Lohnt sich Swing Trading?

Ist Swing-Trading leichter als Daytrading und welche der beiden Strategien lohnt sich für Berufstätige?

Gleich erfährst du alle relevanten Details, die für eine fundierte Entscheidung nötig sind. In diesem Artikel vergleichen wir Swingtrading vs. Daytrading im Detail.

Du lernst unter anderem:

  •  welche Renditen sind realistisch?
  •  die Vorteile & Nachteile beim Swingtrading und
  •  welche Strategien sind für Anfänger sinnvoll?

Und ab geht die Post ...

Lohnt sich Swingtrading? 

 Vor- und Nachteile von Swing-Trading Strategien vs. Daytrading:

Fünf Vorteile

  • Ermöglicht zeitlich flexibles Trading.
  • Niedrigere Kosten erhöhen die Netto-Rendite. 
  • Keine Entscheidungen unter Zeitdruck.
  • Einfache Price-Action Strategien funktionieren zuverlässiger.
  • Auch ohne Hebel sind solide Gewinne möglich.

Fünf Nachteile

  • Vertrauensaufbau durch eine Echtgeldstatistik braucht Zeit.
  • Längere Kapitalbindung. 
  • Es ist mehr Geduld erforderlich.
  • Übernachtrisiko
  • Größere Stop-Loss Preisspannen im Derivatebereich für kleine Konten nicht finanzierbar.

Ist Swing-Trading profitabel?

Ob Swing-Trading profitabel ist hängt entscheidend davon ab inwieweit eine sinnvolle Strategie konsequent umgesetzt und verbessert wird.

Viele Trader nutzen nur halbherzig überprüfte Ansätze, die keinen positiven Erwartungswert generieren und entwickeln sich und ihre Strategie nicht weiter.

Machen sie keine nennenswerten Fortschritte springen sie frustriert zur nächsten Strategie und alles geht von vorne los.

Andere sind auf Handelssetups für den Einstieg fixiert, ignorieren Marktkontext und grundlegende Erfolgsprinzipien und wundern sich, warum sie ständig unnötig ausgestoppt werden.

Wer jedoch diese Punkte beachtet und bei unvermeidlichen Rückschlägen dran bleibt, kann sich durch Swing-Trading ein jährliches Zubrot verdienen - egal, ob die Kurse an den Börsen gerade steigen oder fallen.

Wieviel verdient ein durchschnittlicher Swing-Trader?

Fakt ist: Für die eingesetzte Zeit verdient ein Swingtrader IMMER besser als ein Daytrader - er hat den deutlich höheren Stundenlohn.

Wer moderaten Zeitaufwand betreibt (etwa zwei bis drei Stunden pro Woche) und einen eher risikoscheuen Ansatz verfolgt, kann mit einer jährlichen Netto-Rendite im Bereich von 10 bis 20% rechnen.

Diese Werte stellen aus unserer langjährigen Erfahrung den Durchschnitt dar.

Für den Verdienst in absoluten Geldbeträgen spielt natürlich die Kontogröße eine entscheidende Rolle.

Wird eine Kontogröße von 100k EUR gehandelt, würde der Swing-Trader zwischen 10k und 20k EUR Netto p.a. verdienen - und damit gemittelt rund 1.250 EUR pro Monat.

Swing-Trading vs. Daytrading Stundenlohn Vergleich

Widmen wir uns dem Punkt Verdienst nochmal genauer und rechnen ein praxisnahes Beispiel durch.

Daytrader Stundenlohn Beispiel

  • Brutto-Jahresrendite = 40%
  • Kontogröße = 100k
  • Verdienst pro Monat = 3.333 €
  • Arbeitszeit pro Woche = 40 Stunden
  • Stundenlohn = 20,83 €

Swingtrader Stundenlohn

  • Brutto-Jahresrendite = 40%
  • Kontogröße = 100k
  • Verdienst pro Monat = 3.333 €
  • Arbeitszeit pro Woche = 5 Stunden
  • Stundenlohn = 166,65 €

Die Rechnung sollte zeigen wie zeiteffizient Swingtrading ist. Der Bruttostundenlohn liegt beim Achtfachen eines Daytraders!

Für rund 20 Euro pro Stunde würden viele Leute nicht arbeiten gehen.

Selbstverständlich kann ein erfahrener Daytrader seinen Ansatz optimieren und beispielsweise nur zu den lukrativsten Tageszeiten aktiv sein.

