Swing-Trading erklärt: 2 Strategien für Dax Aktien

Viele Trader suchen nach einfachen Strategien neben dem Beruf. Swing Trading eignet sich am besten.

Woher ich das weiß? Ich trade selbst erfolgreich auf dem Tageschart und wende dafür kaum zusätzliche Zeit auf.

Möchtest du auch Swingtrading lernen?

Gut, jetzt erfährst du alle wichtigen Grundlagen zu dieser zeitsparenden Strategie!

Du lernst:

  • Was Swing-Trading ist
  • Wie Swing Trader arbeiten
  • Was die besten Indikatoren sind
  • Eine Top Swing Trading Strategie für DAX Aktien

Schritt für Schritt führe ich dich in diesem Blog-Artikel an deinen ersten professionellen Swingtrade heran.

Bereit?

Na, dann los ...

Was ist Swing-Trading?

Im Swing-Trading geht es darum kleinere Marktschwünge längerfristiger Preistrends zu nutzen.

Der langfristige Trend ist aber nicht entscheidend, ob es zu einem Swingtrade kommt.

Dir fehlt ein grundsolider Tradingansatz?

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Wichtiger ist die Volatilität im Markt.

Je höher sie ist, desto mehr Tradingchancen bekommt ein Swingtrader.

In weiten Ranges ist die Vola der Preise oft am höchsten, deshalb stellen Seitwärtsphasen für diesen Tradingstil keine Gefahr da. 

Die Gewinnziele im Swing Trading sind niedriger, dafür wird häufiger gehandelt als beim Trend Trading und die Verluste werden schneller begrenzt.

Die Philosophie des Swingtradings geht davon aus, dass sich Börsenkurse in den meisten Situationen nicht geradlinig in eine Richtung bewegen.

Gut zu wissen

Swing Trader suchen lukrative Handelsideen in den kleinen Kursschwüngen zwischen lokalen Hoch- und Tiefpunkten im Chart

Sie konzentrieren sich auf Preispunkte im Markt, an denen eine Umkehr wahrscheinlicher ist. In diesen Kursbereichen eröffnen oder schließen sie ihre Positionen.

Wie funktioniert Swing Trading grundlegend?

Wie bereits angedeutet möchtest du als Swing-Trader Kursbewegungen zwischen deutlichen Kurstiefs- und hochs zu deinem Vorteil nutzen.

Im Aufwärtstrend ist deine Intention ausgehend von diesen Kurstiefs zu kaufen und den Trade am Swinghoch zu schließen (Abwärtstrend vice versa). 

Leider ist es nicht möglich, Hochs und Tiefs einer Swing-Bewegung exakt zu antizipieren

Der Grund:  Du brauchst Zeit um den nächsten Kursschwung zu erkennen.

Dein Ziel sollte es sein möglichst viel einer Swing-Bewegung mit einem Trade abzugreifen.

Swing Trading Strategie Schema für Dax und Aktien

Dieses Bild zeigt schematisch die Kurs-Hochs und Tiefs, welche einen Kurs-Swing (Schwung) begrenzen. Auf die Bewegung dazwischen sind Swingtrader aus.

Du handelst beim Swing Trading sowohl mit-, als auch gegen den übergeordneten Preistrend.

Für den schnellen Überblick schau dir dieses Video zum Thema Swing Trading Basics an:

Swing-Trading vs Daytrading

Der Unterschied zwischen Swing Trading und Daytrading:

Im Gegensatz zum Daytrading, werden im Swingtrading Positionen über Nacht bis hin zu mehreren Tagen oder Wochen gehalten

Aber bitte Vorsicht mit dieser Swing Trading Definition!

Es stimmt: Die meisten Börsianer grenzen Swing- und Daytrading anhand der Haltedauer eines Trades ab.

Doch wo ist das ABER? 

Ganz einfach: Ein sogenannter Swing-Trade ist manchmal nur wenige Stunden offen. Dies ist dann der Fall, wenn der Trader zum Beispiel im 15 Minuten-Chart aktiv ist.

