Ingmar’s Tradingphilosophie: Dafür steh ich (grade)

Manuelles Richtungstrading mit Hilfe des Preischarts

Ingmar's Tradingphilosophie auf den Punkt gebracht

Du kannst diesen Artikel nur lesen, wenn du meinen Trading-Newsletter abonniert hast. Er beinhaltet exklusive Ansichten über das Trading, die dir hoffentlich einige Aha-Erlebnisse verschaffen werden. 

Starten wir durch … 

Für mich ist erfolgreiches Traden ein Wettspiel.

Bei diesem geht es darum, das eigene Risiko möglichst clever zu managen. Dafür benutze ich das Prinzip der fortlaufenden Prognose.

Eine weitere Sache, die mir sehr wichtig ist:

Traden muss  für mich so einfach und effizient wie möglich sein. Heißt: Wenig Hilfsmittel bei der technischen Umsetzung, aber auch beim Tradingansatz selbst.

Dir fehlt ein einfacher, solider Tradingansatz?

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Dieser Grundsatz schafft Klarheit im Kopf, senkt die Fehleranfälligkeit und spart Kosten. Ich benötige für mein Trading keinerlei unnötige Tradingsoftware oder Hardware und andere Dienste.

Das Münzwurf-Experiment

Das CoinFlip Trading Experiment beeinflusste und festigte meine Grundüberzeugung bezüglich langfristigem Erfolg im Traden.

Ich hatte mir selbst bewiesen, wie unwichtig der Einstieg beim Trading für die Profitablität tatsächlich sein kann. Im Vergleich zur gängigen Meinung vieler Trader.

Der Münzwurftest verlangte mir viel ab und ich entwickelte mich immer mehr zum Experten für Eröffnungsstrategien und das sogenannte Trade-Management (Exit).



“Den Mythos des alles entscheidenen Einstiegs – an den die meisten Anfänger glauben – hat Ingmar mit seinem ungewöhnlichen ‘CoinFlip-Experiment’ eindrucksvoll widerlegt”

Karsten Kagels Trading CoachDenn zu einem profitablen Trade gehört mehr als nur ein gelungener Einstieg. Bewegt  sich der Trade in die gewünschte Richtung, liegt der Fokus des Traders auf dem Trade-Management mit Anpassungen von Stop Loss und Positionsgröße. Schließlich erfolgt der Ausstieg, der auch wieder passen muss, damit unter dem Strich ein Gewinn entstehen kann.

Karsten Kagels, Trader, Coach & Signaldienstleister mit 30 Jahren Börsenerfahrungkagels-trading.de


Heute sehe ich den Exit aus einem Trade als Teil des Risikomanagements – allerdings als einen sehr wichtigen!

Von den intensiven Tradingerfahrungen während dieses Live-Experiments leitet sich auch mein immer noch gültiges Tradingmotto ab:

Der Exit muss clever, der Entry kann clever sein.

Soll heißen: Ein cleverer Entry in eine Position hat Auswirkungen auf den Erwartungswert eines Trading Systems. Er sollte also nicht völlig vernachlässigt werden. Der Exit entscheidet aber am Ende über das tatsächliche Ergebnis.

Kleinerna muss ihre Vorteile ins Spiel bringen

Ich bin von diskretionärem Trading überzeugt.

Zumindest für einen privaten Retailtrader ist es die einzige Möglichkeit, richtig gute Renditen dauerhaft und bei niedrigem Aufwand leisten zu können.

Wieso?

  • Unser Kopf ist unser größter Vorteil. Nicht die finanziellen und technischen Ressourcen 
  • Die direkte institutionelle Konkurrenz beim Algotrading ist brutal!

Kein Computer kann den Markt besser und flexibler analysieren und umfänglicher wahrnehmen, als das menschliche Gehirn. Wir haben alles was wir für gutes Trading brauchen schon an Board!

Die Stärke unseres Gehirns ist das Wahrnehmen von Mustern jeglicher Art. Die des Computers ist das Abgleichen von Zahlen.

Aus diesem Grund würde ich Algotrading nur für Tradingansätze verwenden, die in irgendeiner Form darauf beruhen Zahlen möglichst schnell auszuwerten (zB Arbitragegeschäfte).

Richtungstrading aufgrund von Bewegungsmustern des Preises zählt für mich nicht zu diesen Ansätzen. De facto möchte ich solche Trading Strategien nicht vollautomatisch traden lassen. Hier ist der Computer einfach zu unflexibel.

Dennoch kann er Tradern Hilfestelllung geben, zB für das Screenen und Vorsortieren von Wertpapieren. Auch im Bereich des Orderflow-Tradings ist Spezialsoftware nützlich.

Zahlenmenschen brauchen Zahlen (auch beim Trading)

Privates System Trading ist vornehmlich etwas für einen speziellen Menschenschlag. Einer der gerne tüftelt und testet, technisch veranlagt oder sogar technikgläubig ist.

