Die 3 besten Swing-Trading Indikatoren

Was sind die drei besten Swing-Trading Indikatoren?

Wenn du dir diese Frage schon gestellt hast, bist du hier genau richtig.

Du findest in diesem Artikel unsere ewige Bestenliste bewährter Indikatoren für das Swing-Trading.

Zu jedem Indikator listen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile auf und zeigen ein Praxisbeispiel.

Wenn du den Artikel gelesen hast, wirst du deine Swingtrading Strategien sofort verbessern können!

Bereit? Und los geht's ...

Welche Indikatoren für Swing-Trading?

Professionelle Swing-Trading Indikatoren leiten sich nicht vom Preischart ab.

Erfahrene Swing-Trader suchen Indikatoren, die ihnen vom Preischart unabhängige Informationen liefern.

Zu dieser Kategorie gehören folgende Indikatoren:

  • VWAP
  • Anchored VWAP
  • Volumen-Indikator
  • Volumen-Profil
  • Market-Profile
  • ATR, ADR
  • On Balance Volume (OBV)
  • Money Flow Index (MFI)
  • Akkumulation/ Distribution (A/D Linie)
  • Saisonalitäten
  • Sentiment-Indikatoren
  • Relative Stärke

Was sind die besten Swing-Trading Indikatoren?

Aus unserer Erfahrung sind die Top-3 Indikatoren für Swing-Trading:

  1. Volumen-Indikator
  2. Volumen-Profil
  3. Relative Stärke

Wieso haben wir gerade diese drei Indikatoren ausgewählt?

Ganz einfach:

Preis folgt Volumen!

Und deshalb sollte jeder seriöse Trader das Volumen als Indikator für Handelsentscheidungen nutzen.

Volumen ist die Ursache, Preis die Wirkung.

Wer diesen fundamentalen Zusammenhang ignoriert oder nicht versteht, befindet sich an der Börse im Blindflug.

Die relative Stärke von Aktien ist wiederum ein sehr einfacher und dennoch wirkungsvoller Indikator.

Wird die relative Stärke richtig interpretiert, zeigt sie auf einen Blick, wo das "Große Geld" gerade investiert wird.

Wissenswert

Bei der relativen Stärke beziehen wir uns nicht auf den Technischen-Indikator RSI, sondern wir vergleichen Assets gegeneinander oder versus Benchmarks.

Volumen-Indikator (vertikal)

Was ist ein Volumen-Indikator?

Zu unterscheiden sind zwei Darstellungsformen des Volumens:

  • Pro Zeitperiode
  • Pro Kurslevel

Im Swing Trading machen beide Varianten Sinn.

Beim Volumen handelt es sich um einen vom Kursverlauf abgekoppelten Indikator.

Das Volumen liefert neue Informationen und erhöht die Qualität der Entscheidungsfindung für oder gegen einen Trade.

Möchtest du mit dem Volumen pro Zeiteinheit dein Trading verbessern, solltest du auf Volumen-Anomalien achten.

Wissenswert

Große Marktteilnehmer hinterlassen im Volumenchart ihre Spuren, denn alle müssen durch das gleiche Orderbuch der Börse handeln.

Um Big Player Aktivität erkennen zu können, nutzen wir die sog. Spike- & Cluster Volume Increase Methode:

Swingtrading mit Indikatoren lernen - Erfahrungen mit dem Aktien Volumen Setup

Diese Strategie ist eine Kombination aus Volumen und Preis Aktivität. Sie fällt in die Kategorie der sog. Momentum-Setups und gilt als eine der einfachsten und zuverlässigsten Swingtrading-Strategien.

Grob achten wir darauf, wie sich das aktuelle Tagesvolumen im Verhältnis zum Durchschnitt einer bestimmten Zeitperiode verändert.

Steigt es in einer Aktie nach unseren Parametern signifikant an, wäre der Titel ein neuer Kandidat für unserer Watchlist .

Aktiv werden wir allerdings erst, wenn weitere Setup-Kriterien erfüllt sind.


Achtung:

Hast du Interesse an einem bewährten, volumenbasierten Momentum-Setup für den Handel auf End of Day Charts? Dann ...

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Volumen-Profil (horizontal)

Wenn das Volumen eines Wertpapiers pro Preislevel angezeigt wird sprechen Trader vom Volumenprofil.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Darstellung.

Eine beliebte und einfache Variante ist das Visible Range Profile:

Swingtrading Indikatoren_Beispiel_Volumen Profil_Visible Range_NVIDIA

Wissenswert

Kurse börsengehandelter, liquider Wertpapiere haben die Tendenz in Preisbereiche zu laufen, in denen viel Handel stattgefunden hat.

Grundsätzlich macht es daher Sinn einen Swingtrade in Preiszonen zu eröffnen, in denen wenig umgesetzt wurde (Low Volume Node).