Swing-Trading ist vielmehr ein Handelsstil der von einem Trader in jeder Zeiteinheit umgesetzt werden kann und auch als Daytrading Ansatz verwendbar ist.

Und dennoch:  Die meisten Swing Trader leiten ihre Handelsideen aus dem Vierstunden-Chart (H4) oder höheren Zeiteinheiten ab.

Deshalb gilt:

Ein klassischer Swing-Trading-Ansatz zielt auf eine mehrtätige Schubbewegung in einem Wertpapier ab

Auch interessant: In höheren Zeiteinheiten werden durchschnittlich größere Gewinne pro Trade erzielt.

Aus diesem Grund werden beim Swing-Trading nicht mehr zwingend Derivate mit Hebel benötigt, um nennenswerte Gewinne zu erzielen. Auch die Transaktionskosten fallen durch diesen Vorteil weniger ins Gewicht, als im Daytrading.

Ist Swingtrading damit erfolgreicher als andere Stile?

Nein!

Du kannst mit jedem Handelsstil Geld gewinnen oder verlieren.

Wissen solltest du allerdings:

Gut zu wissen

Längerfristige Strategien sind deutlich erfolgsversprechender für Teilzeit-Trader, die sich ein zweites Standbein aufbauen möchten

Swing-Trading Strategien: Wo liegt ihr Vorteil?

Auf der Hand! Kleiner Scherz 😉

Richtig ist aber: Klassische Swing Trading Strategien spielen einen enormen Zeitvorteil gegenüber Daytrading aus!

Heißt:

Handelsansätze auf dem Tageschart sind problemlos neben einem 9-5 Job umsetzbar

Damit erlauben dir Swingtrading Strategien den Einstieg ins Trading auf sanfte Art. Mit wenigen Minuten Aufwand pro Tag können gute Ergebnisse erzielt werden.

Ein zusätzlicher Vorteil, der nicht unterschätzt werden darf: Du unterliegst beim Swing-Trading nicht dem Zeitdruck bei Entscheidungen, wie es im Daytrading normal ist. 

Gerade Anfänger die noch ungeübt sind senken beim Swing-Trading ihre Fehleranfälligkeit

Die niedrigen direkten Tradingkosten sind ebenfalls ein Vorteil von Swing Trading-Strategien.

Wieso sind die Kosten niedriger?

Durch die geringere Handelsfrequenz auf dem Tageschart.

Die geringeren Kosten sind der Grund für höhere absolute Gewinne pro Trade. In der Konsequenz sinkt der prozentuale Kostenanteil der Handelskommissionen am Gewinn.

Der Effekt: Deine Nettorendite wird aufblühen!

Einen Nachteil des Swing-Tradings möchte ich dir jedoch nicht vorenthalten:

Gut zu wissen

Tradingstrategien auf hohen Zeiteinheiten sind durch die geringere Chancenzahl nur schwer trainier- und testbar

Sprich: Du sammelst langsamer Erfahrungen und kannst dich nicht mit Hilfe eines Feedback-Loops schnell verbessern.

Urvertrauen in die eigene Strategie aufzubauen wird erschwert.

Übernimmst du bewährte und gut kopierbare Ansätze, macht es sich jedoch bezahlt.

Bingo! Das nehme ich zum Anlass, um dich an dieser Stelle an zwei grundsolide Swing Trading-Strategien heranzuführen ...

Strategie #I: Swingtrading mit dem Panikmuster

Die Philosophie

Bei dieser Swingtrading-Strategie für Aktien wird in Trendrichtung gehandelt.

Du steigst ein nachdem es in einer Aktie zu einem grundlosen Kursabsturz gekommen ist. Du nutzt den Panikmodus der Anleger, um ihnen ihre Aktien zu günstigen Preisen abzukaufen.

Um diese Tradingstrategie gekonnt umzusetzen brauchst du keine Fundamental-Analyse.

