck eines gezielten Aktien-Investments abzuzweigen, zu parken und nicht mehr anzufassen. Oder du schaffst es, illiquide Mittel in kurzer Zeit zu Cash zu machen.
  • Du musst viel Mut haben, damit du im Ernstfall auch tatsächlich gegen den kurzfristigen Trend und die Katatrophenstimmung am Aktienmarkt in großem Umfang tätig werden kannst und deine Aktien auch tatsächlich kaufst.

Diesbezüglich muss ich nochmal Kostolany zitieren:

Andre Kostolany

Börsenikone

Am schwersten aber ist es, eine selbständige Meinung zu haben, das Gegenteil von dem zu machen, was die Mehrheit tut.

Nur unter einer Bedingung fährst du möglicherweise schlechter als ein Fondsparer: Sollten die Aktienmärkte während deiner noch zur Verfügung stehenden Lebensspanne nicht mehr rechtzeitig und ausgiebig zusammenkrachen.

Infografik "Aktien kaufen im Börsencrash, Fondssparen vs Einmalanlage"

Den nächsten Börsencrash richtig nutzen - Aktien kaufen ETFs und Fondssparen

Zur Vollansicht Grafik anklicken, dann Linksklick zum Zoomen

Der Gegenentwurf zu Buy and Hold (Aktien Trading)

Kaufen und liegenlassen ist nicht dein Ding?

Dann musst du jetzt nochmal genau hinsehen.

Weil es so wichtig ist:

Um aktives Trading zu betreiben, solltest du sehr gute Gründe haben. Es ist so einfach, aber dennoch kapieren es viele Möchtegerntrader nicht:

Du produzierst als Trader wesentlich mehr direkte Kosten, als ein Langfristinvestor. Zudem ist beim kurzfristigen Traden der Kostennachteil zu den echten Profis nach wie vor am größten.

Dieser Nachteil muss erstmal reingeholt werden (dafür benötigst du einen klaren Vorteil am Markt).

Um das zu schaffen, musst du eine Tradingnische für dich finden und ein Experte in diesem Bereich werden.

Im Kontext des sogenannten Marktvorteils fallen mir vor allem zwei Begriffe ein:

Du musst aber nicht nur einmal in zehn Jahren diszipliniert agieren, wie beim Crachkauf-Investment, sondern mitunter täglich oder zumindest wöchentlich.

Das macht das Aktien traden für Anfänger so verflixt kompliziert.

Der Lohn für professionelles Trading (nicht zwingend in Vollzeit) kann jedoch gewaltig sein.

Übrigens:

Deine Disziplin als aktiver Aktien Trader wird zu einem Großteil von einem soliden und optimal zu deiner Persönlichkeit passenden Tradingansatz erzeugt..

..und nicht etwa durch Meditation oder Couchbesuche beim Psychologen!

Eine passende Trading Strategie zu finden, kostet dich die meiste Zeit als Tradinganfänger.

Am besten verfolgst du eine Evergreen Aktien Trading Strategie, welche sich schon über Jahrzehnte bewähren konnte.

Du bist der Meinung, so eine Strategie für das Aktien traden online findest du in absehbarer Zeit niemals alleine?

Das kann sogar zutreffen. Doch Gute Neuigkeiten!  Es gibt eine Abkürzung dorthin 😉

Eine der effizientesten Methoden, um langfristig die besten Aktien zu kaufen, und mit dem Aktienhandel dauerhaft zweistellige Renditen zu erzielen, findest du, wenn du diesem Link folgst..

Schlussglocke

Wenn du weiterhin Zinsen auf dein Kapital bekommen möchtest, führt heutzutage kein Weg an Aktien vorbei. Mit Aktien erwirbst du reale Sachwerte und beteiligst dich direkt an der Produktivität einer Firma. Dies ist im Wortscase ein Riesenvorteil gegenüber den Finanzinstrumenten, die fast ausschließlich Spekulationszwecken dienen (Forex, CFDs, Zertifikate etc). Doch als Aktieninvestor oder Trader benötigst du eine erprobte und schlüssige Strategie, ansonsten wird deine Rendite ein Produkt des Zufalls bleiben.

P.S. Dir fehlt eine einfache, sofort anwendbare Trading-Strategie für Anfänger?

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  • Hi Ingmar,

    Zum Thema ETFs kann ich dir nur zustimmen. Ich fürchte, hier setzen sich viele gar nicht mit dem Thema auseinander, und/oder unterschätzen die ganze Sache.