Aber: Selbst wenn du nur zwei Stunden pro Tag aktiv handelst, solltest du mindestens eine weitere Stunde für die Handels-Vorbereitung, Journaling und Reviews dazurechnen.

Nur ein winziger Prozentsatz von Daytradern mit weniger als drei Stunden Zeiteinsatz pro Tag können von sich behaupten: Wow, der Aufwand lohnt sich.

Gehen wir das Rechenbeispiel von oben nochmal wohlwollend mit einer 15 Stundenwoche für den Daytrader durch:

  • Brutto-Jahresrendite = 40%
  • Kontogröße = 100k
  • Verdienst pro Monat = 3.333 €
  • Arbeitszeit pro Woche = 15 Stunden
  • Stundenlohn = 55,55 €
Lohnt sich Swing Trading - Rendite und Stundenlohn Vergleich

Das sieht schon wesentlich attraktiver aus, aber der Swingtrader arbeitet immer noch dreimal effizienter. Punkt.

Warum sollte man NICHT Swingtrading betreiben?

Wird Swing-Trading objektiv betrachtet, gibt es nur einen ernsthaften Einwand gegenüber diesem Handelsstil:

  •  das Übernachtrisiko (Overnight-Risk) durch Kurslücken (Gaps nach News außerhalb der Handelszeiten)

Wichtig: Dieses Risiko ist nur kurzfristig ein Risiko, denn langfristig gleichen sich die Verluste und unverhofften Gewinne - die durch Gaps ebenfalls entstehen - wieder aus.

Wer gelernt hat richtig mit Kurslücken umzugehen - sowohl technisch als auch psychologisch - wird über viele hunderte Trades sogar von Gaps profitieren.

Ist Swing-Trading leichter als Daytrading?

Ja! Aus unserer Erfahrung definitiv.

Zwar ist erfolgreiches Trading generell nicht einfach, aber Daytrading  gilt zurecht als eine der schwierigsten Disziplinen an der Börse.

Hier sind die Gründe:

  • Es müssen vergleichsweise viele Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden, was die Fehlerquote erhöht.
  • Die Kosten sind exorbitant höher als im Swing-Trading. Daytrader müssen also mehr Rendite erwirtschaften, um auf das gleiche Nettoergebnis zu kommen.
  • Viele sinnvolle Daytrading-Strategien sind zeitgebunden und kollidieren im Alltag mit anderen wichtigen Terminen und Verpflichtungen aus dem Bereich Beruf und Familie. Diese Tatsache unterschätzen viele Berufstätige, weil sie überall zu sehen bekommen, wie einfach sie doch mit Daytrading nebenher Geld verdienen könnten.

Swing-Trading Strategien für Anfänger

Drei einfache und bewährte Swing-Trading Strategien für Anfänger:

  1. Breakout-Strategien mit dem übergeordneten Trend.
  2. Momentum-Strategien in Kombination mit News und Volumen-Spikes.
  3. Mean-Reversion Ansätze in Seitwärtsmärkten (Balance-Phasen).

Momentum-Swingtrade Beispiel:

Lohnt sich Swing-Trading für Berufstätige? Trade-Beispiel 2026 Ross Stores Aktie

Lohnt sich Swing-Trading?  Definitiv: Trade-Beispiel Momentum Swing-Trading Strategie mit News-Katalysator.

Wichtig: Viele Ideen für Swingtrades sind auch für längerfristige Positionstrades nutzbar. Oft haben Momentum-Trades ein so gutes Chance-Risiko-Verhältnis, dass es keinen Sinn macht immer die ganze Position zu verkaufen.

Es bedarf Erfahrung und genauen Bewertungs-Kriterien für eine Trading-Idee, um den besten Ausstieg einigermaßen sicher bestimmen zu können.

Allerdings gibt es Situationen in denen auch erfahrene Swingtrader den perfekten Verkaufszeitpunkt erst in der Rückschau erkennen können.

Swing-Trading oder Daytrading?

Wir sind nicht seit gestern an der Börse tätig und ich persönlich habe beide Ansätze jahrelang umgesetzt.

Mit meiner heutigen Erfahrung empfehle ich ganz klar Swing-Trading. Und zwar ab dem 4h Zeitrahmen oder höher.