Es ist allerdings wichtig einen Preistrend gut aus dem Chartverlauf herauszulesen.

Pennystocks sollten nicht gehandelt werden.

Trenderkennung

Einen Trend erkennst du am einfachsten direkt im Preischart.

Die Kurse müssen im Aufwärtstrend höhere Hochs-und höhere Tiefs ausbilden (vice versa bei einem Abwärtstrend)

Dieser Kerzenchart zeigt eine weit verbreitete Methode zur Trenderkennung eines Wertpapiers:

Top DAX Trading Strategien für Berufstätige - Trenderkennung nach Charttechnik

Es werden sogenannte höhere Hochs und Tiefs im Chart eingezeichnet

Solange dieses Muster bestehen bleibt ist der Aufwärtstrend intakt.

Kommt es beispielsweise zu einem höheren Hoch gefolgt von einem tieferen Tief, geht die Charttechnik bereits von einem Trendbruch aus (Abwärtstrend vice versa).

Bei einem tieferen Hoch und höheren Tief läuft der Markt seitwärts.

Einen weiteren Indikator für einen vorliegenden Trend liefern gleitende Durchschnittspreise.

Swing Trading Ideen mit Durchschnittspreisen herleiten

Durchschnittspreise berechnet jede moderne Chartsoftware automatisch und legt sie in den aktuellen Chart eines Wertpapiers hinein.

Du musst den Indikator nur aktivieren.

Es gibt unzählige Einstellungen für die Berechnung der Durchschnittskurse.

Bei dieser Aktien-Swing-Trading Strategie wird der Durchschnittspreis lediglich zur Trenderkennung genutzt, es bieten sich längerfristige Parametereinstellungen an.

Ich empfehle die EMA200 oder SMA50 Swing Trading Indikatoren.

Damit ein Trend vorliegt muss die Durchschnittskurslinie eine leichte Steigung aufweisen (Abwärtstrend vice versa).

Idealerweise wurde die Linie in der jüngeren Vergangenheit nicht mehrfach von oben oder unten durchkreuzt (Seitwärtsmarkt).

Erprobte Forex Trading Strategien für Berufstätige - Trenderkennung nach Durchschnittspreisen

Sobald die Kurse über einen gewissen Zeitraum signifikant über der berechneten Durchschnittskurslinie notieren und die Linie mindestens leicht nach oben verläuft, liegt nach dieser Definition ein Aufwärtstrend vor (Abwärtstrend vice versa).

Handeln die Kurse in relativ kurzen Abständen von oben und unten durch die Durchschnittskurslinie, muss von einem Seitwärtsmarkt ausgegangen werden.

Bestimmt wird der Durchschnittspreis grundsätzlich mittels Addition der Schlusskurse der letzten X Bars-/ Kerzen, geteilt durch die Anzahl der betrachteten Bars-/ Kerzen.

Daraus abgeleitet wird der Simple Moving Average (kurz SMA oder einfach, gleitender Durchschnitt Indikator).

Es gibt noch aufwendigere Methoden zur Berechnung des Durchschnittskurses.

An erster Stelle ist hier der Exponential Moving Average (gewichteter Durchschnittskurs) zu nennen (EMA).

Dabei erhalten die Schlusskurse der gerade entstandenen Bars-/ Kerzen eine höhere Gewichtung als zurückliegende.

Welche Durchschnittspreis Indikatoren du für die Trenderkennung heranziehst ist Ermessenssache.

Alle haben das Ziel einen Preistrend vereinfacht zu visualisieren.

Wichtig ist nur: Du solltest darauf achten einen Durchschnittskurs zu verwenden, der von möglichst vielen anderen Marktteilnehmern beachtet wird (selbsterfüllende Prophezeiung).

Grundsätzlich gilt:

Je mehr Bars-/ Kerzen zur Berechnung des Durchschnittskurses verwendet werden, desto langsamer reagiert dieser Trendindikator auf Preisveränderungen

Swing-Trading Strategie #I: Risiko-Management

Gute Fähigkeiten beim- und das richtige Wissen über Risiko-Management machen beim Swing Trading mit Aktien den Unterschied zwischen Amateuren und Profis aus.