    Wie immer im Finanzmarkt sollte man sich mit seinem Produkt, dem Markt den man handelt, und vor allem mit sich selbst auskennen.

    Klar, langfristig betrachtet laufen Märkte eigentlich immer nach oben. Aber nur eigentlich, eine Garantie gibt es nicht. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht so ist, gering ist.

    Dabei geht es aber leider nie geradewegs nach oben, sondern es kommt zu kleineren und größeren Korrekturen (letztere auch Crash genannt). Und auch hier gibt es keine Garantie, wie hoch die Korrektur ausfällt. Im günstigen Fall sind es nur 30%. Sie könnte aber auch 50%, 70% oder höher ausfallen.
    Das werden viele nicht aushalten. Hier wird das Vertrauen fehlen. Der Bullenmarkt im DAX begann 2009. Seither gab es nur zwei Korrekturen, die sehr moderat ausgefallen sind. Das wird nicht ewig so bleiben. ETFs gibt es noch nicht so lange. Eine richtig große Korrektur ist in der Historie also noch gar nicht vorhanden.
    Und wie gesagt, der Bullenmarkt läuft schon sehr lange. Zum jetzigen Zeitpunkt wird kein Trendtrader mehr einsteigen. Selbst kurzfristigere Swingtrader auf höheren Timeframes halten die Füße still.

    Hier sehe ich zwei Probleme die grundsätzlich etwas mit dem Finanzhandel zu tun haben.
    Erstens:
    Auch in einer riesigen Korrektur (oder Crash) wird weiterhin nachgekauft. Das ist eine Strategie, die kaum ein Trading Anfänger ohne Erfahrung aushält. Die Angst ist viel zu groß. Gerade am Anfang warten die meisten lieber auf das wahrscheinliche Ende der Korrektur, und ganz ängstliche dann zusätzlich noch auf eine Bestätigung.
    Was hier von den „ETFlern“ ohne praktische Trading Erfahrung erwartet wird, ist Trendtrading ohne Stopps auf einer hohen Zeitebene. Also die Tradingart, die die höchsten psychologischen Anforderungen an einen Trader stellt. Und letzter haben wenigstens noch einen Stopp im Markt.

    Zweitens:
    Runter läuft es viel schneller und damit auch steiler als rauf. Auch den Umgang damit muss man erst lernen. Es ist etwas völlig anderes so etwas in einer Kurshistorie zu sehen als es selber durchzustehen. Es ist schon komisch, wenn man Geld in einem viel kürzeren Zeitraum viel schneller verliert, wie man es auf der anderen Seite verdient. Und woher sollen Laien eigentlich das Vertrauen haben, dass sie dann, auch wieder ohne Erfahrung, dringend in ihre Strategie brauchen? Wie lange hält das Vertrauen in einer größeren Korrektur, wenn alle Medien gleichzeitig den ganzen Tag nur den „Crash“ zum Thema haben, und mit unzähligen Anleger Interviews führen, die sich beklagen ihr Geld verloren zu haben.
    Mal sehen wie viele bis zum Ende durchhalten…

    Sorry dass sich mein Post ein wenig zynisch anhört, aber ich spreche aus meinen eigenen Erfahrungen, die ich am Anfang als Traderin gemacht habe.
    Hinzu kommt, dass es bisher in der Geschichte der Börse jedes mal so war.

    VG
    Birgit

    • Danke Birgit für deine Meinung zum ETF Boom.

      Deine Bedenken sind psychologischer Natur. Was zumindest für mich als Trader völlig nachvollziehbar ist. Und die allermeisten Fondsparer werden sich genau deshalb womöglich schon bald verwirrt umschauen und sich wie im falschen Börsenfilm fühlen.

      Vom technischen Ansatz her kommt Fondsparen in meinen Augen jedoch genauso bedenklich rüber. Eine Zeitbombe würde ich es nicht nennen, weil der Grundansatz nicht ganz verkehrt ist.

      Aber einfach das Zusammenspiel aus willkürlichem Kaufzeitpunkt der Aktien und faktisch begrenzter Laufzeit des Investments durch die eigene Lebensplanung/spanne, im Zusammenspiel mit den immer wieder auftretenden Börsenzyklen, stellt für mich eine vielfach unterschätzte Sprengladung dar. Selbstverständlich wird es erfolgreiche Fondssparer geben, aber bei den meisten kommt dieser Erfolg durch Glück und nicht durch cleveres Investmentkalkül zustande.

      Und wenn sie auf Benchmark Niveau rentieren bleibt die Frage nach dem Risiko, welches sie dafür tatsächlich eingegangen sind, im Raum stehen.