Für viele Trader stellt System Trading jedoch hauptsächlich eine fragwürdige Quelle der Sicherheit dar, oder wird fälschlicherweise als eine bequeme passive Einkommensform angesehen.

An was ich noch so glaube …

Daytrading: Wenig effizient und zeitraubend

Daytrading ist die am wenigsten effiziente Art zu handeln. Sie beansprucht deine mentalen, zeitlichen und monetären Ressourcen am stärksten. Dadurch wird es umso schwieriger, langfristig erfolgreich zu sein.

Doch hat Daytrading einige Vorteile:

  1. Mehr Abwechslung, schnelle Ergebnisse, Flowerlebnisse
  2. Viel mehr Tradingchancen! Dadurch besser zum Trainieren und für den Aufbau von Markterfahrung geeignet.
  3. Verpasste Gelegenheiten wirken sich nicht so stark auf das Jahresergebnis aus.
  4. Keine Finanzierungskosten für Übernachtpositionen
  5. Gute Skalierbarkeit der Ergebnisse, bei Verwendung eines geeigneten Ansatzes

Punkt 3 bis 5 darfst du nicht unterschätzen! Es sind genau die Gründe, weshalb sehr gute Daytrader unterm Strich am meisten absolute Profite aus den Märkten ziehen.

Daytrading ist zwar nicht die effizienteste Art zu handeln, aber eben doch meist die lukrativste.

Die effizienteste Form des aktiven Börsenhandels …

..stellt für mich Trading auf den mittelfristigen Zeithorizonten dar. Hierbei beziehe ich mich vor allem auf 4h und Tagescharts.

In diesen Zeitrahmen sinkt die Fehleranfälligkeit durch geringeren Zeitdruck bei der Tradeumsetzung. Außerdem steigt das “Kosten-Nutzen-Verhältnis” deutlich und der Passivanteil am Trading nimmt spürbar zu. Du lässt dann tatsächlich dein Geld für dich arbeiten und arbeitest nicht mehr für dein Geld.

Allerdings hat es auch einige Nachteile:

  1. Teure Stops (Tradeabsicherung)
  2. schlecht skalierbar im Ergebnis
  3. Verpasste Chancen wirken sich exorbitant auf die Performance aus
  4. Diskretionäre Ansätze können auf diesen Zeitebenen schlecht erprobt und antrainiert werden

Der reine Preischart liefert alles was du brauchst

Traden nach dem reinen Kurschart ist genau mein Ding.

Gerade deshalb, weil für mich ein Chart ein Chart ist. Ich kann die darin enthaltenen Informationen sofort in allen Zeitebenen nutzen und direkt in lukrative Tradingideen umwandeln.

Einige sagen: Du musst Fundamentalanalyse machen und globale Zusammenhänge interpretieren können und in deine Tradentscheidungen mit einbringen.

Auch wenn dieser Ansatz bei großen Geldverwaltern durchaus beliebt zu sein scheint, ich brauche ihn nicht.

Der Grund:

Die der Allgemeinheit zur Verfügung stehenden Fundamentaldaten bringen keinen Vorteil. Es ist schwierig sich damit einen Vorsprung zu erarbeiten. Für selbsterfüllende Prophezeiungen eignen sie sich nicht, da sie auf unterschiedlichste Art interpretiert werden.

Außerdem kann fundamentale Analyse immer nur Teil ein gutes Risikomanagements sein, der Preischart stellt einen anderen wichtigen Teil dar.

Fundamentalanalyse wird in meinen Augen nur dann interessant, wenn du dich auf einem Gebiet/Sektor sehr gut auskennst, gute Beziehungen zu Produzenten und Firmen hast, die Zusammenhänge verstehst und sehr langfristig agierst (die meisten privaten Trader stehen für das Gegenteil von alledem).

Natürlich ist Newstrading eine sinnvolle Geschichte!

Ich sehe es aber nicht als klassisches Fundamentaltrading an, bei dem du ausführliche Analysen zu einem Wertpapier erstellst und darauf deine Handelsentscheidung aufbaust.

Indis go Home!

Warum spielen für mich Indikatoren keine Rolle?

Ganz einfach: Standardindikatoren bringen keinen Zusatznutzen. Im Gegenteil! Sie belasten meine Entscheidungsfindung unnötig und rauben mir beim Entscheidungsprozess noch kostbare Zeit und verschlechtern das Chance-Risiko-Verhältnis, da sie dem Chart nachlaufen.

Ein individueller Mix aus Indikatoren ist maximal subjektiv und nur du selbst kommst zu dieser speziellen Interpretation einer Preissituation. Ganz klar ein Nachteil beim Traden.

Technische Indikatoren schaffen – aus meiner Erfahrung heraus – lediglich eine künstliche, verkomplizierte Scheinwelt des aktuellen Marktgeschehens und gaukeln Tradern eine vermeintliche Sicherheit bei Kursprognosen vor, die es so nicht gibt.