Regel #1: Positionsgröße unter Kontrolle halten

Um beim Swingtrading dauerhaft erfolgreich zu sein, darfst du niemals dein ganzes Kapital in eine einzelne Aktie oder Trade investieren.

Je nach Hebel, Handelsinstrument und persönlicher Risikoneigung, gilt es den Wetteinsatz aufzuteilen.

Handelst du ein Panikmuster am Aktienmarkt, ist es zwingend notwendig nicht mehr als ein Prozent deines Tradingkapitals in einen einzelnen Trade zu stecken.

Deutlich kleinere Setzeinheiten gehen selbstverständlich immer und sind für den Start empfehlenswert.

Steigere den Einsatz erst, wenn du die Strategie mit ausreichend Trades und echtem Geld getestet hast.

Für das Panikmuster empfiehlt es sich den Trade 10 Prozent unterhalb des Einstiegsniveaus abzusichern, sprich zu beenden.

Sicherst du jeden Trade konsequent mit dieser Regel ab, werfen dich auch zehn Verlusttrades hintereinander nicht aus der Bahn.

Deine Traderpsyche wird mit diesem Vorgehen geschont und du bist in der Lage dich auf die nächste gute Tradinggelegenheit zu konzentrieren.

In schlechten Phasen (Konto schrumpft) darfst du mit dieser Strategie immer weniger Aktien kaufen und vice versa.

Dieser Mechanismus ist elementar für dauerhaften Erfolg beim Swing-Trading.

Positionseröffnung

Regel #2: Der konkrete Einstieg in die Aktie

Eine Aktie muss aufwärtsgerichtet sein (Kurse im Chart laufen von links unten nach rechts oben, gleitende Durchschnitte zeigen über einen gewissen Zeitraum leicht nach oben).

Die Aktie fällt innerhalb des Handelstages sehr steil und unter hohem Volumen (im Verhältnis zum Durchschnitt der letzten Tage) in die Tiefe.

Wichtig:

Zu diesem Zeitpunkt dürfen keine negativen Nachrichten zu diesem Unternehmen vorliegen, welche den Kurssturz auslösen

Der konkrete Kauf findet statt, sobald die Aktie einen etwa 10 Prozent großen Kursverlust erlitten hat.

Dafür legst du ein ‚Abstauberlimit’ in den Markt.

Dies ist eine Kauforder mit einem Preislimit. Dadurch vermeidest du einen zu hohen Preis beim Kauf der Aktie.

Spätestens am nächsten Tag muss die Aktie wieder anfangen zu steigen. Wurde deine Order bis dahin nicht ausgelöst, solltest du sie am Ende des Tages löschen.

Swing Trading Aktien finden mit dem Panikmuster Trade Beispiel

Ein Swing Trade mit dem Panikmuster wurde bei 9,80 EUR eröffnet: Würde die wallstreet:online Aktie innerhalb weniger Tage das alte Kurshoch im Bereich von 12,50 EUR erreichen, wäre die Tradingidee perfekt aufgegangen.

Der Exit

Regel #3: Trademanagement (Exit im Gewinnfall)

Verdienst du mit einem Trade die Summe des Anfangsrisikos (Stop Loss), sicherst du die Position am Kaufkurs ab.

Fällt die Aktie doch, machst du keinen Verlust mehr.

Steigt die Aktie weiter, ziehst du den Stop unterhalb wichtiger Kursunterstützungszonen nach oder verkaufst sie am alten Kurshoch wieder.

Erfolgt die Kurssteigerung ungewöhnlich schnell und stark (parabolisch), verkaufst du die Hälfte der Position in den Kursanstieg, indem du zum Schlusskurs eines auffällig starken Schubtages (lange Kursspanne im Verhältnis zu den vorhergehenden Tagen) glattstellst.