      Zum jetzigen Zeitpunkt wird kein Trendtrader mehr einsteigen. Selbst kurzfristigere Swingtrader auf höheren Timeframes halten die Füße still.

      Es gibt Studien zum amerikanischen Markt, die nahelegen, dass der Großteil des aktuellen Bullenmarktes längst nur noch von Aktienrückkäufen großer Unternehmen getragen wird. Von den Corporate Boards vielfach auf Pump finanziert, um höchstwahrscheinlich kurzfristig möglichst maximal finanziell profitieren zu können. Klingt das gesund für dich? Und was ist, wenn die Zinsen weiter steigen?

      Es muss und wird wieder heftigst krachen.

      Und jetzt stell dir vor, du hast – in einem 9 Jahre dauernden Bullenmarkt – als Kleinerna mit 60 angefangen deinen Fondsparplan zu starten, um deine Rente in 5 bis 10 Jahren aufzubessern. Weil du von dem idiotensicheren Aktiensparen gehört hast. Heikel, heikel…

      Wann und unter welchen Umständen würde es für dich in Frage kommen, einen Fondsparplan umzusetzen?

      VG Ingmar

    • Für mich persönlich würde es unter keinen Umständen in Frage kommen, auch wenn ich keine Traderin wäre. Ich bin mit 54 Jahren viel zu alt. Da schließe ich mich deinem Grund aus dem Artikel an. Wenn ich Pech habe….

      Es gibt viele schöne und einfache Trading Strategien die mehr bringen, und nicht so viele “bescheuerte” Sachen machen, vor denen jeder Tradinganfänger gewarnt wird.

      Als Traderin mag ich allerdings ETFs. In Punkto Kosten sind die als Tradinginstrument unschlagbar:-)

      VG
      Birgit

    • Als Traderin mag ich allerdings ETFs. In Punkto Kosten sind die als Tradinginstrument unschlagbar:-)

      ja, absolut. ETFs als Anlage-Instrument sind eine gute Erfindung. Wenn du die richtigen verwendest. Da muss man ja auch etwas die Augen offen halten, wie diese aufgebaut sind.

      Runter läuft es viel schneller und damit auch steiler als rauf. Auch den Umgang damit muss man erst lernen. Es ist etwas völlig anderes so etwas in einer Kurshistorie zu sehen als es selber durchzustehen.

      Exakt!

      Was den Sparplan Boom befeuert, ist für mich eine Mischung aus Anlagenotstand, dem Zeitpunkt des Auftauchens von ETFs und dem Internet mit seinen vielen Möglichkeiten Dinge zu vermarkten. Richtig los ging es erst nach der letzten Finanzkrise. Fast alle jetzigen Fondssparer haben keinen blassen Schimmer, was an der Börse alles Möglich ist und wie übel es zugehen kann.

      Selbst die meisten ‘Experten’, die auf den Zug ETF Investments aufgesprungen sind und diese überall als unschlagbare Allzweckwaffe zum sicheren Investieren anpreisen, haben noch niemals einen echten Börsenkrach miterlebt. Das sind teilweise junge Kerle Anfang zwanzig, die hier meinen mitreden zu können und gerade die super Diversifikationseigenschaften von ETFs hervorheben.

      Solche Leute verharmlosen das Ganze Problem oftmals sicher nicht mal absichtlich.

      Dein Alter wollte ich gar nicht wissen! Aber jetzt, wo es raus ist: Da würde ich mir das mit dem Aktiensparen auch gut überlegen.

      Ohje, wie komm ich aus der Nummer wieder raus?

      Alleine schon Aktien und Sparen in einem Wort, da kann irgendetwas nicht ganz zusammenpassen.

      VG

  • …und gerade die super Diversifikationseigenschaften von ETFs hervorheben…

    Die Aussage finde ich auch sehr komisch.

    In den letzten beiden großen Korrekturen (Crashs) ging der ganze Markt in die Knie. Erst 2000 das Platzen der Dotcom Blase, und anschließend 2008 der Bankencrash.
    In Wirklichkeit werden ja keine unterschiedlichen Märkte gehandelt. Der ganze Finanzmarkt hängt zusammen und ist ein gigantisch großer Markt. Wirkliche Diversifikation geht nur so wie du es schon beschrieben hast.

    Fast alle jetzigen Fondssparer haben keinen blassen Schimmer, was an der Börse alles Möglich ist und wie übel es zugehen kann

    Das glaube ich auch. Wenn es einen unsicheren Ort auf dieser Welt gibt, dann ist es die Börse. Dort sollte man nicht ohne Ziel, Plan und Sicherung hingehen.