Es ist und bleibt der einfachere Weg zum nachhaltigen Erfolg und das mit weniger Aufwand.

Daytrading hat zwar durchaus seine Vorzüge. Warum? Die höhere Handelsfrequenz produziert nicht nur höhere Kosten, sondern kann einen Trader auch profitabler machen.

Dazu muss er niedrige Handelskommissionen sicherstellen und idealerweise gehebelt handeln, damit der relative Kostenanteil sinkt.

Die wenigsten können diesen Vorteil jedoch abschöpfen, weil ihnen die gravierenden Nachteile des Daytradings vorher auf die Füße fallen.

Swingtrader können den Nachteil  geringerer Opportunität mit erhöhter Risikobereitschaft und einem cleveren Setzgrößen-Algorithmus ausgleichen.

Für wen kann Daytrading eine Option sein?

Daytrading empfiehlt sich meiner Meinung nach nur für eine Minderheit.

Bei dieser Gruppe Menschen handelt es sich um:

  • junge
  • enthusiastische und leidenschaftliche

...Tradingfreaks mit ausreichend Zeit und einem ganz klaren Ziel, nämlich vom Trading leben zu wollen.

Allerdings solltest du bei deiner Entscheidung wissen, dass sich nicht wenige Top-Daytrader - nach einigen Jahren Hardcore-Tradings - ebenfalls Richtung Swingtrading orientieren.

Oftmals geben sie als Grund den immensen Druck an, der auf jedem Daytrader täglich lastet und der sensible Persönlichkeiten mit der Zeit ausbrennen lässt.

Außerdem verschieben sich mit zunehmendem Alter bei vielen Menschen die Prioritäten und sie möchten mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbies zur Verfügung haben.

Daytrading ist mit Leistungssport vergleichbar.

Du musst mit einem enormen Drive ausgestattet sein und einen absolut wettbewerbsorientierten Charakter haben.

Zu guter Letzt, solltest du wissen:

Durch die erhöhte Handelsfrequenz im Daytrading, ziehen sich Draw-Down Phasen nicht so in die Länge.

Heißt: Top-Daytrader, vor allem Scalper, erleiden selten einen Verlustmonat. Im Swingtrading sind Verlustmonate normal. Es zählt nur das Jahresergebnis.

Möchtest du mit Trading deine laufenden Rechnungen bezahlen, bist du zum Daytrading verdammt.

Ich hoffe, diese Erfahrungswerte und Einschätzungen werden dir bei der Entscheidung für den passenden Handelsstil helfen.

Unsere Empfehlung für Anfänger: Swingtrading mit Aktien

Swing-Trading lässt sich sehr gut mit Aktien umsetzen.

Das sind die Vorteile:

  • hohe Volatilität (attraktives Gewinnpotential ohne Hebel)
  • transparenter Markt, regulierte Börsen, echte Daten
  • Aktien sind Sachwerte (tatsächlicher Gegenwert im Depot)
  • feine Skalierung der Positionsgröße (ideal für's Risiko-Management, auch bei kleinen Konten)
  • große Titelauswahl (Maximierung der Trading-Chancen = Steigerung der Profitabilität)
  • keine zusätzlichen Rollkosten wie bei Futures.

Tipp

 Vor allem, wenn du Swingtrading mit Aktien ohne Hebel umsetzt, solltest du vornehmlich auf Momentum-Strategien setzen, damit dein Kapital nicht unnötig lange in langweiligen, wenig volatilen Werten gebunden ist.


Achtung:

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Schlussglocke

Swing-Trading lohnt sich für Berufstätige immer, weil Daytrading mit dem Hauptjob schwer vereinbar ist. Du musst als Daytrader insgesamt, neben dem Beruf, mindestens 10 bis 20 Stunden pro Woche zusätzlich aufwenden. Und dann machst du nur Teilzeittrading und wirst auch dementsprechend schlechter verdienen. Du bist an die besten Handelszeiten der Börse gebunden. Auf Stundenlohnbasis können selbst effiziente Daytrader einem Swingtrader nicht das Wasser reichen. Wenn du als Daytrader krank oder mental abgelenkt bist, wirst du kein Geld verdienen. Swingtrader machen sogar im Schlaf Gewinn und haben mehr Zeit für andere Dinge zur Verfügung.

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund der Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. Die überwiegende Mehrheit der Konten von Kleinanlegern verliert beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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