Möchtest du Swingtrading lernen?
Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen über den beliebten Handelsstil für Berufstätige.
Du bekommst eine Schritt für Schritt Anleitung, wie du Swingtrading sicher erlernst und effektiv in den Alltag neben Beruf und Familie integrierst.
Folgende Themen werden u.a. besprochen:
- Erklärung - was ist Swingtrading?
- Welche Rendite ist mit Swing-Trading möglich?
- Welcher Broker ist für Swing-Trading geeignet?
- Welche Swingtrading Strategien funktionieren gut?
- Praxis-Erfahrungen mit Swingtrading
Wir haben auch einen kostenlosen Einsteiger-Kurs vorbereitet, damit du schon morgen selbst gute Aktien für das Swingtrading finden kannst.
Bereit? Dann los ...
Swingtrading lernen Schritt für Schritt
Swingtrading lernen - Schritt #1: Grundverständnis aufbauen
Swingtrading, was ist das?
Im Swingtrading werden Trades in der Regel über Tage bis zu mehreren Wochen oder sogar Monaten gehalten.
Entscheidend ist der Zeitrahmen.
Viele Strategien werden auf Tagesbasis (End of Day Charts) umgesetzt. Swingtrader versuchen vom nächsten Kursschwung in eine Richtung zu profitieren.
Swingtrades werden vor größeren Korrekturen oder Rücksetzern beendet.
Genau das unterscheidet Swingtrading von Trend-Trading.
Beide Handelsstile können auch in kleinen Zeitrahmen angewendet werden!
Der Begriff Swing-Trading hat sich in der Szene aber für den Handel auf Zeitrahmen ab dem 4 Stundenchart und höher durchgesetzt.

Das Bild zeigt schematisch einen Kursschwung innerhalb eines längeren Trends - Swingtrader möchten von den violetten Bewegungen profitieren.
Im Swingtrading konzentrierst du dich auf Preispunkte im Markt an denen eine Umkehr wahrscheinlicher ist.
Du bist auf Trades aus, die mit einem möglichst engen Stop-Loss abgesichert werden können.
Weitere Merkmale des Swingtrading-Stils:
- Swingtrader nutzten oftmals feste Gewinnziele und lassen nicht den Markt entscheiden, wann eine Position ausgestoppt wird.
- Verluste werden meistens schneller begrenzt, als im Trend-Trading.
- Psychologisch ist Swingtrading einfacher als Trendhandel, denn es werden Gewinne schneller mitgenommen.
- Anders als im Daytrading werden Trades über Nacht gehalten (Overnight Risk), was für Anfänger wiederum eine mentale Herausforderung darstellen kann.
Swingtrading eignet sich im besonderen Maße für trendlose Marktphasen.
Wichtig: Die Kurse an den Finanzmärkten bewegen sich in rund 70% der Zeit seitwärts!

Klassischer Swingtrade in einer Aktie während eines Seitwärtsmarktes. Es wird ein enger Stop-Loss und ein festes Gewinnziel vorgegeben.
Hohe Volatilität ist für Swing-Trader tatsächlich wichtiger als die Trendrichtung.
In Verbindung mit engen Stops kann Swingtrading sehr lukrativ sein, auch wenn es zu keinen anhaltenden Trends kommt.
Swing-Trading Rendite: Was ist möglich?
Was für eine Rendite ist mit Swing-Trading möglich?
Du solltest mit einem Korridor zwischen 10 und 20% Netto-Rendite planen.
Um das zu erreichen, sind etwa zwei bis fünf Stunden Einsatz pro Woche nötig.
Die Kontoschwankung nach unten sollte maximal 10% betragen und das durchschnittliche Risiko pro Trade (maximaler Verlustbetrag in Prozent der Kontogröße), kann deutlich unter 1% bleiben.
Diese Werte sind konservativ und aus unserer Erfahrung für den durchschnittlichen Teilzeit-Trader realistisch erreichbar.
Selbstverständlich ist bei der Rendite Luft nach oben, denn auch hohe zweistellige Werte können erreicht werden.
Was ist dafür nötig?
- Mehr Zeitaufwand und Erfahrung.
- Höhere Risikotoleranz und eine ausgefeilte, aggressive Setz-Strategie (Positionsgrößen-Algorithmus).