Genau deshalb sind sie aber sehr beliebt, denn die meisten Menschen suchen ständig nach Sicherheit.

Fazit: Unter dem Strich treffe ich mit ihnen keine besseren Tradingentscheidungen.

Wieso dann damit das Trading verkomplizieren?

Der Preischart ist unmissverständlich

Der Preischart ist hingegen in Echtzeit gleichermaßen für jeden Trader sichtbar.

Viele große Marktteilnehmer orientieren sich grundlegend an ihm. Diese Tatsache löst selbsterfüllende Prophezeiungen aus und erlaubt es einem guten Trader Trades mit niedrigem Risiko und hohem Kurspotential zu erkennen.

Zwischenfazit für “Kleinerna” zum Thema Traden

Da draußen heißt es immer:

Tausend Wege führen an der Börse zum Erfolg

Prinzipiell stimmt das auch.

Wenn du aber als privater Trader für deine Mühen eine anständige Kompensation erwartest, schränken sich die Optionen stark ein.

Zu viele vermeintlich tolle Tradingansätze werden von allen Seiten vermarktet.

Wenn sie so toll wären, müssten diese Leute nicht so aggressiv dafür Werbung machen, oder?

Aus meiner heutigen Perspektive ist die Wahrheit ziemlich ernüchternd, denn Fakt ist:

Um gut von der Börse zu leben brauchst du schon ausreichend Kapital. Ein kleines Konto hochzuhandeln gelingt so gut wie keinem – vor allem nicht während einer akzeptablen Zeitspanne. Dafür gibt es mehrere gute Gründe. Schafft es einer doch, ist es meistens Glück und hat vielfach nicht mal was mit gutem Trading zu tun.

Dir bleiben am Ende zwei Möglichkeiten übrig:

Vollzeittrading (alle deine Unkosten werden durch Tradingeinnahmen gedeckt) – Dazu musst du in das Lager der echten Profis wechseln. Sprich ein institutioneller Trader werden und hochprofessionelles Daytrading betreiben. Um gut vom Daytrading zu leben musst du mit Fremdgeld handeln und institutionellen Zugriff auf die Märkte haben.

Teilzeittrading (Trading generiert für dich lediglich ein Zusatzeinkommen) – Bei dieser Variante kannst du ein privater Trader bleiben. Du darfst nur nicht glauben ohne viel Geld im Rücken schnell einen Hofstaat finanzieren zu können. Es bietet jedoch die Möglichkeit, dein erspartes Kapital sehr gut rentieren zu lassen (im Verhältnis zu den heutigen Festgeldzinsen). Und das bei durchaus akzeptablem Aufwand.

Glaube mir: Als privater Daytrader mit kleinem Konto dauerhaft Gewinne einzufahren, ist verflixt schwierig.

Wieso?

Weil die meisten populären und weit verbreiteten Tradingansätze keinen echten Vorteil bieten. Du musst dir selbst was einfallen lassen und kannst nicht Ratschläge von bekannten Tradingbüchern oder Gurus einfach 1:1 kopieren.

Zudem sind deine Kosten im Verhältnis hoch und du bekommst keine professionelle Ausbildung und Hilfestellung. Oftmals musst du auf Tradinginstrumente ausweichen, die nicht deinen Vorteil im Sinn haben. Dafür den von anderen!

Lass das erstmal setzen und sei nicht enttäuscht.

Dieser Absatz soll deine Aufmerksamkeit für die wahren Tücken als Trader schärfen.

Du musst mir nicht glauben, aber du solltest wenigstens stutzig werden. Dann ist meine Mission mit diesen Ausführungen schon in Erfüllung gegangen.

Und jetzt? Musst du dich Entscheiden!

Und zwar für eine genaue Zielsetzung.

Möchtest du nur dein gespartes Kapital nebenher, um ein Vielfaches der Festgeldzinsen mehren, oder willst du ein echter Vollzeittrader sein?

Meine Sichtweise kennst du jetzt: Ich rate Tradinginteressierten (die es nicht als Hobby sehen) davon ab, es als privater Trader mit Daytrading zu versuchen. Die Nachteile sind zu groß und der Aufwand zu hoch. Privat macht in meinen Augen für die meisten von uns nur der längerfristige Handel Sinn.

Wenn du weiter meinem Newsletter treu bleibst, wirst du für beide Zielsetzungen eine erprobte Lösung erhalten.

In diesem Sinne, leuten wir zur …

Schlussglocke

Manuelles Richtunsgtrading in höheren Zeitrahmen mit Hilfe des reinen Preischarts ist für mich die cleverste, erfolgsversprechendste und effektivste Art als Privatperson zu traden. Jetzt kommt aber das große ABER! Wer erfolgreich tradet muss noch lange nicht gut davon leben können. Ich muss klar sagen: Beim Mittel- bis längerfristigen Handel ist es einfacher profitabel zu bleiben, aber es ist noch schwieriger gut davon zu leben. Ohne Kapital und Reserven im Rücken, geht nix!