Eine zweite Möglichkeit in dieser Situation ist es, die halbe Position unterhalb des Tiefs des letzten Handelstages abzusichern.

Der Rest der verbleibenden Position wird weiterhin an charttechnisch relevanten Extrempunkten respektive Unterstützungszonen abgesichert.

Es ist ebenso möglich die ganze Position auf einmal aufzulösen.

Teilgewinnmitnahmen sind mathematisch nicht zwingend die bessere Alternative, aber sie erleichtern es einem Trader Gewinne laufen zu lassen.

Bei der gerade vorgestellten Swing Trading-Strategie agierst du längerfristig, aber du musst unter Umständen innerhalb des Handelstages den Markt beobachten.

Tust du das nicht, verpasst du womöglich den Kurssturz. Es wird bei diesem Setup ausschließlich long gehandelt.

Zum Glück gibt es weitere Aktien-Strategien, die für Berufstätige noch besser geeignet sind. 

Sollte ich  dein Interesse geweckt haben, folge dem Link und ...

Swing-Trading Strategie #II: Handel aus dem Sweetspot

Jetzt zeige ich dir eine einfache und effiziente  Swing Trading Strategie für alle Märkte und Zeitrahmen - ein regelrechtes Allroundtalent.

Die Philosophie

Viele Marktteilnehmer achten auf gleitende Durchschnittspreise.

Ein sehr beliebter gleitender Durchschnitt ist der EMA200.

Nicht selten wird eine selbsterfüllende Prophezeiung ausgelöst, sobald die Kurse mit dieser weit verbreiteten Durchschnittslinie interagieren.

Er sorgt somit regelmäßig für gute Tradingchancen.

Das möchtest du für einen lukrativen Swing Trade in Richtung des Haupttrends nutzen.

Swingtrading Strategie #II: Risiko-Management

Regel #1: Positionsgröße unter Kontrolle halten

Genau wie bei der Panikmuster Swing-Trading Strategie, solltest du das maximale Risiko pro Trade auf 1% der Kontogröße begrenzen.

Diese Vorgabe ist die sicherste und einfachste Variante für ein solides Risiko-Management.

Positionseröffnung

Regel #2: Der Einstieg in den Markt

Es muss ein klarer Trend vorliegen. Du wartest dann auf einen Bruch des EMA200 Indikators auf Schlusskursbasis.

Du solltest immer frühzeitig in den Trend einstiegen. Eröffne den Swing Trade, sobald ein eindeutiger EMA Break stattgefunden hat.

Es ist keine Setup Bestätigung anderer Swing Trading Indikatoren nötig.

Um das Chance-Risiko-Verhältnis zu verbessern, wartest du eine erste Korrektur der Kurse ab.

Nach dem EMA200 Break steigst du ein, sobald die Kurse den ersten Anstieg um 50 Prozent korrigiert haben.

Swing Trading Strategie Sweet Spot Trade für Aktien Dax und Forex

Swing-Trading aus dem Sweetspot: Der Exit

Die Hauptzielzone bei der Sweet Spot Swing Trading Strategie ist immer das letzte relative Kurshoch der aktuellen Trendbewegung.

Selbstverständlich ist es auch möglich den Stop Loss ab diesem Punkt eng zu trailen und sich noch etwas mehr vom aktuellen Kurs-Swing zu sichern.

Dafür kann der Stop Loss beispielsweise unter das Vortagesextrem gelegt werden. Der Donchian Channel Indikator ist eine weitere Möglichkeit, um einen Trailing-Stop sinnvoll nachzuziehen.

Initial abgesichert wird der Swingtrade unterhalb des letzten lokalen Kurstiefs aus dem laufenden Trend.

Ebenso effektiv ist ein Volatilitäts-Stop

Dafür kann der Average True Range (ATR) Indikator herangezogen werden. Dieser misst die Kursstrecke der vergangenen x Zeiteinheiten.