- Ambitionierte Ziele und das entsprechende Mindset.
Ob sich Swingtrading lohnt, oder doch Daytrading die bessere Wahl ist, erfährst du in unserem Artikel Lohnt sich Swing-Trading.
Swingtrading lernen - Schritt #2: Broker auswählen
Einen passenden Broker für das Swing-Trading zu finden, ist für den langfristigen Erfolg entscheidend.
Warum?
Weil dein Tradingkapital in guten Händen sein muss und die Handelskosten nicht zu hoch sein dürfen.
Welche Fragen solltest du dir bei der Brokerwahl stellen?
- Bietet der Broker das Instrument an, welches ich handeln möchte (z.B. Aktien, Futures, CFDs)?
- Wo ist der Broker reguliert und registriert?
- Ist der Broker bekannt, oder eine unbekannte Übersee-Klitsche?
- Ist der Kundenservice erreichbar und in Deutsch oder Englisch?
- Können Trades im Notfall telefonisch geschlossen werden?
- Wie hoch ist die Mindesteinlage bei Kontoeröffnung?
- Gibt es versteckte Kosten, oder muss ich höhere Gebühren zahlen, wenn ich wenig handele?
- Wie hoch sind die direkten Handels-Kommissionen?
- Ist der Broker selbst an der Börse gelistet?
Vor allem Anfängern empfehlen wir beim Swing-Trading mit US-Aktien zu starten.
Wir haben gute Erfahrungen mit Interactive Brokers gemacht. Ein weltweit bekannter Broker, der seit mehreren Jahrzehnten existiert.
Swingtrading lernen - Schritt #3: Strategien für Anfänger
Welche Swingtrading Strategien funktionieren für Anfänger am besten?
Generell solltest du wissen:
Es gibt nicht DIE beste Strategie im Trading. Viele Wege können zum Erfolg führen.
Was du definitiv benötigst, ist eine Strategie die zu deiner:
- Finanziellen und zeitlichen Ausgangssituation,
- Persönlichkeit und
- Trading-Zielen passt.
Einige versuchen es mit Fibonacci-Strategien, andere mit dem Trading nach Markttechnik. Beide Ansätze können in allen Zeitrahmen angewendet werden.
Unser Tipp:
Wir haben in der SwingTrader Meisterschule die Erfahrung gemacht, dass für die meisten Anfänger eine einfache Momentum-Swingtrading Strategie mit Einzelaktien auf Tagesbasis die höchsten Erfolgsaussichten bietet.
Was sind die Gründe?
1. Wenn du in Zeitrahmen ab dem 4 Stundenchart handelst, musst du nur ein oder zweimal pro Tag eine Entscheidung treffen und der relative Anteil der Handelskommissionen am Gesamtumsatz sinkt.
Die Vorteile:
- Zeitliche Flexibilität bei der Umsetzung neben Beruf und Familie.
- Weniger impulsive und emotionsgesteuerte Entscheidungen und Tradingfehler als im Daytrading.
- Mehr Nettorendite.
2. Momentum-Strategien funktionieren mit einem einfachen Regelwerk.
Der Vorteil:
- Klarer Kopf auch als Anfänger. Du kannst sicherer entscheiden und schneller solide Ergebnisse erzielen, als mit komplexen Strategien, die umfangreiches Börsenwissen oder anderweitige Fähigkeiten voraussetzen.
3. Wenn du Einzelaktien handelst, wird eine feine Risikosteuerung auch mit kleinen Handelskonten möglich.
Der Vorteil:
- Du überhebelst dein Konto nicht und bist in der Lage, das Risiko sehr genau an die Qualität eines Setups anzupassen (Dynamisches Risiko-Management).
Achtung:
Hast du Interesse an einem bewährten Momentum-Setup für den Handel auf End of Day Charts? Dann ...
Was sind die besten Swing-Trading Indikatoren?
Professionelle Swing-Trading Indikatoren sind Volumen-Indikatoren, wie zum Beispiel:
- Vertikales Volumen
- Horizontales Volumen (Volumen-Profil)
- Market-Profile
- VWAP, Anchored VWAP
Sie können für die:
- Zielzonenbestimmung
- Stop-Loss und
- Kaufentescheidungen genutzt werden.