    Die jetzigen Fondsparer betrachten überwiegend auch einen viel zu kleinen Zeitraum, ab Ende des Bankencrashs. Geht man nur ein kleines bisschen weiter zurück, sieht es schon wieder ganz anders aus.

    Vielleicht hilft auch ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis. Weil jetzt eh alle wissen wie alt ich bin, gehe ich von mir aus.
    Wir schreiben das Jahr 1999. Ich bin 35 Jahre alt und steige, wie viele andere auch, in den Aktienhandel ein. Als Instrument wähle ich ETFs (Hinweis: die gab es damals noch nicht), die sollen ja so sicher sein. Oh, und ich habe noch 50.000,00€ über, (auch den € gab es noch nicht), die ich auch gleich in meinen Sparplan reinpacke.
    Kurze Zeit später im Jahr 2000 platz die Dotcom Blase. Aber egal, man muss sowas bei ETFs ja aussitzen. Ich bin jetzt 36 Jahre alt.
    Irgendwann ist es auch vorbei und der Kurs fängt wieder an zu steigen. Mein Geld hat sich verringert, aber jetzt geht es ja Bergauf, bis…
    2008 die Bankenkrise ihren Auftritt hat. Der Kurs des DAX hat zu diesem Zeitpunkt den Stand erreicht wo wir im Jahr 2000, kurz nach meinem Einstieg, waren. Und wieder geht es weit nach unten. Ich bin jetzt 44 Jahre alt….na Klasse.
    Ein Jahr später ist auch dieser Rücklauf vorbei und es geht wieder auffärts. Den Kursstand den der DAX schon mal in 2000 und in 2008 erreicht hatte, wird erst im Jahr 2013 wieder erreicht. Mittlerweile bin ich 49 Jahre alt. 13 Jahre sind jetzt vergangen…..

    Solche Zeiträume sind nicht ungewöhnlich. Das ist der Grund warum ich selbst als junger Mensch keinen der jetzigen Sparpläne wählen würde. Und wäre ich damals schon so alt gewesen wie heute….

    Und wo ich schon mal am Verbreiten schlechter Nachrichten bin……
    Wenn es wieder so weit ist, reden bestimmt wieder alle davon, wieviel Geld täglich an der Börse verbrannt wird.
    Hey Leute, glaubt denen nicht. Es wird kein Geld verbrannt, es gibt kein Lagerfeuer. Das Geld wandert nur in die Taschen anderer Händler. Überwiegend in die Taschen derer, die das Spiel berherrschen. Die Börse ist kein Ort an dem Geld geschaffen oder vernichtet wird. Es wird nur umverteilt.
    The winner takes ist all!

    VG
    Birgit

    • Hi Birgit,
      schönes Praxisbeispiel.

      In den letzten beiden großen Korrekturen (Crashs) ging der ganze Markt in die Knie. Erst 2000 das Platzen der Dotcom Blase, und anschließend 2008 der Bankencrash.

      Das Problem als Fondssparer ist: Kein Mensch weiß, wie heftig die nächste Korrektur ausfällt und wann sie auftritt. Sie könnte nach den zwei heftigen Crashs auch moderat sein und viele Fondssparer hätten alles richtig gemacht. Ich will hier nur auf eine unterschätzte Gefahr aufmerksam machen. Fondssparen ist kein Selbstläufer!

      Ich habe kürzlich einen Jahreschart des Dow oder S&P500 gesehen, seit 1950. Da wirkten selbst die großen Crashs wie Halbstarke. Also grundlegend kommt definitiv keiner am Aktienmarkt vorbei. Trotzdem spielt die Auswahl der Anlagestrategie eine erhebliche Rolle, wenn du wirklich gut (im Sinne vom Risk to Reward) investieren möchtest. Meistens ist eben nicht das optimal, was jeder tut. Und Fondssparen ist mittlerweile Mainstream.

      Die Börse ist kein Ort an dem Geld geschaffen oder vernichtet wird. Es wird nur umverteilt.

      oh wie wahr, wie wahr! Fast schon irre, dass viele Leute das tatsächlich glauben. Da siehst du, wie die Medien deine Weltsicht unbewusst beeinflussen können, wenn du faul bist oder dir der Background fällt.

      VG

  • Es ist notwendig, über das moralische Problem des Trading Bescheid zu wissen
    Unten für Informationen
    htps://sites.google.com/site/tradingonlineamoralproblem