Als Zielzone kann ein Preisniveau dienen, auf dem viele Wertpapiere umgesetzt wurden (High Volume Node):

Swingtrading mit Volumen Indikatoren_Volume Profile_Beispiel_DAX_

Das Volumen-Profil kann auch für die Bestimmung sinnvoller Stop-Loss Punkte herangezogen werden.

Als sinnvolle Stop-Zone bieten sich beispielsweise High Volume Nodes an. Bei einer Long-Position wird der Stop-Loss unterhalb einer hochvolumigen Preiszone platziert.

Relative Stärke-Analyse

Bei der relativen Stärke handelt es sich nicht um einen vorgefertigten Indikator.

Du vergleichst, wie unterschiedliche Assets im Verhältnis zueinander performen.

Interessante Vergleichsmaßstäbe sind:

  • Aktien-Indizes vs. Anleihen (Intermarket)
  • Aktien-Index vs. Aktien-Index (z.B. DAX vs. S&P500, oder Nasdaq vs. Nikkei, oder Russell 2000 vs. Dow Jones)
  • Branchen-Index vs. Branchen Index
  • Sektoren vs. Sektoren
  • Aktien vs. Sektoren
  • Aktien vs. Aktien

Die Relative Stärke-Analyse ist als eigenständiger Top-Down Ansatz umsetzbar, um die besten Titel im Vorfeld systematisch herauszufischen.

Die übrig gebliebenen Titel können weiter analysiert werden.

Wenn du Assets nach relativer Stärke analysierst, solltest du auf folgende Punkte achten:

  1. Wie ist die prozentuale Performance über einen festgelegten Zeitraum.
  2. Wie reagiert das Asset, wenn der Gesamtmarkt Schwäche oder Stärke zeigt.

Der erste Punkt kann ziemlich einfach und schnell abgehandelt werden, wenn du eine übersichtlich programmierte Vergleichstabelle nutzt: 

Swingtrading Indikatoren_Beispiel_relative_Stärke_Analyse_Sektoren

Um das zweite Kriterium einschätzen zu können, ist ein Blick auf den Kurschart und ein wenig Erfahrung erforderlich.

Hier ein einfaches Beispiel:

Fällt der Gesamtmarkt innerhalb kurzer Zeit um 10%, eine bestimmte Aktie verliert im gleichen Zeitraum jedoch gar nicht an Wert, oder steigt sogar, ist das ein klares Indiz für relative Stärke und die Aktie generell ein guter Kandidat für einen zukünftigen Kauf.

Was sind die besten technischen Indikatoren für Swing-Trading?

Die besten technischen Indikatoren für Swing-Trading sind:

  • ATR (Average True Range)
  • ADR (Average Day Range)
  • VWAP oder geankerter VWAP

ADX

Speziell für das Swing-Trading eignet sich der ADX Indikator, denn:

Während die ATR Kurslücken einbezieht, rechnet sie der ADX Indikator heraus.

Dadurch bekommst du im Swing-Trading ein realistischeres Bild der täglichen Handelsspanne (Volatilität) eines Wertpapiers.

Der ADX-Indikator kann für die Berechnung von sinnvollen Stop-Loss Punkten eingesetzt werden. Außerdem eignet er sich für das automatische Nachziehen eines Trailing-Stops zur Gewinnsicherung bei positiven Trades.

VWAP

Beim VWAP handelt es sich um einen volumengewichteten Durchschnittspreis.

Wissenswert

Der VWAP dient vielen institutionellen Order-Placement Algorithmen als Bezugspunkt.

Du kannst ihn zum Beispiel als Richtungsfilter für Swingtrades verwenden.

Liegt der aktuelle Kurs über dem VWAP, sind die Marktteilnehmer netto im Gewinn und Long-Trades wären zu bevorzugen (short vice versa).

Der VWAP kann auch als sinnvolle Zielzone für Mean-Reversion Trading-Ideen genutzt werden.

Dabei versuchst du von kurzfristigen Kursübertreibungen zu profitieren und wettest auf eine Rückkehr der Preise zu ihrem Durchschnittskurs.

Sehr erfolgreich können diese Strategien bei Small-Caps im Aktienmarkt umgesetzt werden.

Schlussglocke

Die besten Swing-Trading Indikatoren basieren auf dem Volumen. Als Anfänger solltest du mit einfachen Werkzeugen beginnen und dich auf die effektivsten Tools konzentrieren. Mit dem VWAP hast du einen guten Filter für die Traderichtung. Das Volumen selbst zeigt dir an, ob institutionelles Geld im Spiel ist und welche Preiszonen akzeptiert werden. Und wenn du die relative Stärke Analyse richtig durchführst, konzentrierst du dein Trading auf die stabilsten Titel und erhöhst die Gewinnchance. Voila!