Indikatoren wie die ATR , ADR oder gleitende Durchschnitte eignen sich für Trailing-Stop Strategien.
Gerade beim Swing-Trading mit Aktien, kann zusätzlich eine Top-Down Analyse sinnvoll sein.
Zu diesem Zweck empfehlen wir die 2004 entwickelte Investment Uhr nach Merrill Lynch, sowie Sektoren-Analyse-Tools, wie z.B. die Seite Finviz.com.
Ebenso können Relative Stärke-Indikatoren (Aktie vs. Index, Aktie vs. Aktie), Sentiment-Indikatoren aber auch Saisonalitäten-Tools eingesetzt werden.
Populäre Technische-Indikatoren, wie beispielsweise RSI, Stochastik, MACD und Co, werden von erfahrenen Swingtradern selten verwendet.
Der Grund:
Technische-Indikatoren sind vom Preischart abgeleitet und liefern keine zusätzlichen Informationen! Obendrein hinken sie dem Kursverlauf hinterher.
Gute Trader orientieren sich deshalb direkt an der unverarbeiteten Preis-Action.
Swing Trading oder Daytrading?
Die Frage, ob Swing-Trading oder Daytrading besser ist, stellt sich aus unserer Sicht für Berufstätige nicht. Wenn du einem Vollzeit-Beruf nachgehst, ist Daytrading keine ernstzunehmende Option - Swingtrading ist Trumpf.
Du kannst zeitlich flexible Entscheidungen treffen. Vorausgesetzt du handelst auf dem 4 Stundenchart oder höher. Daytrader sind immer zeitgebunden.
Ist Swing-Trading leichter als Daytrading?
Fest steht: Swing-Trading ist für Berufstätige deutlich einfacher im stressigen Alltag umzusetzen und gerade Anfänger profitieren vom entschleunigten Entscheidungsprozess.
Im Daytrading müssen viele Entscheidungen schnell und unter Zeitdruck getroffen werden.
Wissenswert
Die Fehleranfälligkeit steigt als Daytrader deutlich, selbst, wenn du nur zwei Stunden pro Tag vor dem Monitor sitzt.
Als Swingtrader bist du normalerweise auch einem niedrigeren Risiko ausgesetzt.
Warum?
Im Swing-Trading auf Tagesbasis werden kleinere Positionsgrößen pro Trade verwendet, denn du benötigst weniger oder gar keinen Hebel, um ausreichend Gewinn generieren zu können.
Kommt es zu einem externen Schock (schlechte News, Schwarzer-Schwan Ereignis, Technik-Ausfall) steht für dein Konto weniger auf dem Spiel.
Wichtig: Diese Aussage gilt für den Durchschnittstrader. Sie gilt nicht für einen Swingtrader, der sein Konto in kurzer Zeit vervielfachen möchte und ein hohes Risiko fährt.
Swingtrading ist andererseits für viele Menschen eine Herausforderung, da teilweise enorme Geduld gefordert ist.
Draw Downs dauern zeitlich länger und du musst immer wieder über mehrere Tage auf eine gute Trading-Gelegenheit warten können.
Disziplin ist also auch beim Swingtrading oberstes Gebot!
Ein negativer Aspekt von Swingtrading in hohen Zeitrahmen:
Handelsstrategien mit niedriger Frequenz erschweren den Erfahrungs- und Vertrauensaufbau.
Die Konsequenz: Du kannst deine Fähigkeiten und den Ansatz nicht mit Hilfe eines Feedback-Loops rasant verbessern.
Aus diesem Grund ist es für Anfänger im Swingtrading besonders vorteilhaft, wenn sie eine bewährte Strategie mit klaren Regeln übernehmen und danach Schritt für Schritt Feinheiten an ihre Bedürfnisse anpassen.
Achtung!
Hast du Interesse an einem bewährten Momentum-Setup für den Handel auf End of Day Charts? Dann ...
Ist Swingtrading lukrativer als Daytrading?
Nein! Du musst aber wissen:
Wer mit Swingtrading hohe Renditen (40% plus) erzielen will, muss das über ein erhöhtes Risiko realisieren.
Daytrader können viel Profitabilität über die Handelsfrequenz erzeugen.