Den Stop platzierst du meist mit einem Faktor von 1 bis 3 mal die Kursspanne der ATR vom Markteinstiegspunkt entfernt.

Für die Shortseite gilt alles vice versa.

Weitere Swing Trading Indikatoren

Viele Trader nutzen im Swing Trading technische Indikatoren, um die Wendepunkte von einem Swing zum nächsten aufzuspüren und profitable Ein- und Ausstiegspunkte im Preischart zu finden.

Wie du gleitende Durchschnittskurse für das Swing-Trading nutzt, konntest du bereits im Abschnitt Panikmuster lernen.

Hier sind zwei weitere beliebte Indikatoren für das Swing-Trading:

  • Stochastic-Indikator
  • Relative-Stärke-Index (RSI)

Der Stochastische Oszillator

Der stochastische Oszillator ist ein Momentum-Indikator.

Dieser Swing Trading Indikator vergleicht über einen bestimmten Zeitraum (in der Standardkonfiguration die letzten 14 Tage) den aktuellen Schlusskurs mit dem vorangehenden.

Die Theorie besagt: Das Marktmomentum ändert sich vor dem Marktvolumen oder dem Kurs selbst.

Tradest du auf Grundlage des Volumens, kannst du diesen Indikator für die Vorhersage von Marktschwüngen nutzen.

Dargestellt wird die Stochastic mit Hilfe zweier Linien:

  • Indikatorlinie
  • Signallinie
Swing Trading Indikatoren für Aktien finden Beispiel Stochastic

Der Stochastische Oszillator im Einsatz: Die grünen Kreise kennzeichnen Shortsignale, die roten Longsignale für einen Swingtrade. 

Schneiden sich beide Linien, kann das eine Änderung in der Marktrichtung andeuten.

Die Eröffnung einer Long-Position solltest du in Betracht ziehen, sobald die Indikatorlinie über die Signallinie ansteigt.

Mit Ausnahme die Werte liegen über 80.

Fällt die Indikatorlinie unter die Signallinie, ist eine Short-Positionierung möglich.

Mit Ausnahme die Werte liegen unter 20.

Der Relative-Stärke-Index (RSI)

Der RSI ist ein weiterer beliebter Momentum-Indikator.

Swing-Trader versuchen mit dem RSI zu beurteilen, ob sich ein Markt in einer überkauften oder überverkauften Phase befindet.

In diesen Preisbereichen endet oftmals ein Kursschwung.

Auch der RSI gilt als Oszillator und wird in einem Diagramm von Null bis 100 dargestellt.

Swingtrading Indikatoren Chartbeispiel RSI mit Fehlsignal

Swing-Trading mit dem RSI kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen: Vom kompletten Fehlsignal (roter Pfeil) über einen echten Krachertrade 8lange braune Linie) bis hin zu einem dürftigen Gewinntrade (kurze braune Linie). 

Über dem Wert von 70 wird der Markt von Tradern als überkauft angesehen. Fällt er unter die Marke von 30, gilt er als überverkauft.

Bewegt sich der RSI im Aufwärtstrend aus dem überkauften Bereich, sehen das Trader als mögliches Einstiegssignal für eine Shortposition.

Sie möchten vom nächsten Abwärtsschwung profitieren.

Bist du als Trader bereits long positioniert, könntest du dieses Szenario zum Schließen deines Trades nutzen.

Alles gilt exakt andersherum für einen Swingtrade auf der Longseite.

Schlussglocke

Längerfristige Swing-Trading Strategien eignen sich ideal für Berufstätige und haben ein gutes Aufwand/ Nutzen Verhältnis. Außerdem werden emotionale Entscheidungen beim Swingtrading auf höheren Zeiteinheiten weniger, du musst als Trader nicht ständig vor dem Bildschirm sitzen und wie ein Suchti am Chart kleben, was viele Trader zu Kurzschlussreaktionen aus dem Bauch heraus verleitet.

P.S. Dir fehlt eine einfache und sofort anwendbare Trading-Strategie für Anfänger?

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