Die erhöhte Opportunität führt zu zeitlich kürzeren Draw Downs (Kontoschwankungen nach unten) und negative Monate bei guten Daytradern kommen eher selten vor.
Welche Aktien eignen sich für Swing-Trading?
Welche Aktien eignen sich für Swing-Trading am besten? Achte bei der Auswahl vor allem auf zwei Kriterien:
- Liquidität = Die Aktie muss flüssig gehandelt werden.
Dadurch stellst du ein seriöses Risiko-Management sicher, denn du kannst jederzeit eine Position eröffnen und schließen ohne Slipage zu riskieren.
Ob eine Aktie ausreichend gehandelt wird, erkennst du mit einem Blick auf den Chart:

Bei dieser Aktie kommt es an vielen Tagen nur zu einer einzigen Preisstellung. Es entstehen von einem Tag zum nächsten regelmäßig große Kurslücken. Ein seriöses Risiko-Management wird unmöglich.
- Volatilität = Gute Aktien für Swing-Trading zeichnen sich durch hohe Volatilität aus.
Als Trader gehst du immer ein Risiko ein. Dafür musst du zeitnah kompensiert werden. Das funktioniert nur, wenn sich eine Aktie stark bewegt:

Aktien wie Hims & Hears sind die besten Aktien für Swing-Trading. Sie wird flüssig gehandelt, ist nicht zu teuer, und die Kurse zeigen hohe Volatilität.
Je höher die Gewinnchance ist und je schneller du sie realisieren kannst, desto besser.
Vermeide es dein Kapital wochenlang in toten Aktien zu binden.
Gute Swing-Trading Aktien finden - Checkliste für Anfänger
Unsere aktuelle Liste mit den besten Aktien für Swing-Trading 2026:
- Hims & Hers (HIMS)
- Apple (AAPL)
- NVIDIA (NVDA)
Swing-Trading Erfahrungen
Zum Schluss teile ich einige bemerkenswerte Swing-Trading Erfahrungen aus unserem Mentoring-Programm mit dir.
Die 3 wichtigsten Fehler, die unsere SwingTrader Meisterschüler zu Beginn machen:
- Sehr viele Anfänger konzentrieren sich nur auf den besten Kaufzeitpunkt einer Aktie. Sie vernachlässigen das Trade-Management und ziehen entweder zu spät den Stop-Loss nach, oder nehmen zu früh Gewinne mit.
- Bei einigen Meisterschülern beobachten wir immer wieder eine zu hohe Handelsfrequenz. Sie handeln in zwei Monaten mehr, als ihre Mentoren im ganzen Jahr. Ihre Performance leidet darunter und ihnen fällt es schwer überhaupt die Kosten zu kompensieren.
- Viele steigen zu spät in den Markt ein und verschlechtern ihr Chance-Risiko-Verhältnis unnötig. Der Grund ist einfach: Sie warten auf zu viel Kursbestätigung, anstatt das bestmögliche CRV zu spielen.
Ein gutes Swing-Trading Buch auf deutsch, gibt es das?
Ein gutes Buch über Swing-Trading auf Deutsch zu finden, kann eine Herausforderung sein.
Ich persönlich nutze für das Trading fast ausschließlich Literatur und Kurse aus den USA .
Im Zeitalter von KI, sollte es selbst für Menschen ohne Fremdsprachen-Kenntnisse möglich sein, nützliche Informationen jenseits des deutschen Sprachraums für die Fortbildung zu nutzen.
Meine Swingtrading Buch Empfehlung, um eigene Strategie-Variationen entwickeln zu können, wurde 2003 von Dave Landry veröffentlicht.
Der Titel lautet:
10 Best Swing Trading Patterns And Strategies
Achtung!
Du findest alle unsere Trading-Buch-Empfehlungen in einer übersichtlich strukturierten Buchliste nach Themen sortiert.
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Schlussglocke
Swingtrading zu lernen ist nicht unbedingt einfacher als Daytrading zu meistern. Berufstätige können Swing-Trading jedoch wesentlich effektiver in den Alltag integrieren und die langfristigen Erfolgsaussichten sind bedeutend höher. Das liegt auch an den deutlich niedrigeren Kosten und der geringeren Fehlerquote bei der Umsetzung einer Strategie auf Tagesbasis.
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